14. März 2010 20:44
Die Vienna Capitals haben am Sonntag in der ausverkauften
Albert-Schultz-Halle den Grundstein für den ersten Einzug ins Finale der
Erste Bank Eishockey Liga nach 2005 gelegt. Die Wiener stellten gegen die
Black Wings Linz in der Halbfinal-Serie auf 3:0 und haben damit bereits am
Dienstag in Linz (19.15 Uhr) die erste Chance auf das Endspiel. Die
Hausherren bewiesen auf eigenem Eis große Moral und holten ein 0:2 und ein
2:4 auf, ehe sie sich mit 5:4 (2:2,1:2,2:0) durchsetzten.
Capitals mit furioser Aufholjagd
Dabei hatten die
Oberösterreicher so stark begonnen, stellten innerhalb von acht Minuten
durch Buckley (2.) und Matthiasson (8.) gegen die heimstarken Wiener auf
2:0. Doch noch vor der ersten Pause egalisierten Bootland im Power Play und
Bjornlie (15.) den Rückstand. Es sollte an diesem Abend nicht das letzte Mal
bleiben. Denn die Linzer gingen im Mittelabschnitt durch Purdie in der 25.
Minute in Überzahl und nur vier Minuten später durch einen Penalty desselben
neuerlich mit zwei Treffern Vorsprung in Führung. Also wiederum gehörten die
ersten 10 Minuten des Drittels den Gästen.
Als die Linzer bereits mit den Gedanken in Richtung zweite Pause waren,
schaffte Kranjc noch den Anschlusstreffer. Der vielumjubelte Ausgleich durch
Rodman in der 43. Minute spornte die Caps weiter an, fünf Minuten später
verhinderte Westlund bei einem Penalty von Rodman, der zuvor von Grabher
Meier gefoult worden war, das 5:4. Doch ein "short handed"-Tor durch Gratton
in der 53. Minute besiegelte das Schicksal der Linzer, die am Ende nach
Herausnahme des Tormanns und einer Strafe gegen die Wiener sogar noch für
knapp eine halbe Minute eine 6:4-Überzahl hatten, diese aber nicht nützen
konnten.
Die Wiener, die damit ihren 24. Heimsieg in 32 Spielen feierten, steuern
damit unwiderstehlich in Richtung erstes Finale seit 2005 hin. Damals wurden
die Caps auch zuletzt Meister.
Vienna Capitals - EHC Black Wings Linz 5:4 (2:2,1:2,2:0)
Albert-Schultz-Halle, 4.250, SR Bauer/Tschebull
Tore: Bootland (11. PP), Bjornlie (15.), Kranjc (40.), Rodman (43.), Gratton
(53./SH) bzw. Buckley (2.), Matthiasson (8.), Purdie (25. PP, 29. Penalty)
Strafminuten: 12 bzw. 14
Stand in der "best of seven"-Serie: 3:0
Im zweiten Halbfinal-Duell hat Zagreb bei Vizemeister Red Bull Salzburg für
eine Überraschung gesorgt und die Serie wieder spannend gemacht. Die Kroaten
feierten im dritten Spiel des Kräftemessens am Sonntag auswärts einen
4:1-(2:0,2:1,0:0)-Erfolg und haben in der "best of seven"-Serie auf 1:2
verkürzt. Salzburg dominierte zwar die gesamte Partie über, konnte seine
Chancen aber nur in einen Treffer ummünzen, die Serie ist vor dem nächsten
Spiel in Zagreb am Dienstag wieder offen.
Bullen-Sturmlauf vergebens
Zagreb, das sich in den ersten beiden
Spielen als klar unterlegen gezeigt hatte, eröffnete die Partie im
Salzburger Volksgarten mit einem Paukenschlag: In der dritten Minute schoss
Jakopic nach einer Unaufmerksamkeit der Hausherren zum 1:0 ein. Die
Page-Truppe reagierte richtig, drehte gehörig auf und spielte auf ein Tor.
Doch Zagreb-Goalie Tristan verhinderte ebenso wie eigenes Pech und
Unvermögen den Ausgleich für die Salzburger, die am Ende des ersten Drittels
durch Hecimovic im Powerplay sogar noch das 0:2 kassierten (19.).
Im Mittelabschnitt legten die nun defensiv besser agierenden Gäste dank
Macaulay (30./PP) und Fox (33.) nach, erst in der 37. Minute durchbrach
Latusa die Torsperre der Salzburger. Zu spät. Trotz eines wahren Sturmlaufs
auch im letzten Spielabschnitt blieb das Gästetor wie vernagelt. Die Serie
erinnert nun frappant an das Viertelfinalduell Zagreb - Graz. Auch die klar
favorisierten Steirer führten 2:0 bzw. 2:1, wurden von den Kroaten
schließlich aber noch aus dem Bewerb geworfen.
Red Bull Salzburg - KHL Medvescak Zagreb 1:4 (0:2,1:2,0:0)
Salzburger Volksgarten, 3.600, SR Cervenak
Tore: Latusa (37.) bzw. Jakopic (3.), Hecimovic (19./PP), Macaulay (30./PP),
Fox (33.)
Strafminuten: 8 bzw. 20 plus 10 Heerema
Stand in der "best of seven"-Serie: 2:1