Sturm gratuliert Bullen zum Meistertitel

Grazer geben auf

Sturm gratuliert Bullen zum Meistertitel

Den Titeltraum muss Sturm Graz nach der 2:4-Heimniederlage gegen Titelverteidiger Salzburg am Sonntag wohl abschreiben. Zehn Punkte fehlen dem Winterkönig bereits auf die "Bullen", denen nur drei Tage nach dem Europa-League-Triumph gegen Real Sociedad keine Verschleißerscheinungen anzumerken waren. "Man kann Salzburg zum Titel gratulieren", meinte Sturms-Mittelfeldmann Peter Zulj unumwunden.

Dabei sah es zumindest bis kurz vor der Pause und angesichts der Führung durch Stefan Hierländer durchaus nicht schlecht für Sturm aus. Doch dann brachte Munas Dabbur mit Teil eins seines Doppelpacks die Grazer um die Früchte ihrer guten Defensivarbeit. "Wichtig war, dass der Ausgleich noch vor der Pause gelang", meinte Salzburg-Coach Marco Rose, dessen Truppe bis dahin zwar viel Ballbesitz, aber kaum gute Chancen gehabt hatte. "Das Tor hat sehr wehgetan", bestätigte Hierländer.

Als Dabbur nach fast einer Stunde zum 2:1 traf und Fredrik Gulbrandsen zum Auftakt einer durchaus emotionalen Schlussphase auf 3:1 erhöhte, war die Partie eigentlich zugunsten der gnadenlos effizienten Salzburger gelaufen. Auch wenn sich Sturm noch einmal aufbäumte und durch einen etwas glücklichen Treffer Thorsten Röchers auf 2:3 verkürzte. "Wir haben heute Fehler gemacht, die Salzburg mit seiner Klasse ausnützt. Salzburg hat eben sehr schnelle Spieler", urteilte Hierländer.

Frische Bullen trotz Europacup-Strapazen

Auffällig an der Salzburger Vorstellung war die vermeintliche Lockerheit aber auch körperliche Frische, mit der man an die Aufgabe heranging. Rose hatte vier Umstellungen im Vergleich zur Europa League vorgenommen, zuletzt herausstechende Akteure wie Xaver Schlager und Hwang Hee-chan auf der Bank gelassen. "Aufgrund der Dichte im Kader können wir manchem eine Pause geben", erklärte der Coach, der mit seinen "Bullen" auf einer Erfolgswelle schwimmt: "Im Moment geht uns auch sehr viel auf." Das bestätigte Tormann-Routinier Alexander Walke. "Es läuft gut für uns. Wir haben von Anfang an das Spiel in die Hand genommen und insgesamt aufgrund der Chancen verdient gewonnen.", betonte der Deutsche.

Sturm bleibt zwar das einzige Team, das Salzburg (im vergangenen August) eine Pflichtspielniederlage zufügen konnte, hat über die gesamte Saison gesehen aber offensichtlich nicht das Potenzial, dem Ligakrösus am Zeug flicken zu können. Für Hierländer ist der Meisterzug abgefahren. "Zehn Punkte Rückstand, das ist bitter. Wir wollten vorne mitreden, waren aber in den ersten Frühjahrsspielen zu unentschlossen." Selbst Sturms Sportdirektor musste dem Kontrahenten ein Lob aussprechen. "Riesenkompliment an Salzburg, nach dem Spiel am Donnerstag so aufzutreten und die Aktionen so fertig zu spielen", sagte Günter Kreissl.

Vogel mit schlechter Bilanz

Dass Trainer Heiko Vogel, im Winter zum Nachfolger von Franco Foda ernannt, nur einen Punkt aus vier Partien zu Buche stehen hat, mache ihm noch kein Kopfzerbrechen. "Mein Gefühl nach dieser Partie ist bitter, aber die Mannschaft hat in den letzten beiden Spielen Charakter gezeigt", meinte Kreissl, der freilich auch Zählbares forderte: "In Hinkunft müssen wir uns mit Resultaten belohnen."

Beide Teams sind schon am Mittwoch wieder im Cup gefordert, jeweils in Heimspielen aber klarer Favorit. Sturm empfängt Landesligist Wimpassing, der bereits Blau-Weiß Linz und Wolfsberg eliminierte, Salzburg hat Regionalligavertreter Austria Klagenfurt zu Gast.

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