Erste Liga im totalen Chaos

Alle zittern

Erste Liga im totalen Chaos

Alle zwanzig Vereine der beiden höchsten Spielklassen haben am 15. März ihre Lizenzanträge für die Saison 2017/18 fristgerecht abgegeben. Bis spätestens 30. April erhalten sie nun von der Bundesliga ihr Zeugnis. Die meisten Klubs werden die Spiellizenz wohl ohne Auflagen erhalten, einige mit Auflagen.

So wie wohl Wacker Innsbruck. Der Tiroler Traditionsklub hat angeblich versprochene Sponsoren-Gelder zwar budgetiert, aber wegen Erfolglosigkeit nie erhalten. "Wir hatten angesichts des negativen Eigenkapitals ohnehin mit Auflagen gerechnet", zeigt sich General-Manager Alfred Hörtnagl wenig überrascht. Nun droht dem Erste-Liga-Klub eine vierteljährliche Wirtschaftsprüfung.

Eng dürfte es auch für Kapfenberg werden, dem nach einem ähnlichen Problem schon in der laufenden Saison vier Punkte abgezogen wurden. "Es ist sensationell, was ein Klub leisten muss. Vor allem beim Papierkram. Das gibt es sonst in der Wirtschaft nirgendwo", schimpft Präsident Erwin Fuchs. Und er spricht damit vielen Klub-Chefs aus der Seele.

"Das gibt es sonst in der Wirtschaft nirgendwo"


Haben doch überhaupt nur zwei Regionalligisten um die Erste-Liga-Lizenz angesucht. Mit Ritzing (siehe Kasten rechts) hat sogar einer davon seinen Antrag letzte Woche wieder zurückgezogen. Bleibt nur Hartberg im Rennen um den Aufstieg. Die Steirer müssen allerdings zu Saisonende zumindest Rang zwei belegen und natürlich die Lizenz erhalten. Damit ist schon jetzt klar: Es wird in der Ersten Liga heuer nur einen statt zwei Absteiger geben. Und sollte es auch Hartberg nicht schaffen, muss die Bundesliga zu einer Notlösung (siehe unten) greifen. Ein totales Chaos!

So geht's im Lizenz-Verfahren weiter

30. April: Die bis 15. März eingebrachten Unterlagen werden durch die Liga-Lizenzadministration und den unabhängigen Senat 5 überprüft. Bis 30. Mai wird veröffentlicht, welche Klubs die Lizenz erhalten haben.

10. Mai: Sollte ein Klub die Lizenz nicht erhalten, kann er bis zum 10. Mai Protest einlegen. Dabei können neue Nachweise vorgelegt werden. Sollte der Klub auch beim Protestkomitee "durchfallen", bleibt nur noch der Gang zum Ständig Neutralen Schiedsgericht.

 

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