02. April 2010 14:04
Österreichs Fußball-Rekordmeister Rapid Wien hat sich beim SK Austria
Kärnten erfolgreich für die Niederlage im Cup-Viertelfinale am Mittwoch
revanchiert. Die Hütteldorfer besiegten den Tabellenletzten zum Auftakt des
letzten Bundesliga-Viertels am Samstagabend im Hanappi-Stadion durch ein
Hofmann-Goldtor 1:0 und rückten in der Tabelle als Zweiter wieder bis auf
sechs Punkte an Spitzenreiter Salzburg heran.
Rapid feierte einen mühevollen Arbeitssieg. Zu Beginn hatte Rapid
Anlaufschwierigkeiten, Hannes Eder (7.) und Nikica Jelavic (12.) vergaben
jeweils per Kopf erste Möglichkeiten. Die Führung in der 27. Minute aus der
praktisch ersten nennenswerten Torchance war für die Wiener erlösend.
Christopher Trimmel setzte sich gut gegen die Kärntner Abwehr durch, Kapitän
Steffen Hofmann versenkte die Auflage per Direktabnahme aus 20 Metern im
linken Eck.
Heikkinen sieht Rot
Damit hatte Rapid die Partie zunächst im
Griff. Kärnten-Goalie Andreas Schranz verhinderte bei einem Trimmel-Kopfball
in der 38. Minute das zweite Gegentor, nur Augenblicke später vollierte
Trimmels Sturmpartner Nikica Jelavic den Ball aus kurzer Distanz über das
Tor. Den Gästen war anzumerken, dass acht Profis fehlten, auf der Bank saßen
fast ausschließlich Nachwuchsspieler. Kärnten konnte lange keinen Druck auf
das von Raimund Hedl gehütete Rapid-Tor aufbauen und beschränkte sich meist
auf eine gesicherte Defensive.
Nach der Pause wurden die Klagenfurter jedoch aktiver. Rapid war kaum
gefährlich, auf der Gegenseite hatten die Gäste aber einige hochkarätige
Möglichkeiten. Ein Schuss von Oliver Pusztai sprang in der 70. Minute von
der Latte zurück ins Feld, nur eine Minute später setzte Kärnten-Verteidiger
Marco Salvatore einen Schuss aus 20 Metern knapp neben das Tor. Die größte
Gelegenheit für Rapid vergab der eingewechselte Hamdi Salihi (79.), dessen
Schuss aufs kurze Eck fand nicht das Ziel.
Die letzten acht Minuten musste Rapid zu zehnt über die Runden bringen,
nachdem Markus Heikkinen in einem Zweikampf mit Pusztai nachgetreten hatte
und die Rote Karte sah. Das gelang den Wienern auch souverän.
SK Rapid Wien - SK Austria Kärnten 1:0 (1:0)
Wien, Hanappi-Stadion, 15.800, SR Eisner.
Tor: 1:0 (27.) Hofmann
Rapid: Hedl - Dober, Eder, Soma, Thonhofer - Hofmann, Heikkinen, Pehlivan
(60. Drazan), Boskovic - Trimmel (68. Salihi/86. Patocka), Jelavic
Kärnten: Schranz - Sollbauer, Elsner, Gramann, Salvatore - Pusztai, Wrienz -
Pucker, Hierländer, Kaufmann - Aleksic (87. Schimmel)
Rote Karte: Heikkinen (Rapid/82./Tätlichkeit)
Gelbe Karten: Hedl bzw. Salvatore
Die Besten: Hofmann, Soma, Trimmel bzw. Kaufmann, Pusztai, Salvatore
Tabelle:
1. Red Bull Salzburg 28 18 8 2 57 : 21 62
2. Rapid Wien 28 16 8 4 61 : 30 56
3. FK Austria Wien 27 15 5 7 45 : 32 50
4. Sturm Graz 28 13 9 6 43 : 25 48
5. SC Wr. Neustadt 27 10 6 11 42 : 44 36
6. SV Mattersburg 28 10 3 15 35 : 56 33
7. SV Josko Ried 28 8 8 12 31 : 31 32
8. LASK Linz 28 7 9 12 53 : 64 30
9. Kapfenberger SV Superfund 28 6 7 15 33 : 53 25
10. SK Austria Kärnten 28 2 5 21 21 : 65 11
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Die SV Ried hat sich für die 0:3-Schlappe beim LASK am vergangenen Sonntag
nicht revanchieren können. Im Derby-"Rückspiel" mussten sich die Innviertler
vor eigenem Publikum am Samstag in der 28. Runde gegen die Linzer mit einem
2:2 (2:1) zufriedengeben, holten nach drei Niederlagen in Folge aber
immerhin wieder einen Punkt.
