Mattersburg tobt & wittert Schiri-Verschwörung

Rapid-Hand-Tor

Mattersburg tobt & wittert Schiri-Verschwörung

Während sich Rapid langsam aber sicher wieder nach vorne orientieren kann, bleibt Mattersburg nach der unglücklichen Niederlage gegen den Rekordmeister auf Tabellenplatz neun. Die Burgenländer waren nach dem 0:1 natürlich schwer enttäuscht. Teilweise reagierten die Verantwortlichen fassungslos und wütend.

"Es ist schade, dass man so ein klares Handspiel nicht sieht. Deswegen ist der Schiedsrichter doch da. Im Endeffekt verlieren wir wegen eines irregulären Tores", empörte sich SVM-Trainer Gerald Baumgartner bei "Sky"

In Minute 29 erzielte Stefan Schwab das Goldtor für Rapid, allerdings war dem Rapid-Kapitän der Ball dabei aus kurzer Distanz an die Hand geschossen worden. Schwab zur entscheidenden Spielszene: "Wir können natürlich darüber streiten, aber es ist schnell gegangen und war schwer für den Schiedsrichter zu entscheiden. Es war keine Absicht. Es gab keine Bewegung von der Hand zum Ball."

Mattersburgs Jano hatte dem Mittelfeldspieler den Ball aus kurzer Distanz an die Hand geschossen, von der das Spielgerät ins Tor kullerte - für Mattersburg-Trainer Gerald Baumgartner ein irregulärer Treffer. "Es war ein so klares Hands-Tor, dass es jeder gesehen hat", schimpfte der Salzburger. Wenige Minuten nach der umstrittenen Szene wurde der Coach von Schiedsrichter Manuel Schüttengruber auf die Tribüne geschickt, weil er sich über die Aberkennung eines SVM-Tores wegen Abseits aufregte.

Insgesamt drei Mattersburger Tore wurden aufgrund von Abseitsstellungen nicht gegeben, und jedes Mal lag Schüttengruber richtig. Auch bei seiner Entscheidung, das Rapid-Tor anzuerkennen, wähnte sich der Unparteiische im Recht. "Beim Handspiel ist einmal ganz oben als Überschrift 'Absicht'. Es kann sich hier jeder selbst seine Meinung bilden, ob dieses Handspiel absichtlich ist oder nicht, für mich nicht. Somit ist es nicht strafbar", sagte der Oberösterreicher auf "Sky".

Kuster wittert Verschwörung
SVM-Tormann Markus Kuster konnte mit der Argumentation herzlich wenig anfangen. "Es ist zwar nicht absichtlich, aber ein klares Handspiel. Wenn er den Ball nicht berührt, ist es kein Tor", so der 24-Jährige. Der Goalie wittert langsam eine Verschwörung gegen die Burgenländer. "Wir werden jede Woche von den Schiedsrichtern benachteiligt – keine Ahnung warum. Vielleicht, weil wir ein kleiner Verein sind. Das muss einmal aufhören."

Rapid-Trainer Goran Djuricin gab sich diplomatisch. "Es war ein glückliches Tor für uns. Ob es irregulär war, weiß ich nicht, ich kenne die Regel nicht so genau", meinte der Wiener und gab zu: "Das Quäntchen Glück war heute bei uns."

Djuricin sprach zwar von einem verdienten Rapid-Sieg, bemängelte aber das schlechte Abwehrverhalten bei den drei Abseits-Toren der Mattersburger. "Wenn es so weitergegangen wäre, wäre unser Glück weg gewesen." Auch die mangelnde Effizienz vor dem gegnerischen Gehäuse ging dem 42-Jährigen wieder einmal gegen den Strich - deswegen wird sich Rapids U18-Trainer Zeljko Radovic, der es auf ein ÖFB-Länderspiel brachte, künftig um die Angreifer im Profi-Kader kümmern. Das Hütteldorfer Stürmer-Quartett Veton Berisha/Giorgi Kvilitaia/Joelinton/Philipp Prosenik brachte es in dieser Liga-Saison nur auf ein Tor durch Joelinton.

Dennoch ist Rapid seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen, blieb zum ersten Mal nach 23 Meisterschafts-Auswärtspartien ohne Gegentor und ist gegen Mattersburg seit neun Matches ungeschlagen. Die Burgenländer hingegen sind acht Runden sieglos und haben ihre jüngsten fünf Heimspiele allesamt verloren. "Aber wir haben wieder gezeigt, dass wir leben", beteuerte Baumgartner.

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