05. Oktober 2012 12:04

"Nicht vedient" 

Rapids Mut in Charkiw unbelohnt

Schöttel: Vom Ergebnis enttäuscht, aber mit Entwicklung des Teams zufrieden.

Rapids Mut in Charkiw unbelohnt
© APA/ Hochmuth

Nach dem 0:2 in Charkiw und damit der zweiten Niederlage im zweiten Gruppenspiel der Fußball-Europa-League ist der Sechzehntelfinal-Aufstieg für Rapid in weite Ferne gerückt. Aber nicht nur, weil sich das Aus bereits abzeichnet, verließen die Kicker des Rekordmeisters am Donnerstag mit hängenden Köpfen das Stadion der EM 2012. 65 Minuten lang schien gegen die ukrainische "Südamerika-Auswahl" eine Überraschung in Griffweite, wie schon beim 1:2 gegen Rosenborg Trondheim stellte man sich selbst ein Bein. "Wir haben es nicht verdient, mit null Punkten dazustehen", war Trainer Peter Schöttel denn auch überzeugt.

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"Wir haben uns vorgenommen, das Spiel mit viel Freude und Mut zu bestreiten, und wir wollten zeigen, dass wir auf diesem Niveau mithalten können", erklärte der 45-Jährige nach dem sechsten und bis dato wohl bedeutendsten Europacupspiel seiner Trainerkarriere. Die bitteren Charkiw-Gastspiele der Wiener Austria und Salzburgs in der Vorsaison (jeweils 1:4) jedenfalls schienen vergessen, als Grün-Weiß schon in der Frühphase der Partie mehrere Chancen auf die Führung vorfand und ein Kopfball von Christopher Trimmel an die Stange ging (20.).

Während Trimmel in dieser Situation Fortune fehlte, mussten andere wie Kapitän Steffen Hofmann, der mit schön angetragenen Freistößen mehrmals die Verwundbarkeit der Charkiw-Defensive offenlegte, Deni Alar oder Guido Burgstaller in punkto Chancenauswertung mit sich selbst hadern. "Ich hätte nicht gedacht, dass wir zu so vielen Möglichkeiten kommen. Aber wenn du fünf, sechs hochkarätige Chancen hast, dann musst du die eine oder andere verwerten", stellte Schöttel nüchtern fest. "Da hatten wir Pech, vielleicht hat auch die Entschlossenheit gefehlt."

Mühsame Diskussion
Mario Sonnleitner fand es "mühsam, darüber zu diskutieren. War es Glück, Pech, oder ist es Qualität?", fragte der Steirer, während wenige Meter daneben Metalist-Präsident und Oligarch Alexander Jaroslawski Autogramme schrieb. Dass man ausgerechnet gegen einen spielerisch so starken Gegner in dessen eigenen Stadion durch einen Kopfball nach Freistoß in Rückstand geriet, wurmte Sonnleitner ebenso wie Schöttel. "Das ist auf diesem Niveau nicht tragbar", meinte der Verteidiger, "schade und ärgerlich, dass wir durch eine Standardsituation auf die Verliererstraße gekommen sind", kommentierte der Trainer.

Schöttel jedenfalls durfte sich auf die Fahnen heften, das Team auf einen starken Gegner gut eingestellt zu haben. "Es ist uns gelungen, dass wir sie lange Zeit nicht so zur Entfaltung kommen haben lassen, wie wir sie schon gesehen haben", betonte er und sah den kontrolliert-offensiven Ansatz seiner Elf, den er schon im Vorfeld angekündigt hatte, bestätigt. "Die Überlegung war, dass es nicht reichen wird, hinten drinzustehen und zu verteidigen. Deswegen haben wir auch Ildiz drin gehabt, da hätten wir ja auch Kulovits bringen können. Wir haben versucht, es spielerisch zu lösen. Ich denke, dass war recht mutig von uns, und wir wären beinahe belohnt worden." Auch der ungewohnte Einsatz von Thomas Prager im rechten Mittelfeld, wo der Brasilianer Taison zu wirbeln pflegt (Schöttel: "Er war mit seiner Schnelligkeit sehr, sehr unangenehm") erwies sich als adäquates taktisches Manöver.

