29. Oktober 2012 11:53

"Sieg der Leidenschaft" 

Rapid jubelt über Befreiungsschlag

Schöttel nach Erfolg: "Wichtigster Sieg, seit ich Rapid-Trainer bin."

Rapid jubelt über Befreiungsschlag
© APA/Herbert Neubauer

Nach den Tiefschlägen der vergangenen Tage ist Rapid gegen Red Bull Salzburg der erhoffte Befreiungsschlag gelungen. Der 2:0-Heimsieg über den Fußball-Doublegewinner am Sonntag bedeutete nicht nur eine Reduzierung des Rückstandes auf die Tabellenspitze, sondern auch Balsam auf die zuletzt geschundene grün-weiße Seele. "Für mich ist das der wertvollste Sieg, seit ich Rapid-Trainer bin", jubelte Peter Schöttel.

"Sieg der Leidenschaft"
Sein Team war nach dem 0:2 gegen die Austria und dem 0:4 gegen Leverkusen als klarer Außenseiter in die Partie gegangen. "Wir hatten eine sehr heikle Ausgangsposition. Die Mannschaft wurde abgewatscht und konnte wegen der Europa League nicht so frisch wie der Gegner sein", meinte Schöttel. Dennoch klappte es nach zuletzt vier sieglosen Pflichtspielen wieder mit einem vollen Erfolg. "Es war ein Sieg der Leidenschaft, und natürlich ist auch das Glück wieder zurückgekehrt."

Hofmann schlägt bei Comeback voll ein
Dass Fortuna den Rapidlern wohlgesonnen war, stellte Schöttel nicht in Abrede. "Wir hatten einen günstigen Spielverlauf", gab der Coach zu. Während die Salzburger viele hochkarätige Chancen ausließen, präsentierte sich der Rekordmeister effizienter - auch dank Steffen Hofmann. Der Deutsche, bei seinem Comeback nach einer Augenverletzung mit Spezialbrille im Einsatz, zirkelte einen Freistoß zum 1:0 ins Kreuzeck.

"Für uns ist es immer wichtig, wenn er auf dem Platz steht, selbst wenn er nicht hundertprozentig fit ist. Wir spielen mit ihm anders, weil er der ist, dem man die Verantwortung überträgt, wenn es schlecht läuft", sagte Schöttel. Hofmann freute sich über seine gelungene Rückkehr, die aber bereits kurz vor der Pause beendet war. "Ich war schon müde, außerdem hat der Oberschenkel zugemacht", erzählte der Deutsche.

Steffen Hofmann trainiert mit Spezial-Brille
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Steffen Hofmann trainiert mit Spezial-Brille
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Steffen Hofmann trainiert mit Spezial-Brille
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Steffen Hofmann trainiert mit Spezial-Brille
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Steffen Hofmann trainiert mit Spezial-Brille
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Steffen Hofmann trainiert mit Spezial-Brille
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Steffen Hofmann trainiert mit Spezial-Brille
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Steffen Hofmann trainiert mit Spezial-Brille
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Steffen Hofmann trainiert mit Spezial-Brille

Rapid-Captain als Schlitzohr
Bei seinem Tor war Hofmann körperlich und geistig noch voll auf der Höhe. Den von Kevin Kampl ("Das war nie und nimmer ein Foul") in einem Zweikampf mit Hofmann ("Das Foul muss man nicht unbedingt geben") verursachten Freistoß verlegte der Rapid-Kapitän schlitzohrig rund zwei Meter nach innen und verschaffte sich damit eine günstigere Schussposition. "Ich habe nicht genau gesehen, wo das Foul war", sagte Hofmann.

Kampl wegenSchiri-Leistung verärgert
Wenige Sekunden später stand der Regisseur noch einmal im Mittelpunkt, als Salzburgs Sadio Mane nach einer Attacke von Hofmann im Strafraum zu Fall kam. "Ich hatte nicht das Gefühl, dass es ein Elfer war", beteuerte der Mittelfeldspieler. Für Kampl hingegen war diese Aktion ein weiterer Beweis dafür, dass Salzburg im Hanappi-Stadion von Referee Alexander Harkam übel mitgespielt wurde. "Es sind drei, vier schwere Fehlentscheidungen gegen uns getroffen worden", ärgerte sich der Slowene.

Schmidt hadert mit Chancenauswertung
 Im Gegensatz dazu hielt sich sein Trainer Roger Schmidt mit Kritik an Harkam zurück. "Aus meiner Sicht war es vor dem Hofmann-Tor kein Foul. Aber es ist auch egal, der Freistoß war gut geschossen." Das Elfmeterfoul an Mane wäre laut Schmidt wohl zu geben gewesen, "doch auch wenn wir vielleicht benachteiligt wurden, hatten wir auch so genug Chancen, um das Spiel für uns zu entscheiden".

