Monaco gegen ManCity

Pep muss zittern

Monaco gegen ManCity

Der Tiger will es für AS Monaco richten. Vor dem Rückspiel des Champions-League-Achtelfinales gegen Manchester City am Mittwoch (20.45 Uhr/live ORF eins) laufen die Monegassen einem 3:5-Rückstand hinterher. Die junge Monaco-Elf anführen soll Radamel Falcao. Der kolumbianische Angreifer mit ausgeprägtem Torriecher markierte bereits in Manchester zwei Treffer, vergab jedoch auch vom Elferpunkt.

Im zweiten Duell des letzten Achtelfinale-Spieltags ist eine Vorentscheidung gefallen. Bayer Leverkusen hat nach einer 2:4-Heimniederlage gegen Atletico keine realistische Chance auf den Aufstieg. Die Deutschen brachen auch wenig zuversichtlich nach Madrid auf. Sechs Akteure fehlen verletzungsbedingt, Aleksandar Dragovic und Julian Baumgartlinger wurden deshalb in der Start-Elf erwartet.

"In der Champions League kann ein Fehler fatal sein. Deshalb müssen wir den Mangel an Erfahrung durch erhöhte Konzentration ausgleichen", sagte Falcao vor dem Wiedersehen mit ManCity. In einem Offensivspektakel stand der Tabellenführer der französischen Ligue 1 vor drei Wochen vor einer Überraschung. Die Engländer wandelten ein 2:3 im Finish aber noch in einen Sieg um. Monacos Abwehr offenbarte dabei wie jene des Gegners Schwächen.

Falcao vergab vom Elferpunkt die Möglichkeit auf das 3:1. Untypisch für "El Tigre", der es in dieser Saison schon auf 16 Ligatore und sechs in der Champions League gebracht hat. Der 31-Jährige scheint bei Monaco wieder aufzublühen, nachdem er den Club im Herbst 2014 Richtung Manchester verlassen hatte. Bei United kam er auch verletzungsbedingt ebenso wie später bei Chelsea aber nicht auf Touren.

"Diese Saison bin ich gesetzt. Alle im Club geben mir das Gefühl, wichtig zu sein", erklärte Falcao dieser Tage. "Mit Vertrauen kommt alles von alleine. Ich denke nicht, dass man das Fußballspielen verlernt. Und man verlernt auch nicht, Tore zu erzielen."

Neben Falcao soll auch Kylian Mbappe wieder zum Albtraum für City werden. Der 18-jährige Franzose steht dick angestrichen in den Notizbüchern einige Premier-League-Vertreter. In der Offensive top - wie 84 Tore in 29 Ligaspielen dieser Saison belegen - wird Monaco aber auch in der Defensive gefordert sein. Dort fehlt mit dem Polen Kamil Glick ein wichtiger Mann aufgrund einer Sperre.

Erwartet werden darf im Stade Louis II jedenfalls eine Partie, die an das Hinspiel anschließen könnte. City reiste nämlich ebenfalls mit einem Ziel ins Fürstentum an der Cote d'Azur: Den Vorsprung nur verteidigen wollen die Himmelblauen um Star-Coach Pep Guardiola nicht. "Wir werden wieder attackieren, werden Chancen kreieren und Tore schießen", kündigte Torhüter Willy Caballero an. Nicht ganz uneigennützig ergänzte er: "Am wichtigsten wird aber sein, dass wir besser verteidigen wie im Hinspiel."

Leverkusen hat aus statistischer Sicht keine Chance auf ein Weiterkommen. Noch nie in der Geschichte der Champions League ist eine Mannschaft nach einer Heimniederlage mit zwei Toren Unterschied weitergekommen. Leverkusen ist in den vergangenen sechs K.o.-Vergleichen gegen spanische Mannschaften auch stets ausgeschieden und hat die vergangenen drei Spiele in Spanien allesamt verloren.

Der Antritt beim Vorjahresfinalisten im Vicente Calderon verkommt für den Bundesligisten fast schon zur lästigen Pflicht. "Es wäre besser, wenn der Trainer eine komplette Trainingswoche hätte", meinte Geschäftsführer Michael Schade vor dem Abflug. Immerhin verbreitete Neo-Trainer Tayfun Korkut Zuversicht. "Wir werden bis zum Ende kämpfen", betonte der Nachfolger von Roger Schmidt.

Den Rheinländern fehlen in den verletzten Ömer Toprak und Jonathan Tah sowie dem gesperrten Benjamin Henrichs drei der vier Spieler aus der etatmäßigen Abwehrkette. Dazu kommen Kapitän Lars Bender, Routinier Stefan Kießling und der 17-jährige Kai Havertz. Letzterer hat laut Korkut "unverschiebbare Klausuren".

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