Doppelte Doppelpacks bei LASK-Sieg

Bundesliga

Doppelte Doppelpacks bei LASK-Sieg

Nach dem Fußball-Bundesliga-Schlager Sturm gegen Rapid hat am Samstagabend auch das Duell der Admira mit dem Wolfsberger AC ein torloses Remis gebracht. Die Niederösterreicher fielen damit auf Platz sechs zurück, die achtplatzierten Kärntner liegen nach ihrem erst zweiten Auswärtszähler in dieser Saison zehn Punkte vor dem Schlusslicht St. Pölten, das am Sonntag Meister Salzburg zu Gast hat.

Die Admira bestimmte vor nur 1.558 Zuschauern in der BFSZ-Arena in Maria Enzersdorf über weite Strecken das Spiel, scheiterte aber entweder am eigenen Unvermögen oder an WAC-Schlussmann Alexander Kofler. Vor allem der quirlige Marin Jakolis sorgte immer wieder für Gefahr (8./drüber, 29./Kofler-Abwehr, 33.).

Nach 35 Minuten erwachte dann erstmals kurzzeitig der WAC und hatte zwei Topchancen: Zunächst prüfte Ex-Admira-Stürmer Issiaka Ouedraogo Tormann Andreas Leitner, der mit einem Reflex das 0:1 verhinderte (36.). Nur eine Minute später stürmte dann Mihret Topcagic alleine aufs Gehäuse der Südstädter und fand ebenfalls in Leitner seinen Meister.

Nach dem Wechsel waren Topchancen Mangelware, allerdings wurde der Admira ein klarer Foulelfmeter vorenthalten: Nemanja Rnic rempelte im Strafraum mittels "Bodycheck" Admira-Stürmer Lukas Grozurek um, doch die Pfeife von Schiedsrichter Gerhard Grobelnik blieb stumm (58.) - ebenso sechs Minuten später, als Thomas Zündel Admira-Linksverteidiger Thomas Ebner im Sechzehner zur Fall brachte.

Im Finish vergab der erst in der 82. Minute eingewechselte Dever Orgill gleich zwei Hundertprozentige für die Gäste: Zunächst schoss der Jamaikaner knapp am Tor vorbei, ehe er nur wenige Sekunden später im Duell mit Leitner den Kürzeren zog (88.).

So blieb es beim 0:0. Damit stoppte der WAC, der die jüngsten drei Pflichtspiele allesamt verloren hatte, wenigstens seine Negativserie, ist aber nun schon acht Liga-Partien sieglos. Für die Admira war es das erste torlose Remis in dieser Saison.

LASK gewinnt gegen Altach
Trotz Personalengpass hat der LASK in der 14. Runde der Fußball-Bundesliga am Samstag einen 4:2-(1:1)-Auswärtserfolg in Altach gefeiert. Einen frühen 0:1-Rückstand machten Mergim Berisha mit seinen ersten Bundesligatoren (45., 52.) und Thomas Goiginger (68., 74.) mehr als wett und sorgten zwei Wochen nach dem 1:0 in St. Pölten für den zweiten Auswärtssieg des Aufsteigers in dieser Saison.

Treffer von Christian Gebauer zum 1:0 (13.) und von Hannes Aigner zum 2:2 (59./70. Bundesligator) konnten Altachs zweite Niederlage in Folge nicht verhindern, anstelle die Linzer in der Tabelle zu überholen, verharrt man auf Rang sieben. Der LASK stieß mit 20 Punkten auf Rang vier vor, konnte am Sonntag aber von der Austria (19) überholt werden.

Der LASK, der neuerlich mit defensiver Viererkette auftauchte, machte seine Sache von Beginn an gut. Altach fand gegen die aggressive Spielweise der Gäste vorerst keine Antwort, erst ein Fersler von Routinier Hannes Aigner im Mittelfeld brachte den Durchbruch. Mathias Honsak scheiterte im Konter zwar an Pavao Pervan, lieferte damit aber den Assist für "Abstauber" Gebauer.

Die Gäste lieferten den Vorarlbergern weiter ein offenes und flottes, aber lange Zeit chancenarmes Duell. Ein Schuss von LASK-Verteidiger Emanuel Pogatetz aus gut acht Metern, den Martin Kobras parierte (25.), sowie Kopfbälle Aigners (Pervan hielt/35.) und von LASK-Stürmer Rene Gartler (Kobras parierte/38.) schienen vor der Pause die einzigen Möglichkeiten zu bleiben. Dann aber kam die 45. Minute und Berisha: Altach-Kapitän Philipp Netzer konnte eine Flanke von Maximilian Ullmann nur vor die Füße des 19-jährigen Stürmers klären, der aus wenigen Metern einschoss.

Die Gäste waren sichtlich in Fahrt gekommen, hätten vor der Pause fast noch nachgelegt, Kobras gegen Goiginger und ein knapper Fehlschuss von Reinhold Ranftl standen der LASK-Führung aber noch entgegen. Bald nach Wiederbeginn gelang Berisha nach Goiginger-Assist dann doch das 2:1, der LASK hatte die Partie gedreht. Zumindest für sieben Minuten. Dann nämlich war Aigner mit einem unwiderstehlichen Schuss aus der Drehung und dem 2:2 zur Stelle.

Damit war die Fußballmesse in der Cashpoint Arena aber noch nicht gelesen. Denn just in einer Phase, in der die Hausherren wieder zu erstarken schienen, fand eine Hereingabe von Doppeltorschütze Berisha den Fuß Goigingers, der infolge einer nicht perfekten Kobras-Abwehr aus Kurzdistanz einschoss. Wenige Minuten später jubelte der 24-Jährige neuerlich, aus spitzem Winkel düpierte er Kobras mit einem Schuss aufs kurze Eck.

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