Rapid-Peschek ärgern A1-Zuschauerzahlen

"Nicht Free-TV"

Rapid-Peschek ärgern A1-Zuschauerzahlen

Das erste Heimspiel Rapids in dieser Fußball-Saison wird zu einer Hitzeschlacht. Für Samstag um 17.00 - Anstoßzeit des Duells mit dem SCR Altach - werden im Westen Wiens zumindest 32 Grad im Schatten vorausgesagt. Daher konzipierte Athletikcoach Toni Beretzki einen speziellen Trinkplan für die Hütteldorfer, wie Trainer Goran Djuricin am Donnerstag erzählte.

Den Spielern werden, abgestimmt auf die zeitliche Entfernung zum Match, verschiedene Flüssigkeiten gereicht, um für die hohen Temperaturen gewappnet zu sein. "Wir wissen genau, was wir wann trinken sollen", erklärte Djuricin. Der Wiener nimmt auch in den Trainingseinheiten Rücksicht auf die "Hundstage", indem er mehr Trinkpausen anordnet oder die Dauer der Übungen reduziert.

Goalie Richard Strebinger sieht die Hitzewelle sogar als Vorteil für seine Mannschaft, "weil wir fast immer das dominante Team sind, der Gegner mehr laufen muss und dann schneller müde wird". Wirtschafts-Geschäftsführer Christoph Peschek wies darauf hin, dass er im Zuge der Verhandlungen um den neuen TV-Vertrag eine Hochsommer-Anstoßzeit von 19.00 Uhr gefordert hatte, mit diesem Ansinnen aber auf taube Ohren stieß.

Zu wenige Zuseher

Der TV-Kontrakt sei "prinzipiell ein guter", betonte Peschek. Allerdings bereiten den Wiener die jüngsten kolportierten Zuschauerzahlen Sorgen. Laut einem "Standard"-Bericht sahen das Saison-Auftaktspiel zwischen Austria und Wacker Innsbruck, das als Free-TV-Spiel angekündigt wurde, kumuliert nur 4.000 Zuseher auf A1. Peschek bat nun den Liga-Vorstand, ihm offizielle Zahlen zu übermitteln. "Vier Spiele auf A1 sind nicht tatsächlich Free-TV", kritisierte der Rapid-Vorstand.

Für bessere Laune sorgten bei Peschek die Ergebnisse einer von Rapid in Auftrag gegeben Studie. "Nielsen Sport" erhob im vergangenen Mai im Rahmen des "Fußballmonitor Österreich" durch Befragungen von 1.200 Personen, dass 23 Prozent aller fußballinteressierten Österreicher Fans der Grün-Weißen sind. Dahinter folgen Salzburg (18 Prozent) und Sturm Graz (14.). In Wien hat Rapid demnach mit 43 Prozent die Nase vor der Austria (16). Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung weist "Nielsen Sport" für Rapid etwa 700.000 Fans und 1,7 Millionen Sympathisanten aus.

Rund 18.000 davon werden am Samstag gegen Altach im Allianz Stadion erwartet, wo es auf der Allianz Tribüne eine Neuerung gibt. Erstmals kommen dort die neu installierten Dachluken zum Einsatz, um den dort befindlichen Zuschauern eine kühle Brise zu verschaffen. Abkühlung ist auch danach noch möglich, denn ab dem Schlusspfiff werden unter dem Motto "Rapid-Nachspielzeit" rund eine Stunde lang Getränke um 17 bis 23 Prozent günstiger verkauft.

Neuzugang mit guten Ansätzen

Nicht im Stadion sitzen wird Steffen Hofmann, der im Moment mit der Amateur-Mannschaft bei einem Turnier in Dortmund weilt. Dafür wird der Deutsche künftig des öfteren bei einem Profi-Training zu sehen sein, um mit Goalie Strebinger Standard-Situationen zu üben. "Er soll ein- bis zweimal im Monat zu uns kommen", meinte der Schlussmann.

Regelmäßig beim Profi-Training dabei ist seit kurzem der vom Barcelona-Nachwuchs geholte Schweizer Jeremy Guillemenot, der gegen Altach spielberechtigt wäre. "Man sieht seine guten Ansätze, aber auch, dass ihm die Spielpraxis fehlt", sagte Djuricin. Der Coach ließ offen, ob er den 20-Jährigen gegen Altach schon in den Kader holt.

Guillemenot war möglicherweise nicht Rapids letzter Neuzugang in diesem Sommer. Laut Sport-Geschäftsführer Fredy Bickel könnte sich Ende August noch etwas tun, sobald feststeht, ob es Rapid in die Europa-League-Gruppenphase geschafft hat. Sollten die Hütteldorfer bis Jahresende international spielen, ist eine weitere Neuverpflichtung nicht ausgeschlossen, umgekehrt dürfte bei einem frühen Europacup-Abschied der Kader noch reduziert werden.

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