Zu wenig Punkte
Die magere Punkteausbeute ärgerte nicht zuletzt den Leitwolf der Hütteldorfer. "Wir hätten eigentlich deutlich mehr Punkte machen können und müssen. Leider belohnen wir uns nicht. Das ist sehr enttäuschend für uns", befand Hofmann, er setzt auf einen weiteren Reifeprozess: "Wir können aus diesem Spiel sehr viel Positives mitnehmen. Für die Zukunft ist das für eine so junge Mannschaft sehr wichtig."

Schöttel schlug in dieselbe Kerbe. "Ich habe den Spielern zu ihrer Leistung gratuliert. Sie merken selbst, dass eine Entwicklung da ist, dass etwas weitergeht. Das ist für die jungen Spieler eine tolle Erfahrung. Wir sind auf einem guten Weg. Ich war wirklich positiv überrascht." Weniger erfreut zeigte er sich vom Frustfoul Burgstallers in der Nachspielzeit, das dem Kärntner eine Rote Karte einbrachte: "Er kann halt nicht verlieren. Die Reaktion war überzogen, jetzt er fehlt uns, weil er ein sehr wichtiger Spieler ist."

Massiver Druck
Tatsache ist, dass Rapid im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen, das am 25. Oktober nach dem Geisterspiel gegen Rosenborg wieder vor gefüllten Rängen im Prater über die Bühne gehen wird, schon massiv unter Druck steht. "Wir sind mit dem Rücken zur Wand, aber ich freue mich endlich auf ein volles Happel-Stadion", sagte Sonnleitner, "jedes Spiel ist eine Entwicklungsphase und vielleicht ist noch etwas drinnen."


