Hütteldorfer siegen gegen Heim-Lieblingsgegner

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Hütteldorfer siegen gegen Heim-Lieblingsgegner

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Fußball-Rekordmeister Rapid hat am Samstag gegen seinen Heim-Lieblingsgegner zurück in die Spur gefunden. Die Hütteldorfer feierten im Hanappi-Stadion gegen die SV Ried dank eines Treffers von Marcel Sabitzer (75.) einen 1:0-Sieg, kamen zum ersten vollen Erfolg nach vier Partien und machten damit im Europacup-Rennen an Boden gut.

Die viertplatzierten Grün-Weißen liegen nur noch aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter dem Dritten Austria, auf den Zweiten Grödig fehlt ein Punkt. Der Fünfte Ried hingegen ist schon fünf Zähler vom internationalen Geschäft entfernt und muss auch nach seinem 34. Bundesliga-Auftritt im Westen Wiens auf den ersten Sieg warten.

Eine gute Stunde vor Anpfiff hatte die Partie noch gewackelt - nach einem heftigen Wolkenbruch stand der Rasen des Hanappi-Stadions unter Wasser, Schiedsrichter Markus Hameter entschied sich nach einer kurzfristigen Kommissionierung aber für eine Austragung.

Am glitschigen Untergrund lag es wohl nicht, dass Rapid wieder einmal Mängel in der Chancenauswertung offenbarte. Schon nach 29 Sekunden fand Terrence Boyd nach Pass von Guido Burgstaller in Ried-Goalie Thomas Gebauer seinen Meister, den Nachschuss setzte Dominik Wydra knapp neben das Tor.

Danach präsentierten sich die Gäste wie schon im Vorfeld angekündigt als mutiger Gegner, der immer wieder nach vorne kam und Rapid lange nicht zur Geltung kommen ließ. Erst nach rund 30 Minuten wurden die Hütteldorfer, bei denen Steffen Hofmann und Louis Schaub zunächst auf der Bank saßen, wieder zwingender: In der 32. Minute ging ein Direktschuss von Burgstaller weit über die Latte, eine Minute später verfehlte ein Boyd-Volley nur knapp das lange Eck, in der 40. Minute schoss Burgstaller aus leicht spitzem Winkel drüber und in der 41. Minute zog Boyd allein aufs Ried-Tor, schob den Ball aber an der Stange vorbei.

Zudem hatte der Rekordmeister in der 41. Minute Pech, als eine Flanke von Christopher Trimmel vom bereits zuvor gelbverwarnten Oliver Kragl im Ried-Strafraum mit dem Arm geblockt wurde. Kragl war es auch, der in der 20. Minute die erste Chance der Oberösterreicher vorfand - sein Schuss aus aussichtsreicher Position ging über das Tor. Die beste Möglichkeit für die Innviertler hatte Gerard Oliva in der 32. Minute, als er aus acht Metern an Rapid-Goalie Jan Novota scheiterte.

Zweite Spielhälfte
In der zweiten Hälfte begannen die Hausherren druckvoll und kamen der Führung bei einem von Gebauer parierten Boyd-Kopfball (50.) nahe. In der 54. Minute blieb den Rapid-Fans unter den 10.200 Zuschauern der Torjubel im Hals stecken - ein Freistoß von Deni Alar sprang von der Kreuzlatte knapp vor der Torlinie auf. Nach einem darauf folgenden Leerlauf wehrte der Ried-Keeper in der 73. Minute einen scharfen Direktschuss von Sabitzer mit einem tollen Reflex ab.

Zwei Minuten später aber gelang Sabitzer das erlösende Tor. Der ÖFB-Teamspieler zog nach Trimmel-Vorlage ab und traf via Innenstange zum 1:0. Damit sind die Rieder, bei denen Co-Trainer Gerhard Schweitzer kurz vor Schluss auf die Tribüne geschickt wurde, schon seit fünf Partien sieglos und müssen seit zehn Matches auf einen Auswärtserfolg warten.
 

SK Rapid Wien - SV Ried Endstand 1:0 (0:0)

  • Hanappi-Stadion, 10.200 (richtig), SR Hameter.
  • Tor: 1:0 (75.) Sabitzer
  • Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, Behrendt, Schrammel - Petsos, Wydra - Burgstaller (69. Schaub), Alar (76. S. Hofmann), Sabitzer (90. Grozurek) - Boyd
  • Ried: Gebauer - Hinum, Reifeltshammer, Pichler, A. Schicker - Trauner (26. Baumgartner), Ziegl (49. Janeczek) - Vastic (79. Sandro), Oliva, Kragl - Gartler
  • Gelbe Karten: Behrendt, Burgstaller, Wydra bzw. Kragl, Gebauer, Reifeltshammer, Pichler
  • Die Besten: Sabitzer, Petsos, Trimmel bzw. Gebauer, Reifeltshammer

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