16. März 2010 18:52
Alle fragen sich: Wie kann ein Ex-Rapidler beim Wiener Derby
Schiri-Assistent sein – und warum muss das Schiedsrichter-Team überhaupt aus
Wien kommen?
Liga-Chef Georg Pangl (44) spricht Klartext und gibt ganz offen zu: „Mehr
Sensibilität wäre künftig nicht schlecht...“
Das nächste Derby pfeift ganz sicher kein Wiener
ÖSTERREICH
erfuhr: Die skandalöse Besetzung hat ein Nachspiel! Und: Beim nächsten Match
zwischen Rapid und Austria pfeift ganz sicher kein Wiener!
Noch immer reden alle über jene Szene, die das Traditionsderby entschied:
Schiedsrichter-Assistent Alain Hoxha (36) zeigte ein Elferfoul an, nachdem
der Rapidler Mario Konrad (27) vom Austrianer Jacek Bak (36) attackiert
worden war. Referee Gerhard Grobelnik (34), so wie Hoxha Wiener, zeigte nach
Rücksprache mit dem Assistenten prompt auf den Punkt!
Pangl: „Ich schweige, weil ich ein Gentleman bin...“
Nun
kam heraus: Hoxha spielte von der U 14 bis zur U 18 bei Rapid – als Libero
und im defensiven Mittelfeld. Schiefe Optik, Herr Hoxha? Der Controller in
einer Bank schmettert die heftige Kritik zurück und sagt: „Für mich zählt
nur: Foul oder nicht Foul? Und für mich hat Grün-Weiß gegen Violett
gespielt, nicht Rapid – Austria...“
Liga-Chef Pangl meint: „Es ist kein Skandal, dass Hoxha vor langer Zeit bei
Rapid gespielt hat. Jeder hat eine Vergangenheit. Doch zu der Entscheidung
von ihm: Ich schweige lieber, weil ich ein Gentleman bin...“ Das sagt alles.
Die Aufregung versteht der Liga-Vorstand. Pangl: „Über diesen Elfmeter für
Rapid wäre auf jeden Fall diskutiert worden – egal, ob der Schiri-Assistent
jetzt aus Wien, Linz, Graz oder Salzburg kommt.“
Neue Vorwürfe gegen den Schiri-Assistenten Hoxha
Und damit
nicht genug: Alain Hoxha soll auch noch herzlich gelacht haben, als der
Austrianer Mamadou Diabang (31) den Ball aus kurzer Distanz nicht
reinbrachte. Hoxha: „Blödsinn. Meine Mimik ist da falsch rüber gekommen.“
Auch ÖFB-Schiri-Manager Fritz Stuchlik (44) meint: „Alles böse
Unterstellungen.“
Aber für Hoxha war‘s das letzte Wiener Derby!
"Das ist doch nur eine böse Unterstellung"
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ÖSTERREICH: Herr Stuchlik, Sie sind Schiri-Manager des
ÖFB, haben selbst 17 Wiener Derbys gepfiffen – war Alain Hoxha zum
letzten Mal bei Rapid gegen Austria auf der Linie? Fritz
Stuchlik: Wie die Besetzung in Zukunft ausschaut, kann ich nicht
sagen. Aber Hoxha hat kein Brandmal – das ist sicher! ÖSTERREICH:
Hoxha hat lange bei Rapid gespielt – viele meinen, dass es ein
Skandal sei, wenn so ein Mann ausgerechnet beim Derby als
Schiri-Assistent zum Einsatz komme... Stuchlik: Das
sind doch böse Unterstellungen. Er ist bei mir auch oft an der Linie
gewesen und hat korrekt gehandelt. Kein Schiri macht gerne Fehler,
weil er dann in der Öffentlichkeit als Volltrottel dasteht. ÖSTERREICH:
Warum überhaupt ein Wiener Schiedsrichter-Team bei Rapid gegen
Austria? Stuchlik: LASK gegen Ried wird auch oft von
einem oberösterreichischen Schiri geleitet – und Sturm – Kapfenberg
von einem Steirer. ÖSTERREICH: Hätten Sie bei der
Attacke von Bak gegen Konrad ebenfalls auf Elfer entschieden? Stuchlik:
Wenn mir das mein Assistent auch so angezeigt hätte – Ja! ÖSTERREICH:
Pfeift beim nächsten Derby wieder ein Wiener? Stuchlik:
Das ist offen – auch deshalb, weil es nur zwei Schiri-Teams aus Wien
gibt.
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