Rapid gewinnt Wiener Derby bei Austria Rapid gewinnt Wiener Derby bei Austria

Bundesliga

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Rapid gewinnt Wiener Derby bei Austria

FK Austria Wien - SK Rapid Wien Endstand 0:1 (0:0)
Generali Arena, 11.500 (ausverkauft), SR Grobelnik.
Tor: 0:1 (88.) Boyd.

Rapid hat dank Terrence Boyd den Derby-Fluch gegen die Austria abgelegt. Der US-Teamstürmer erzielte am Sonntag in der Fußball-Bundesliga in der 88. Minute den Siegestreffer zum 1:0-Sieg der Hütteldorfer gegen die Wiener Austria. Für Rapid war es der erste Erfolg im Lokalduell nach zehn sieglosen Spielen. Und das feierten die Grün-Weißen zur Genüge. Terrence Boyd, der Superstar des Matches, feierte mit seinem Team gleich in der Umkleidekabine los. Wenig später veröffentlichte er davon ein Foto auf Facebook.

Rapid
Rapidler feierten Derby-Sieg mit Kabinenparty - © Facebook/TerrenceBoyd

Matchbericht
Alles sah im 307. Wiener Derby bereits nach einer Punkteteilung aus, als Boyd zuschlug. Der US-Stürmer, der davor kaum zur Geltung gekommen war, verwertete eine Flanke von Schrammel per Kopf. Es war der Lohn für eine Feldüberlegenheit der Gäste, allerdings hatte die Austria bis zur Schlussphase die besseren Chancen. Hosiner (21.) und Kienast (68.) trafen nur die Querlatte.

Boyd-Tor in 88. Minute
Austria-Trainer Nenad Bjelica schickte seine Elf mit einer Systemänderung aufs Feld und ließ in einem 4-4-2 Hosiner und Kienast stürmen. Doch das Spiel nahm Rapid in die Hand. Obwohl die Hütteldorfer nach den Europacup-Einsätzen während der Woche zwei Tage weniger Regenerationszeit hatten, wirkten sie frischer - und entschlossen, ihre schwarze Derby-Serie zu beenden. Das Rapid-Spiel lief allerdings nur bis 20 m vor dem Tor gut. Für wirklich gefährliche Situationen im Strafraum fehlte oft die Präzision.

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  Diashow

Von der Austria war 20 Minuten lang nichts zu sehen, sie kam erst in der 21. Minute erstmals in Strafraumnähe, und hatte gleich die größte Chance der ersten Halbzeit. Hosiner traf aber nur die Latte. Viel lief bei der Austria auch danach nicht zusammen. Die Violetten hatten aber noch einmal Pech, als Schiedsrichter Grobelnik nach einem Jun-Schuss ein Handspiel von Trimmel im Strafraum nicht sah (40.).

Rapid feldüberlegen
Auch nach der Pause änderte sich wenig am Bild. Rapid war meist feldüberlegen, tat sich aber schwer, sich gut in Position zu bringen. Schüsse von Sabitzer (56.) und Hofmann (71.) wurden zu einer sicheren Beute von Austria-Torhüter Lindner. Und bei einigen der wenigen Offensivaktionen der Heimischen fehlten neuerlich nur Zentimeter. Nach einer Koch-Flanke kam landete ein Hechtkopfball von Kienast an der Latte (71.).

In der Schlussphase vergaben Boyd, der sich den Ball nicht stoppen konnte (82.), und Sabitzer (86.) die ersten Matchbälle für Rapid, ehe Boyd das Kopfball-Duell gegen Suttner gewann und den dritten verwertete. Wie schon beim 1:1 am Donnerstag in der Europa League gegen Genk brachte Schrammel die entscheidende Flanke in die Mitte. Dank des Siegs schloss Rapid (20 Punkte) vor dem Abendspiel zu Ried (21) und Grödig (20) auf. Titelverteidiger Austria (16) fehlen zumindest schon zwölf Punkte auf Tabellenführer Salzburg.

Nenad Bjelica (Austria-Trainer): "Rapid hatte drei Spieler im Mittelfeld, wir nur zwei, das haben sie gut ausgenützt. Wir konnten unser Spiel nicht gut entwickeln, über die Seiten haben wir keine guten Flanken gebracht. Deswegen war in der Anfangsphase Rapid überlegen. Es war ein verdienter Sieg von Rapid, weil sie ein Tor mehr geschossen haben. Das war aber nicht die Austria, die ich mir wünsche. Wir sind in einer Phase , wo wir uns sehr schwertun, Fußball zu spielen. Über den Elfer brauchen wir nicht diskutieren. Dass der Schiedsrichter das nicht sieht, ist bitter für uns."

Philipp Hosiner (Austria-Stürmer): "Wir haben alles probiert, mit dem Lattentreffen von Roman Kienast und mir sehr viel Pech gehabt, und hätten einen Handelfer bekommen müssen. Wenn die Sachen so gegen dich laufen, kriegst du dann auch noch so spät das 0:1. Es fehlt das Selbstvertrauen, wir haben schon länger nicht gewonnen."

Roman Kienast (Austria-Stürmer): "Wir haben jetzt längere Zeit mit einem Stürmer gespielt, natürlich braucht das ein bisschen Zeit. Rapid war sehr aggressiv, wir sind in der ersten Hälfte ein bisschen geschwommen. Nach den ganzen Niederlagen würde uns ein Erfolgserlebnis sicherlich gut tun. Wir müssen das mit harter Arbeit erzwingen."

Zoran Barisic (Rapid-Trainer): "Wir sind immer auf die Statistik angesprochen worden. Im Horr-Stadion zu gewinnen, ist nicht so leicht. Dieser Sieg tut so richtig gut. Ich möchte diesen Sieg unseren Fans und unserem Präsidenten widmen. Natürlich war der Sieg glücklich, aber trotzdem verdient. Weil wir von Anfang an initiativ waren, und auch wir hatten unsere Torchancen."

Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän): "Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft, haben das Spiel kontrolliert, haben aber in der einen oder anderen Situation sicher auch Glück gehabt. Das Gefühl am Platz war, dass wir verdient gewonnen haben."

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Austria: Lindner - Koch, Rogulj, Ortlechner, Suttner - Royer (63. Spiridonovic), Holland, Mader, Jun (56. Simkovic) - Hosiner (82. Okotie), Kienast
Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, Dibon, Schrammel - Behrendt, Boskovic (90. Pichler) - S. Hofmann (85. Wydra), Schaub (67. Starkl), Sabitzer - Boyd
Gelbe Karten: Rogulj bzw. Boyd, Sabitzer
Die Besten: Kienast, Rogulj bzw. Sabitzer, Trimmel, Boskovic

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