Der Deutsche führte die Niederlage nicht auf den Schiedsrichter, sondern auf die eigene Abschlussschwäche zurück. "Wir haben uns genug Möglichkeiten für einen Sieg herausgespielt, aber es hat das nötige Quäntchen Glück und die Entschlossenheit vor dem Tor gefehlt." Der Sieg der Hütteldorfer sei aufgrund ihres leidenschaftlichen Auftretens nicht unverdient gewesen. "Aber ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat guten Fußball gezeigt", betonte Schmidt.

Schöttel: "Bei uns wird Realität vergessen"
Trost bekam der Salzburg-Betreuer von seinem Rapid-Kollegen. "Die Salzburger haben eine tolle Mannschaft, sie spielen tollen Fußball und werden im Mai zu 90 Prozent Meister sein", prophezeite Schöttel und bemängelte in diesem Zusammenhang die große Erwartungshaltung bei seinem Verein. "Bei uns wird ein bisschen die Realität vergessen. Wir wissen, was wir zur Verfügung haben und versuchen, das Beste daraus zu machen. Aber bei Rapid muss man immer Meister werden und jedes Spiel gewinnen."

Europa-League-Gruppenphase kam zu früh
Aufgrund dieses Drucks fühlt sich Schöttel auf seinem Trainersessel offenbar nicht wirklich sicher. "Ich kann mich gut erinnern, dass im Herbst 2011 die Trainer von drei Europa-League-Teilnehmern wackelten (Anm.: Ricardo Moniz, Karl Daxbacher, Franco Foda), und das, obwohl sie erfahrenere Mannschaften hatten als wir. In unserer Entwicklung ist die Qualifikation für die Europa-League-Gruppenphase wahrscheinlich zu früh gekommen."

International hängen die Trauben für Rapid noch zu hoch, auf nationaler Ebene jedoch haben sich die Grün-Weißen fast schon zu einem Angstgegner von Liga-Krösus Salzburg entwickelt. Das 0:2 bedeutete für die Mozartstädter die erste Niederlage nach zuletzt vier Siegen en suite und acht ungeschlagenen Partien seit dem 0:2 in Wals-Siezenheim gegen Rapid im vergangenen August. Die zuvor letzte Meisterschafts-Schlappe in der Fremde hatte es im November 2011 ebenfalls gegen die Hütteldorfer gesetzt. "Das ist eher Zufall, aber vielleicht tun wir uns leichter, weil Salzburg viel fürs Spiel macht", mutmaßte Schöttel.