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2 Postings
redhead meint am 05.10.2012 14:50:53 ANTWORTEN >
was soll das nachtrauern und gejammere. der österreichische fussball ist zu langsam. man hat gesehen was unsere legionäre gegen deutschland machen, die laufen, weil sie es in der deutschen liga gewohnt sind und dort auch müssen. bei uns ist jeder der mal 2 tore in einem match schiesst sofort ein star. und eines muss man auch sagen, mit geld kann ich gute kicker kaufen (auch wenn sie nicht mehr allererste sahne sind). Laufen und ballbeherrschung und vielleicht ein bischen intelligenz sind die grundbeherrschung eines guten fussballers - und happerts kräftig in den ersten beiden liegen.
bucaka meint am 05.10.2012 12:30:05 ANTWORTEN >
Diese Jungs müssen zusammen gehalten werden ,da wird was draus.Mit mehr Internationale Erfahrung würde Rapid 6 Punkte am Konto haben.
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1. Austria Wien 35 84:28 82
2. Red Bull Salzburg 35 88:39 74
3. Rapid Wien 35 54:39 54
4. Sturm Graz 35 49:53 48
5. Wolfsberg 35 51:53 47
6. SV Ried 35 60:56 46
7. SV Mattersburg 35 36:66 35
8. SC Wr. Neustadt 35 29:60 33
9. FC Wacker Innsbruck 35 38:73 33
10. FC Admira 35 46:68 32
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21.07 16:00 Sturm Graz Red Bull Salzburg 0:2 (0:2)
21.07 18:30 Rapid Wien FC Wacker Innsbruck 4:0 (2:0)
21.07 18:30 SV Mattersburg SC Wr. Neustadt 2:0 (1:0)
21.07 18:30 Wolfsberg Austria Wien : (:)
22.07 16:00 FC Admira SV Ried 0:2 (0:2)
25.07 18:30 Wolfsberg Austria Wien 0:1 (0:0)
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28.07 18:30 SC Wr. Neustadt Rapid Wien 0:1 (0:0)
28.07 18:30 Red Bull Salzburg SV Mattersburg 3:2 (2:1)
28.07 18:30 Austria Wien Sturm Graz 0:1 (0:1)
29.07 16:00 FC Wacker Innsbruck FC Admira 1:2 (1:1)
29.07 18:30 SV Ried Wolfsberg 0:2 (0:0)
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04.08 18:30 SV Mattersburg Sturm Graz 3:1 (0:1)
04.08 18:30 Wolfsberg Red Bull Salzburg 0:2 (0:1)
05.08 16:00 SV Ried FC Wacker Innsbruck 2:0 (0:0)
05.08 16:00 Rapid Wien Austria Wien 0:3 (0:1)
05.08 18:30 FC Admira SC Wr. Neustadt 4:0 (2:0)
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11.08 18:30 Sturm Graz Wolfsberg 4:1 (4:1)
11.08 18:30 FC Wacker Innsbruck SV Mattersburg 2:1 (0:1)
12.08 16:00 SC Wr. Neustadt SV Ried 2:3 (1:1)
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Ergebnis
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25.08 18:30 Red Bull Salzburg SC Wr. Neustadt 1:1 (1:1)
25.08 18:30 Austria Wien FC Wacker Innsbruck 2:0 (1:0)
25.08 18:30 SV Mattersburg SV Ried 2:1 (2:0)
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01.03 18:30 TSV Hartberg Vienna 0:2 (0:1)
01.03 18:30 SKN St. Pölten SV Kapfenberg 1:7 (1:5)
01.03 18:30 SV Grödig SV Horn : (:)
01.03 18:30 Blau-Weiß Linz FC Lustenau 1:1 (0:1)
01.03 20:30 Austria Lustenau SCR Altach 2:2 (1:2)
29.03 18:30 SV Grödig SV Horn 2:1 (1:0)
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08.03 18:30 FC Lustenau TSV Hartberg 1:0 (0:0)
08.03 18:30 SCR Altach SKN St. Pölten 2:1 (1:1)
08.03 18:30 SV Kapfenberg Blau-Weiß Linz 1:0 (0:0)
08.03 18:30 Vienna SV Grödig 1:2 (0:1)
08.03 20:30 SV Horn Austria Lustenau 5:0 (2:0)
Ergebnis
11.03 18:30 TSV Hartberg SV Kapfenberg 1:3 (1:1)
12.03 18:30 SKN St. Pölten SV Horn 1:1 (1:1)
12.03 18:30 Vienna FC Lustenau 1:0 (1:0)
12.03 18:30 Austria Lustenau SV Grödig 1:2 (0:1)
12.03 18:30 Blau-Weiß Linz SCR Altach 1:1 (0:1)
Ergebnis
15.03 18:30 SV Horn Blau-Weiß Linz 2:0 (0:0)
15.03 18:30 SCR Altach FC Lustenau 0:0 (0:0)
15.03 18:30 SV Kapfenberg Vienna 3:0 (1:0)
15.03 18:30 SV Grödig TSV Hartberg 3:0 (1:0)
15.03 20:30 Austria Lustenau SKN St. Pölten 2:2 (2:2)
Ergebnis
01.04 18:30 SKN St. Pölten SV Grödig 1:2 (1:0)
02.04 18:30 TSV Hartberg SV Horn : (:)
02.04 18:30 FC Lustenau SV Kapfenberg 1:3 (1:3)
02.04 18:30 Vienna SCR Altach 3:0 (2:0)
02.04 18:30 Blau-Weiß Linz Austria Lustenau 3:0 (3:0)
06.05 18:30 TSV Hartberg SV Horn 0:3 (0:2)
Ergebnis
05.04 18:30 SV Horn Vienna 2:3 (0:1)
05.04 18:30 SCR Altach TSV Hartberg 2:0 (1:0)
05.04 18:30 SKN St. Pölten Blau-Weiß Linz 2:1 (1:0)
05.04 18:30 Austria Lustenau FC Lustenau 1:0 (1:0)
05.04 20:30 SV Grödig SV Kapfenberg 0:1 (0:1)
Ergebnis
08.04 18:30 SV Kapfenberg SCR Altach 2:2 (1:0)
09.04 18:30 TSV Hartberg SKN St. Pölten 0:0 (0:0)
09.04 18:30 FC Lustenau SV Horn 1:1 (1:0)
09.04 18:30 Vienna Austria Lustenau 0:0 (0:0)
09.04 18:30 Blau-Weiß Linz SV Grödig 0:3 (0:1)
Ergebnis
12.04 18:30 SCR Altach SV Horn 2:0 (1:0)
12.04 18:30 FC Lustenau SV Grödig 0:5 (0:2)
12.04 18:30 SV Kapfenberg Austria Lustenau 2:1 (0:0)
12.04 18:30 TSV Hartberg Blau-Weiß Linz : (:)
12.04 20:30 Vienna SKN St. Pölten 2:2 (1:0)
15.04 18:30 TSV Hartberg Blau-Weiß Linz 2:2 (0:1)