Auf Tribüne: Kein Platz mehr für Hofmann

Bittere Pille

Auf Tribüne: Kein Platz mehr für Hofmann

Mit den Last-Minute-Verpflichtungen Veton Berisha und Thanos Petsos sehen sich die Bosse des SK Rapid bestens für die weitere Saison gewappnet. "Ich freue mich jetzt, dass die Mannschaft steht und wir mit ihr in die Zukunft gehen", fasste Sportmanager Fredy Bickel einen intensiven Transfer-Sommer zusammen.

Jener hat für Steffen Hofmann, der am Samstag seinen 37. Geburtstag, feierte, jedoch handfeste Konsequenzen. Für den grün-weißen Rekordmann und Fanliebling ist kein Platz mehr. Rapid hat nach den Regeln des Österreicher-Topfs schlicht und einfach zu viele Ausländer (8) im Kader stehen.

Zur Erinnerung: Nur sechs Legionäre sind auf dem Spielbericht erlaubt. Andernfalls kassiert man keine Liga-Förderung. Die Neuen Petsos, Berisha sowie Lucas Galvao sind ebenso gesetzt wie Joelinton und Boli Bolingoli-Mbombo. In Salzburg erhält mit Giorgi Kvilitaia ein Wackelkandidat den Vorzug. "Steff" sitzt am Sonntag nur auf der Tribüne

Mehr Talente-Manager als Spieler

"Wir haben die Konstellation natürlich in unseren Kaderplanungen diskutiert. Bei uns stehen acht Ausländer unter Vertrag - das ist absolutes Maximum", betont Bickel: "Wir gehen davon aus, dass Ivan Mocinic länger fehlt. Trotzdem: Wenn die anderen sieben fit sind, trifft es einen. Diesmal war es Steffen."

Blickt man auf die Einsatz-Statistik von Hofmann, drängt sich die Prognose auf, dass ihm jenes Schicksal künftig öfter droht: Nur 151 Minuten sammelte der 37-Jährige in der aktuellen Bundesliga-Saison, durfte in vier von sechs Partien gar nicht ran. Nach fast 15 Jahren bei Rapid, in denen er Dreh- und Angelpunkt war, geht seine Karriere langsam zu Ende.

Als er sich im Sommer dazu entschied, noch eine Saison dran zu hängen, hat er sich das wohl anders vorgestellt. So wächst Hofmann früher als erhofft in die Position des Talente-Managers. Bickel betont beim ORF: "Steffen wusste, bevor er unterschrieben hat, dass er nicht mehr immer erste Wahl sein wird, auch mal nicht im Kader stehen könnte."

Ärger gibt es deshalb bei Rapid keineswegs. Denn: "Steffen weiß, wie wichtig er für die Mannschaft unter der Woche ist. Je nach Taktik wird es das nächste Mal vielleicht einen anderen Spieler erwischen."

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