01. Jänner 2009 14:52
Das wird ein „heißer“ Empfang: Wenn Rapid-Trainer Peter Pacult am Samstag
zum ersten Training nach der Winterpause bittet, erwartet Goalie Andreas
Lukse und Stürmer René Gartler ein ernsthaftes Gespräch. Und das ist nicht
alles: Nach den Vorfällen in der Nacht vom 14. auf den 15. Dezember (bei
einer Rangelei wurde eine junge Frau verletzt) greift Rapid durch. Beide
Profis müssen jetzt mit harten Sanktionen rechnen (ÖSTERREICH berichtete).
Im Gespräch ist eine Geldstrafe, ein hoher vierstelliger Betrag.
Talent verschleudert
Zudem spielen beide fortan auf Bewährung
beim Rekordmeister. „Die beiden sind allgemein als Nachtschwärmer bekannt“,
erklärt Pacult, „sie müssen einiges ändern, wenn sie bei Rapid bleiben
möchten.“ Die Vorwürfe des Trainers: Beide leben unprofessionell,
verschleudern ihr fußballerisches Talent. Alkohol, Fastfood, lange
Partynächte, Raufereien.
Lukse „vorbelastet“
Insbesondere Lukse ist
„vorbelastet“. Im Derby am 24. August fehlte der damalige Ersatz-Tormann
verletzt – „wegen einer Knieverletzung, die er sich nicht beim Fußball
zugezogen hat“ (O-Ton Pacult). Der Trainer vermutet eine Rauferei als
Verletzungsgrund.
Doch die Mitspieler machen sich Sorgen um ihren Tormann. „Andi Lukse ist
jetzt wieder ganz unten. Er hat sich mit dieser Geschichte sicher viel
verbaut“, sagt der nach wie vor krankgeschriebene Tormann Georg Koch. „Lukse
ist ein Riesen-Talent, keine Frage. Aber wenn er so weitermacht, dann ist
seine Karriere bald im Eimer. Er muss wissen, was er will: Fußball spielen
oder lieber Party machen.“
Ständig verletzt
Und Gartler? Der Torschützenkönig der
abgelaufenen Red-Zac-Saison (21 Treffer für den FC Lustenau) plagt sich mit
ständigen Verletzungen. „Er soll sich hinterfragen, warum er nicht fit
wird“, fordert Pacult. „Wenn man sich mit McDonald’s und Cola ernährt,
klappt das nicht.“
Rausschmiss droht
Für die Zukunft will Pacult vorsorgen: Ein
Strafenkatalog soll die Spieler abschrecken. Dabei geht es nicht nur um
Geldstrafen. Lukse und Gartler würde als „Wiederholungstätern“ der
Rausschmiss drohen.