'Komische Stimmung' in Salzburg-Kabine

Europa League

'Komische Stimmung' in Salzburg-Kabine

Red Bull Salzburg bleibt in der Fußball-Europa-League auf Aufstiegskurs. Das Fixticket für die K.-o.-Runde konnten die "Bullen" am Donnerstagabend aber noch nicht lösen, dazu fehlte beim 0:0 gegen die defensiv eingestellte Truppe von Konyaspor die offensive Durchschlagskraft. "Wir hätten uns heute drei Punkte nicht verdient", stellte Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund klar.

Tormann Cican Stankovic, selbst kaum gefordert, brachte die Gefühlslage der Salzburger wohl auf den Punkt. "Im Endeffekt können wir mit dem Zähler leben, aber eigentlich wollten wir das Spiel gewinnen", sagte der Schlussmann, der, wie mit Trainer Marco Rose vereinbart, bis zur Länderspielpause den Vorzug gegenüber Alexander Walke erhält.

Zum Gewinnen fehlte den Hausherren aber offensive Durchschlagskraft, da half auch die spielerische Dominanz nichts. "Wir waren mit dem Ball unter dem Strich zu inaktiv. In der zweiten Hälfte waren wir dominanter, aber im letzten Drittel hatten wir zu wenig Genauigkeit und haben zu wenig Torchancen kreiert", betonte Rose. "Wir waren nicht so giftig und überzeugend. Nach vorne wurde das Spiel zu sehr verschleppt", analysierte Freund.

Wolf zeigt sich enttäuscht
Youngster Hannes Wolf zeigte sich etwas enttäuscht. "Wir waren klar die bessere Mannschaft. Der Gegner war hauptsächlich auf die Defensive bedacht", beschrieb er die Spielcharakteristik aus seiner Sicht. Dass man trotz Überlegenheit im 26. Saisonpflichtspiel zum erst vierten Mal ohne Tor blieb, habe in der Kabine für eine "komische Stimmung" gesorgt, berichtete der 18-Jährige. Rose wiederum versprach: "Wir werden daran arbeiten, dass wir zukünftig mehr Tore schießen."

Immerhin blieb der heimische Ligakrösus aber einmal mehr ohne Gegentor, ließ gegen die Türken kaum nennenswerte Chancen zu. "Die Defensive war sehr gut", lobte Freund. Trainer Rose ist es ganz offensichtlich gelungen, einen äußerst stabilen Abwehrverbund zu formen. Nur ein Gegentor hat man in der Gruppenphase bisher kassiert - eine Bilanz, die ansonsten nur der FC Kopenhagen in Gruppe F vorweisen kann.

In Gruppe I spricht jedenfalls weiterhin viel für die Salzburger, die am 23. November neuerlich in Wals-Siezenheim mit einem Sieg gegen Guimaraes alles entscheiden können. "Die Ausgangsposition ist nach wie vor gut", stellte Freund fest. In Sicherheit wiegen darf man sich nach dem 1:0-Erfolg der Portugiesen über Olympique Marseille freilich nicht. "Die Gruppe ist relativ eng", gab auch Rose zu. Mit einem Ausrutscher gegen Guimaraes wäre das Rennen wieder weit offen, dann droht ein "Finale" am 7. Dezember ausgerechnet in Marseille.

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