Der erstmals von Beginn an eingesetzte 20-jährige Stürmer Markus Hammerer
(8.) und Stefan Lexa (27.) traten als Torschützen für die "Wikinger" auf,
der LASK kam dank eines Eigentors von Thomas Burgstaller (11.) und durch
Rene Aufhauser (91.) zweimal zum Ausgleich. Ried hat damit aus neun
Frühjahrsspielen lediglich fünf Punkte geholt.
Ried hatte sich die Kritik des Trainers offensichtlich zu Herzen genommen,
wirkte von Beginn an bissiger und aktiver und wurde denkbar schnell dafür
belohnt. Über Lexa, der klar im Abseits stand, kam der Ball in der achten
Minute zu Nacho und in der Folge zu LASK-Innenverteidiger Thomas Piermayr,
der aufgrund eines katastrophalen Missverständnisses mit Metz das Leder an
Hammerer verschenkte. Dieser scheiterte aus wenigen Metern erst an Cavlina,
stellte im Nachsetzen aber auf 1:0 (8.).
Der LASK konterte aber fast postwendend, auch wenn das 1:1 nach einem
Eckball auf das Konto von Ried-Verteidiger Thomas Burgstaller ging, der vor
Aufhauser hochsprang und unhaltbar einköpfelte (11.). Der LASK erhielt
dadurch aber kaum Auftrieb, Ried setzte vielmehr nach. Erst ließ Hammerer
die Latte erzittern (24.), drei Minuten später senkte sich ein Lexa-Freistoß
nach seinem Aufsetzen ohne Berührung von Freund und Feind über Cavlina zum
2:1 ins Linzer Tor (27.).
Auch nach dem Seitenwechsel gaben die Hausherren den Ton an, der LASK, für
den Pablo Chinchilla-Vega in der 29. Minute an die Stange geköpfelt hatte
und bei dem Mayrleb in der 54. Minute erfolglos Elfmeter reklamierte, wirkte
über weite Strecken etwas lethargisch. Ried, das so wie der Gegner eine
120-minütige Cup-Partie am Mittwoch in den Beinen hatte, machte Dampf und
fand die besseren Chancen vor.
Mehrmals brachten Hammerer und Lexa die Linzer Defensive in Bedrängnis. Erst
im Finish erarbeitete sich der LASK Dominanz, kam vorläufig aber nur mehr zu
einer echten Möglichkeit - Mayrleb schoss aus wenigen Metern über das Tor
(88.). Dass Rieds kurz zuvor eingewechselter Stürmer Atdhe Nuhiu in der 89.
Minute den Matchball vergab, sollte sich noch rächen: In der zweiten Minute
der Nachspielzeit schoss Aufhauser im Nachsetzen zum Ausgleich ein, zuvor
schien freilich schon der Ball von Lukas Kragl die Linie überquert zu haben.
SV Josko Ried - LASK 2:2 (2:1)
Ried, Keine Sorgen Arena, 6.500, SR Gangl
Torfolge: 1:0 ( 8.) Hammerer, 1:1 (11.) T. Burgstaller (Eigentor), 2:1 (27.)
Lexa, 2:2 (91.) Aufhauser
Ried: Gebauer - Grasegger, Stocklasa, T. Burgstaller - Brenner (73. Ziegl),
Mader, Schrammel - Lexa, Hackmair, Nacho (65. Drechsel) - Hammerer (86.
