16. August 2012 23:31

Es herrschte eine gespenstische Atmosphäre gestern in der Hamburger Imtech-Arena. In den düsteren Katakomben des Stadions hatten sich circa 15 Journalisten eingefunden – zur improvisierten Pressekonferenz mit Team-Deserteur Paul Scharner. Der 32-Jährige wollte seine vorzeitige Abreise vom Türkei-Länderspiel (2:0) erklären. Und teilte dabei kräftig aus …

Er forderte schriftliche Einsatzgarantie
Scharner behauptet: „Ich wurde entlassen, bin nicht geflohen. Vor dem Team hat der Trainer erklärt, dass er mir nahelegt, dass ich gehen soll. Schade, die WM 2014 war ein großer Traum von mir.“
Scharner hatte nach ÖSTERREICH-Informationen eine schriftliche (!) Stammplatzgarantie von Koller gefordert. Erst als der Schweizer die verweigerte, entschloss er sich zum Bruch mit dem Team. Am Dienstagabend, nach der Unterredung mit Koller, gab Scharner dem Magazin News ein Interview, in dem er erklärte: „Mit Koller fahren wir nie zur WM 2014!“
Gestern aber behauptete Scharner: „Ich habe nie einen Stammplatz gefordert. Koller hat die Unwahrheit gesagt. Es geht um Wertschätzung. Koller hat mir erklärt, dass er mit Prödl und Pogatetz ein besseres Gefühl hat. Ohne Koller würde ich sehr gern für mein Heimatland spielen. Der Ausschluss war wie ein Schlag in die Magengrube.“
Scharner: "Ich bin ein sehr umgänglicher Typ“
Anschließend erklärte Scharner, der bereits unter Jogi Löw (bei der Austria) und unter Josef Hickersberger (beim Team) aus der Mannschaft geflogen war: „Ich bin ein sehr umgänglicher Typ, ein Profi durch und durch.“ Immerhin: Seinem neuen Klub verspricht Scharner: „Ich werde beim HSV keinen Stammplatz fordern.“ Den hat er ohnehin nicht. In der 1. DFB-Pokalrunde beim Drittligisten Karlsruhe (So., 14.30 Uhr) sitzt Scharner auf der Bank. Der „Problem-Ösi“ (Bild) sagt: „Kein Problem …“
Scharner spricht Klartext über …
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… seinen Abgang:
Ich wurde entlassen, bin nicht geflohen. Vor dem Team hat der Trainer erklärt, dass er mir nahelegt, dass ich gehen soll.
… sein Verhältnis zu Koller:
Koller hat die Unwahrheit gesagt. Ich habe nie einen Stammplatz gefordert. Es geht um Wertschätzung. Ich habe 330 Erstligaspiele und über 200 Einsätze in der Premier League. Koller hat mir erklärt, dass er mit Prödl und Pogatetz ein besseres Gefühl hat. Ich hatte schon zuvor Zweifel am Trainer.
… seine Teamkarriere:
Der Ausschluss war wie ein Schlag in die Magengrube. Ohne Koller würde ich sehr gern für mein Heimatland spielen.
… sein HSV-Engagement:
Jetzt werde ich mich voll und ganz auf den HSV konzentrieren. Ich werde keinen Stammplatz fordern.
Koller: "Scharner für mich erledigt"ÖSTERREICH: Herr Koller, lassen Sie sich tatsächlich wie ein Wiener Schnitzel weichklopfen, wie Paul Scharner behauptet hat?Marcel Koller: Ich mag Wiener Schnitzel. Die sind lecker, obwohl ich sie nicht jeden Tag haben muss. Was jedoch nicht heißt, dass ich mich weichklopfen lasse. Das ist nicht der Fall. Ich habe mich auch nicht verändert, wie Paul gesagt hat. Na ja, vielleicht habe ich ein paar Haare weniger … Was die Mentalität in Österreich betrifft: Teile davon kann man durchaus annehmen. Und trotzdem bin ich kein angepasster Mensch – nur professionell. Ich denke ans Team.
ÖSTERREICH: Lügt Scharner, wenn er erklärt, dass er keine Rolle mehr bei Ihnen gespielt hätte?Koller: Das entspricht nicht der Wahrheit. Ich weiß nicht, warum Paul so redet. Vorher ist alles gut gewesen. Und jetzt alles schlecht. Nur weil er gegen die Türkei nicht in der Startelf gewesen wäre. Wenn ich als Trainer nicht mit ihm plane, dann hole ich ihn gar nicht. Es war auch seine Idee, in Zukunft als Innenverteidiger zu spielen. Jene Position, auf der es im Nationalteam die größte Konkurrenz gibt!
ÖSTERREICH: Er hat Ihnen schriftlich mitgeteilt, wie er seine Rolle sieht. Was haben Sie da empfunden?Koller: Dass das Selbstdarstellung ist.
ÖSTERREICH: Scharner wirft Ihnen auch Respektlosigkeit vor. Haben Sie ihn wirklich respektlos behandelt?Koller: Nie. Ich behandle jeden mit Respekt. Aber hätte Paul Respekt gehabt, wäre er direkt auf mich zugegangen und nicht in die Öffentlichkeit. Es ist schwer zu sagen, wie Paul tickt. In seinen Kopf kann ich nicht reinschauen.
ÖSTERREICH: Besteht die Chance auf Versöhnung?Koller: Ich habe das schon vor dem Match gegen die Türkei gesagt: Solange ich Teamchef bin, wird Paul Scharner sicher nicht mehr in der Nationalmannschaft spielen. Das Thema Scharner ist für mich erledigt!
Text: Rolf Heßbrügge / Interview: Christian Russegger
Die besten Bilder von Paul Scharner
© GEPA
Die besten Bilder von Skandal-Kicker Scharner
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ÖFB, where kicking your best defender in the nuts happens.
http://www.youtube.com/watch?v=jQGwMZ7vbYA
Scharner ist weg. Passt. Der Querullant soll bleiben wo er ist. Jetzt kann das
Team in ruhe arbeiten.
Solche Leute braucht niemand in der Mannschaft!
es ist ganz einfach unfassbar, dass ein spieler, der als maximalen erfolg vorweisen kann, in der premier league bei mannschaften gespielt zu haben, die über den 10. platz nie hinauskamen, sich für den erfolgreichsten österreichischen fußballer seit 100 jahren hält. noch unfassbarer ist, dass er in herrn hobel einen gefährten gefunden hat, der ihm das auch noch glaubt und ihn darin bestärkt. sie beide passen wirklich ganz ausgezeichnet zueinander.
lieber scharner-pauli, wir werden ja sehen, welche rolle sie heuer bei hamburg - wohlgemerkt ein nachzügler in der bundesliga 2011/12 - spielen werden.
und herrn hobel ist ein mentalcoach zu empfehlen, damit er irgendwann vielleicht verständnis für angemessenes gedankengut bekommt.
wichtig zu machen. In Hamburg wird man ihm schon zeigen "wo Gott wohnt".
dann beim hicke ausn nationalteam,wo er vor der heim-euro wieder angekrochen kam,ihn hicke aber trotzdem nimmer nahm:-)
jetzt ist er beim neuen teamchef rausgeflogen,weil der teamchef in einem testmatch(bei dems ums rein goarnix geht)was anderes probieren wollte und der scharner am bankl plotz nehme hot miassn...
nau do bin i amoi gspaunnt waun er beim HSV erste mal am bankl huckt,waun er si durt a so aufführt kaun er vermutlich wieder derby purgstall vs. wieselburg spielen der große herr scharner.
genauso a unsympathler wie da rogan der typ