Geldstrafe: Rapid & Austria mit Protest

Derby-Krawalle

Geldstrafe: Rapid & Austria mit Protest

Der Strafsenat der Österreichischen Fußball-Bundesliga hat am Dienstag wegen der Vorfälle beim jüngsten Wiener Derby am 12. Februar zwischen Austria und Rapid (1:1) hohe Geldstrafen verhängt. "Wegen Verletzung der Veranstaltungsbestimmungen und missbräuchlicher Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen" muss die Austria 20.000 Euro bezahlen, Rapid als Gastverein sogar 35.000 Euro.

Bei dem Spiel waren vier Personen vorläufig festgenommen worden. Zudem hatte es aufgrund von Auseinandersetzungen auch fünf Verletzte gegeben. Vor dem Match, das vor 15.577 Zuschauern im Ernst Happel Stadion stattfand, hatte es Krawalle zwischen rivalisierenden Fangruppen der beiden Erzrivalen gegeben.

Während der Partie waren die Anhänger der Teams dann durch massiven Einsatz von pyrotechnischen Gegenständen aufgefallen, weshalb zahlreiche Übertretungen nach dem Pyrotechnikgesetz zur Anzeige gebracht wurden.

Austria kündigt Protest an ...

Die Austria kündigte am Dienstagnachmittag Einspruch gegen das Urteil an. "Da uns das Strafausmaß zu hoch erscheint, werden wir fristgerecht Protest einlegen", betonte AG-Vorstand Markus Kraetschmer, der die Vorfälle "auf das Schärfste" verurteilte. "Die Möglichkeiten als Veranstalter sind jedoch durch gesetzliche Rahmenbedingungen eingeschränkt."

Gleichzeitig kündigte Kraetschmer an, "gegen die Verursacher und alle Beteiligten alle uns möglichen Schritte einzuleiten". Man stehe in Kontakt mit der Exekutive und dem Sicherheitsdienst: "Diese Auswertungen laufen noch."

... und Rapid zieht nach

Auch Rapid wird Protest einlegen. "Dies vor allem aufgrund der exorbitanten Höhe der Strafe, die sich in Dimensionen bewegt, wie sie üblicherweise nur in UEFA-Bewerben oder der höchsten Spielklasse unseres Nachbarlandes Deutschland ausgesprochen werden", wurde Christoph Peschek, Geschäftsführer Wirtschaft der SK Rapid GmbH, in einer Aussendung am Dienstag zitiert.

Peschek verurteilte "explizit die gefährlichen und unverantwortlichen Böllerwürfe, die zu einem beträchtlichen Teil auch für diese Strafe verantwortlich sind, ebenso wie jegliche Form von Gewalt".

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