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1 Posting
klklklklklklklk (GAST) meint am 29.10.2012 14:16:56 ANTWORTEN >
Das ist halt das Problem bei uns im Ösiland wie die Deutschen sagen.Beim FC Bayern hat Leute beim Verein wie Beckenbauer, Hoeneß, Rumenigge.Das waren Klassespieler.Auch haben die Leute nicht nur vom Fußball eine Ahnung.Hoeneß ist nicht blöd,der hat voll die Ahnung.Nebenbei nimmt sich der Hoeneß kein Blatt vor den Mund.Der haut am Tisch das alle zusammenzucken.Bei Rapid werkelt der Edlinger,vom Fußball wenig Ahnung und als ehemaliger Finanzminister genau so ein Nullerl.Verkauft alles,Geld nie da.
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21.07 16:00 Sturm Graz Red Bull Salzburg 0:2 (0:2)
21.07 18:30 Rapid Wien FC Wacker Innsbruck 4:0 (2:0)
21.07 18:30 SV Mattersburg SC Wr. Neustadt 2:0 (1:0)
21.07 18:30 Wolfsberg Austria Wien : (:)
22.07 16:00 FC Admira SV Ried 0:2 (0:2)
25.07 18:30 Wolfsberg Austria Wien 0:1 (0:0)
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28.07 18:30 SC Wr. Neustadt Rapid Wien 0:1 (0:0)
28.07 18:30 Red Bull Salzburg SV Mattersburg 3:2 (2:1)
28.07 18:30 Austria Wien Sturm Graz 0:1 (0:1)
29.07 16:00 FC Wacker Innsbruck FC Admira 1:2 (1:1)
29.07 18:30 SV Ried Wolfsberg 0:2 (0:0)
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04.08 18:30 SV Mattersburg Sturm Graz 3:1 (0:1)
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05.08 16:00 SV Ried FC Wacker Innsbruck 2:0 (0:0)
05.08 16:00 Rapid Wien Austria Wien 0:3 (0:1)
05.08 18:30 FC Admira SC Wr. Neustadt 4:0 (2:0)
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11.08 18:30 FC Wacker Innsbruck SV Mattersburg 2:1 (0:1)
12.08 16:00 SC Wr. Neustadt SV Ried 2:3 (1:1)
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12.08 18:30 Austria Wien FC Admira 1:0 (0:0)
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18.08 18:30 FC Wacker Innsbruck SC Wr. Neustadt 2:3 (1:0)
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25.08 18:30 Sturm Graz FC Admira 3:2 (2:0)
25.08 18:30 Red Bull Salzburg SC Wr. Neustadt 1:1 (1:1)
25.08 18:30 Austria Wien FC Wacker Innsbruck 2:0 (1:0)
25.08 18:30 SV Mattersburg SV Ried 2:1 (2:0)
26.08 16:00 Wolfsberg Rapid Wien 1:0 (1:0)
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15.09 18:30 Rapid Wien FC Admira 0:0 (0:0)
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01.03 18:30 TSV Hartberg Vienna 0:2 (0:1)
01.03 18:30 SKN St. Pölten SV Kapfenberg 1:7 (1:5)
01.03 18:30 SV Grödig SV Horn : (:)
01.03 18:30 Blau-Weiß Linz FC Lustenau 1:1 (0:1)
01.03 20:30 Austria Lustenau SCR Altach 2:2 (1:2)
29.03 18:30 SV Grödig SV Horn 2:1 (1:0)
Ergebnis
08.03 18:30 FC Lustenau TSV Hartberg 1:0 (0:0)
08.03 18:30 SCR Altach SKN St. Pölten 2:1 (1:1)
08.03 18:30 SV Kapfenberg Blau-Weiß Linz 1:0 (0:0)
08.03 18:30 Vienna SV Grödig 1:2 (0:1)
08.03 20:30 SV Horn Austria Lustenau 5:0 (2:0)
Ergebnis
11.03 18:30 TSV Hartberg SV Kapfenberg 1:3 (1:1)
12.03 18:30 SKN St. Pölten SV Horn 1:1 (1:1)
12.03 18:30 Vienna FC Lustenau 1:0 (1:0)
12.03 18:30 Austria Lustenau SV Grödig 1:2 (0:1)
12.03 18:30 Blau-Weiß Linz SCR Altach 1:1 (0:1)
Ergebnis
15.03 18:30 SV Horn Blau-Weiß Linz 2:0 (0:0)
15.03 18:30 SCR Altach FC Lustenau 0:0 (0:0)
15.03 18:30 SV Kapfenberg Vienna 3:0 (1:0)
15.03 18:30 SV Grödig TSV Hartberg 3:0 (1:0)
15.03 20:30 Austria Lustenau SKN St. Pölten 2:2 (2:2)
Ergebnis
01.04 18:30 SKN St. Pölten SV Grödig 1:2 (1:0)
02.04 18:30 TSV Hartberg SV Horn : (:)
02.04 18:30 FC Lustenau SV Kapfenberg 1:3 (1:3)
02.04 18:30 Vienna SCR Altach 3:0 (2:0)
02.04 18:30 Blau-Weiß Linz Austria Lustenau 3:0 (3:0)
06.05 18:30 TSV Hartberg SV Horn 0:3 (0:2)
Ergebnis
05.04 18:30 SV Horn Vienna 2:3 (0:1)
05.04 18:30 SCR Altach TSV Hartberg 2:0 (1:0)
05.04 18:30 SKN St. Pölten Blau-Weiß Linz 2:1 (1:0)
05.04 18:30 Austria Lustenau FC Lustenau 1:0 (1:0)
05.04 20:30 SV Grödig SV Kapfenberg 0:1 (0:1)
Ergebnis
08.04 18:30 SV Kapfenberg SCR Altach 2:2 (1:0)
09.04 18:30 TSV Hartberg SKN St. Pölten 0:0 (0:0)
09.04 18:30 FC Lustenau SV Horn 1:1 (1:0)
09.04 18:30 Vienna Austria Lustenau 0:0 (0:0)
09.04 18:30 Blau-Weiß Linz SV Grödig 0:3 (0:1)
Ergebnis
12.04 18:30 SCR Altach SV Horn 2:0 (1:0)
12.04 18:30 FC Lustenau SV Grödig 0:5 (0:2)
12.04 18:30 SV Kapfenberg Austria Lustenau 2:1 (0:0)
12.04 18:30 TSV Hartberg Blau-Weiß Linz : (:)
12.04 20:30 Vienna SKN St. Pölten 2:2 (1:0)
15.04 18:30 TSV Hartberg Blau-Weiß Linz 2:2 (0:1)