10. März 2010 21:06
Österreichs Fußball-Rekordmeister Rapid hat sich am Mittwochabend als
letztes Team erwartungsgemäß für das Viertelfinale des ÖFB-Cups
qualifiziert. Die Wiener mussten gegen den Regionalligisten FC Blau Weiss
Linz allerdings lange kämpfen, ehe der verdiente 2:1-(0:1)-Sieg
sichergestellt war. Es war der erste Erfolg für die Elf von Coach Peter
Pacult im Frühjahr nach zuvor nur zwei geholten Punkten aus vier
Bundesligaspielen.
Christopher Drazan (46.) und Nikica Jelavic (69.) schossen die Hütteldorfer
im Linzer Stadion zum ersten Frühjahrssieg, nachdem Svetozar Nikolov den in
der Regionalliga Mitte auf Rang vier liegenden Außenseiter vor der Pause
(35.) völlig überraschend und entgegen dem Spielverlauf in Führung gebracht
hatte. Steffen Hofmann und Co. tankten mit dem Aufstieg Selbstvertrauen vor
dem wichtigen Wiener Derby am Sonntag im Hanappi-Stadion gegen die im Cup am
Dienstag gegen den LASK ausgeschiedene Austria.
Die Wiener waren vor der Pause drückend überlegen und mehrmals dem
Führungstreffer nähe, die mangelnde Effizienz sowie das fehlende Glück
verhinderten aber ein Tor. Kapitän Hofmann setzte einen Kopfball an die
Stange (6.), Boskovic hatte mit einem Lattenpendler Pech (8.), dazu
zeichnete sich Linz-Goalie Wimleitner bei einem Konrad-Kopfball (20.) sowie
einer Doppelchance von Boskovic und Konrad (41.) aus. Dem noch nicht genug
rettete Linz-Abwehrspieler Koll bei einem Jelavic-Kopfball auch noch vor der
Linie (25.).
Der Regionalligist kam vor 6.500 Zuschauern nur einmal gefährlich vor das
Tor und war dabei gleich erfolgreich. Nach einem Thomas-Eder-Einwurf nahm
sich Nikolov vom 16er ein Herz und der Linksschuss des 27-jährigen Bulgaren
passte genau ins Kreuzeck (35.). Rapid-Goalie Raimund Hedl, der den Vorzug
gegenüber Helge Payer erhalten hatte, war machtlos.
Nach dem Seitenwechsel starteten die Hütteldorfer dann wie aus der Pistole
geschossen, der überragende Drazan glich schon in der 46. Minute aus. Auch
danach waren die Wiener überlegen, fanden zwar nicht mehr so viele Chancen
vor, dafür verwerteten sie im Gegensatz zu Hälfte eins noch eine. Nach einem
Ideal-Zuspiel von Hofmann sorgte Jelavic (69.) für die Entscheidung, der
Sieg war danach nicht mehr in Gefahr. Die Rapidler haben damit nach wie vor
die Chance den Cup zum 15. Mal zu gewinnen, letztmals gelang ihnen das
Kunststück 1995 durch ein 1:0 gegen den DSV Leoben.
Am Dienstag hatten sich bereits der LASK (1:0 gegen die Austria), die SV
Ried (2:0 in Dornbirn), der SK Austria Kärnten (3:2 gegen die Vienna) und SC
Magna Wiener Neustadt (3:1 beim FC Lustenau) sowie die Erstligisten FC
Trenkwalder Admira (4:2 nach Elfmeterschießen gegen Gratkorn) und SC Austria
Lustenau (1:0 bei Wacker Innsbruck) für die nächste Runde qualifiziert. Das
Topspiel SK Sturm Graz - Red Bull Salzburg (2:0) war schon am 10. Februar
über die Bühne gegangen.
Die Viertelfinal-Auslosung wird am Sonntag im Rahmen der ORF-Live-Sendung
"Sport am Sonntag" vorgenommen, die Spiele finden dann am 31. März
(Alternativtermin 30. März) statt.