Nuhiu)
LASK: Cavlina - Bubenik (65. Panis), Piermayr (46. Hart), Chinchilla-Vega
(77. Zakany), Alunderis - Metz, Aufhauser, Majabvi, Saurer - Kragl, Mayrleb
Gelbe Karten: Brenner, Gebauer bzw. Bubenik, Metz, Aufhauser, Mayrleb,
Saurer
Die Besten: Lexa, Hammerer bzw. Saurer
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Sturm Graz ist im steirischen Derby daheim gegen Kapfenberg nur zu einem
mageren 1:1 (0:1) gekommen. Die defensivstarken Gäste gingen nach einem
schweren Sonnleitner-Patzer durch Pavlov in Führung (35.), Sturm gelang nach
der Pause nur mehr der Ausgleich durch Kienast (49.) und biss sich in der
Folge am Kapfenberger Abwehrbeton die Zähne aus. Sturm verpasste damit
wichtige Punkte im Rennen um die Top-Drei und somit um die Europacup-Plätze,
Kapfenberg baute hingegen den Vorsprung auf Schlusslicht Kärnten auf 14
Punkte aus.
Sturm-Trainer Franco Foda nutzte die Breite und Größe seines Kaders aus und
baute sein Team nach den 120 Cup-Minuten vom Dienstag gegen die Admira
gleich an vier Positionen um. So rutsche auch Kienast ins Aufgebot, der in
der 14. Minute - nach starker Kapfenberger Anfangsphase - frei stehend aus
wenigen Metern nur die Latte traf. Kapfenberg blieb weiter ein unangenehmer,
vor allem kämpferisch überzeugender Gast und verhinderte dadurch ein
Übergewicht des Favoriten.
Haarsträubende Fehler
Die Führung der Kapfenberger kam
dennoch eher aus heiterem Himmel, und resultierte vor allem aus einem
haarsträubenden Fehler in der Sturm-Abwehr. Sonnleitner gab einen
schrecklichen Rückpass ab, Pavlov holte sich den Ball, überspielte Gratzei,
zögerte mit dem Abschluss, überspielte noch einmal Gratzei und schoss dann
am auf der Linie postierten Sonnleitner vorbei ins kurze Eck (35.). Dass es
zur Pause nicht 0:2 stand, hatte Sturm Gratzei zu verdanken, denn der
Tormann parierte eine Doppelchance von Pavlov und Sencar (jeweils per Kopf,
41.) sensationell.
Foda gab seinen elf Schützlingen noch eine Chance und verzichtete in der
Pause auf Auswechslungen. Und die Sturm-Kicker bedankten sich rasch bei
ihrem Trainer. Nach Hölzl-Querpass in den Rücken der Abwehr schob Kienast
souverän ins rechte Eck ein (49.). Jene Sturm-Fans, die danach die große
Sturm-Angriffswelle erwarteten, wurden jedoch enttäuscht. Nach einem
Lamotte-Kopfball knapp neben das Tor (53.) flachte das Match wieder stark
ab. Mit den Einwechslungen von Lavric und Haas sorgte Foda im Finish noch
einmal für frischen Wind, mehr als eine elferwürdige Attacke von
Hüttenbrenner an Hölzl (82.) und ein Muratovic-Lattenschuss (89.) passierte
aber nicht mehr.
SK Sturm Graz - Kapfenberger SV Superfund 1:1 (0:1)
Graz, UPC Arena, 10.738, SR Lechner.
Torfolge: 0:1 (35.) Pavlov, 1:1 (49.) Kienast
Sturm: Gratzei - Lamotte (76. Lavric), Schildenfeld, Sonnleitner, Kandelaki
- Hölzl, Hlinka (67. Muratovic), Weber, Jantscher - Beichler (84. Haas),
Kienast
Kapfenberg: Wolf - Osoinik, Rauscher, Schönberger, Schellander - Siegl,
Hüttenbrenner, Sencar, Felfernig (66. Tieber) - Pavlov (87. Schmid), Heinz
(93. Alar)
Gelbe Karten: Hlinka, Lavric bzw. Hüttenbrenner, Schellander, Felfernig,
Sencar, Osoinik, Heinz
Die besten Spieler: Gratzei, Jantscher, Schildenfeld bzw. Pavlov, Sencar,
Heinz