Sturm-Juwel Schmid kurz vor Bullen-Abgang

Nur mehr Details zu klären

Sturm-Juwel Schmid kurz vor Bullen-Abgang

Romano Schmid steht unmittelbar vor einem Wechsel innerhalb der Fußball-Bundesliga von Sturm Graz zu Red Bull Salzburg. Sturms Sportdirektor Günter Kreissl bestätigte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz die weit fortgeschrittenen Verhandlungen über den Transfer des 17-Jährigen. "Es ist noch nichts unterschrieben, aber die Wahrscheinlichkeit, dass er noch diese Woche wechselt, ist gegeben."

Heißbegehrtes Talent

Kreissl bejahte zudem auch das Vorhandensein einer Ausstiegsklausel, dementierte aber die zuletzt von Medien kolportierte Höhe von 600.000 Euro. "Es ist nicht üblich, dass junge Spieler bei uns eine Ausstiegsklausel haben. In diesem Fall war das aber notwendig", erklärte der 43-Jährige. Demnach habe der ursprüngliche Vertrag, den Schmid im Jänner 2016 unterschrieben hatte, aufgrund einiger Formalfehler neu aufgesetzt werden müssen. "Ich habe den Vertrag kurz nach meinem Amtsantritt (1. Mai 2016, Anm.) rechtlich prüfen lassen und dann einen neuen Vertrag aufgesetzt." In diesen haben die Berater von Schmid erfolgreich besagte Ausstiegsklausel hineinreklamiert.

Der Sportchef der Grazer ließ keinen Zweifel daran offen, dass er in dem Wechsel den falschen Schritt für das Offensivtalent vermutet. "Für seine Weiterentwicklung wäre es besser, bei uns zu bleiben. Wir haben ihm im Mittelfeld einen Platz frei gehalten. Ich bin zwar enttäuscht, aber nicht böse", betonte Kreissl, der ausdrücklich die professionellen Verhandlungen mit den Salzburgern lobte. Sturm habe Schmid einen "verbesserten Vertrag angeboten, ohne die Hierarchie für einen Spieler zu brechen". Dennoch bekräftigte der Spieler am Mittwoch erneut seinen Wechselwunsch.

Im Fall des erwarteten Abgangs Schmids sieht der Sportdirektor die "Blackies" nicht unter Zugzwang, was eine Nachbesetzung betrifft. "Wir haben für jede Position Spieler im Auge und werden im vordersten Bereich dann etwas machen, wenn sich ein junger Spieler mit Potenzial anbietet."

"Ein großes österreichisches Talent"

Auch aus Sicht der Salzburger ist der Transfer noch nicht endgültig besiegelt. "Es sind noch ein paar Details zu klären. Aber wir hoffen, dass wir das diese Woche abschließen können", sagte Sportdirektor Christoph Freund am Mittwoch nach der Landung für das Play-off-Hinspiel zur Europa League bei Viitorul Constanta der APA - Austria Presse Agentur. Schmid sei "ein großes österreichisches Talent" - und dadurch für Salzburg interessant.

"Das ist genau unser Weg, dass wir die besten jungen Talente zu uns holen wollen. Aus unserer Sicht ist Romano eines davon", erklärte Freund. Der 17-Jährige sei in der Offensive universell einsetzbar. "Die beste Position ist sicherlich auf der Nummer zehn oder als hängende Spitze", meinte der Salzburg-Sportchef. "Er ist ein sehr quirliger, technisch sehr, sehr guter Spieler. Wir glauben, dass er hier bei uns den nächsten Schritt machen kann."

 

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