Ried nach 2:0 nur 2:2 gegen Neustadt

Erste-Liga-Schlager

Ried nach 2:0 nur 2:2 gegen Neustadt

Der Kampf um den Winterkönig-Titel in der Fußball-Erste-Liga ist völlig offen. Herbstmeister SV Ried musste sich am Freitag im Schlager der 19. Runde gegen den SC Wiener Neustadt nach einer 2:0-Führung mit einem 2:2 begnügen und liegt weiter nur zwei Punkte vor den Niederösterreichern. Zwischen die beiden Teams schob sich Aufsteiger TSV Hartberg mit einem 4:1-Erfolg bei der WSG Wattens.

Die Steirer haben nach dem Auftaktspiel der zweiten Saisonhälfte auch zwei Punkte Rückstand auf die Innviertler. Das könnte auch auf den FC Wacker Innsbruck zutreffen - im Falle eines Erfolgs beim neuen Schlusslicht Blau-Weiß Linz im Abendspiel. In der abschließenden Runde 2017 am 1. Dezember ist für viel Spannung gesorgt. Dem nicht aufstiegsberechtigten FC Liefering fehlen nach einem 5:0-Kantersieg beim Kapfenberger SV drei Zähler auf Rang eins. Am anderen Ende der Tabelle gab der FAC mit einem 2:1-Heimsieg gegen den SC Austria Lustenau die "Rote Laterne" vorerst an die Linzer ab.

Die Rieder legten nach der Übergabe des Herbstmeister-Pokals durch Bundesliga-Aufsichtsrätin Katja Putzenlechner einen Traumstart hin. Tormann Domenik Schierl ließ einen Kerhe-Schuss aus, Seifedin Chabbi staubte aus kurzer Distanz ab (9.). Der 24-jährige Stürmer übernahm mit seinem 15. Saisontreffer die alleinige Führung in der Schützenliste. Sechs Minuten später traf Chabbis Angriffskollege Thomas Fröschl von der Strafraumgrenze überlegt ins Eck. Für den 29-Jährigen war es auch schon Tor Nummer neun.

Wiener Neustadt stand auf verlorenem Posten, kam aus dem Nichts aber zurück. Fabian Miesenböck (36.) schloss eine Aktion über mehrere Stationen ab. Nach dem Seitenwechsel war die Mählich-Truppe das bessere Team. Bei Top-Kopfball-Chancen von Salihi (51.) und Christoph Kobald (87.) fehlte aber noch das Glück. In der Nachspielzeit durften die Gäste aber doch noch zurecht jubeln, Markus Rusek (92.) traf per Kopf ins Eck.

Ried gab damit den dritten Sieg in Folge noch aus der Hand, im Duell des besten Heimteams der Liga mit dem stärksten Auswärtsteam gab es also keinen Sieger. Wiener Neustadt blieb nach dem 1:0 zu Saisonbeginn auch beim zweiten Auftritt im Innviertel unbesiegt, wartet aber insgesamt jetzt schon drei Runden auf einen vollen Erfolg.

Den gab es dafür für die Hartberger, die sich auch im ersten Spiel nach der zweitbesten Hinrunde eines Aufsteigers seit der Wiedereinführung des Zehnerliga-Formats im Sommer 2010 von einer guten Seite präsentierten. Allerdings erst nach der Pause und einem 0:1-Rückstand nach einem Treffer von Milan Jurdik (30.). "Joker" Daniel Gremsl mit einem Doppelpack (47., 71.), Roko Mislov (63.) und Dario Tadic (68.) sorgten noch für klare Verhältnisse und den dritten Hartberger Sieg gegen Wattens in dieser Saison. Die Steirer sind nun fünf Spiele ungeschlagen, feierten dabei vier Siege.

Liefering ließ Kapfenberg im Franz-Fekete-Stadion mit fünf unter der Woche erfolgreichen Youth-League-Spielern in der Startformation keine Chance. Dominik Szoboszlai (9.), Romano Schmid (48.), Samuel Tetteh (59.) mit einem im zweiten Anlauf verwandelten Elfmeter, David Atanga (73.) und Alexander Schmidt (94.) schossen Lieferings höchsten Saisonerfolg heraus. Für die "Jungbullen" war es der vierte Sieg im direkten Duell nacheinander.

Im Tabellenkeller gab der FAC ein Lebenszeichen ab. Dank Edrisa Lubega (34.) und Mario Kröpfl (60.) gab es einen 2:1-Heimsieg gegen Lustenau. Die Premiere von Michael Kopf, der "auf dem Papier" nun neuer Lustenau-Trainer ist, ging schief. Aufgrund der fehlenden Lizenz von Gernot Plassnegger musste eine Lösung gefunden werden. Der hat weiter das Sagen, fungiert offiziell aber nur noch als Teammanager. Für beide war es ein bitterer Abend, da nur Lucas Barbosa (73.) traf. Der FAC revanchierte sich für das 1:5 und 0:5 in den jüngsten beiden direkten Begegnungen und lag vorerst zwei Zähler vor dem Neo-Schlusslicht BW Linz. Wattens hat vier Zähler Luft auf Rang zehn.

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