ÖFB-Cup-Finale

"Scheiß ORF": ÖFB reagiert auf Fan-Wut

"Reisestress zum Cupendspiel, weil Dancing Stars auf Freitag fiel. Scheiß ORF", war auf einem Banner im Bock des SK Rapid zu lesen. Die Fans machten das ÖFB-Cup-Finale gegen Red Bull Salzburg (1:2) zu einem Heimspiel. An die 15.000 waren es, die den Weg nach Klagenfurt fanden. Und das, obwohl der Spieltermin unter der Woche unglücklich gewählt war.

+++ ÖFB-Cup-Finale: Salzburg holt das Double - Rapid im Pech +++

Aber wer hatte daran Schuld: wirklich die Tanzshow im Öffentlich-Rechtlichen? Beim ÖFB nimmt man tags darauf zu den Protesten Stellung: "Uns ist durchaus bewusst, dass Donnerstagabend für Fans nicht ideal war, aber aufgrund diverser Überlegungen und interner Diskussionen war dies letztlich der bestmögliche Termin“, teilt Bernhard Neuhold mit.

Der Geschäftsführer der ÖFB-Wirtschaftsbetriebe GmbH dementierte: "Es wäre nicht richtig, alleine Dancing Stars dafür verantwortlich zu machen." Als Veranstalter müsse man die Interessen des TV-Partners, der Sponsoren sowie des Nationalteams unter einen Hut bringen. Letzteres sei ein Mitgrund für die Entscheidung gewesen.

Rapid Fans © GEPA

(c) GEPA

Vorbereitung auf Irland wichtiger

Wäre der Titel-Fight am Sonntag ausgetragen worden, hätte dies die Vorbereitung auf den WM-Quali-Duell mit Irland beeinflusst. Neuhold: "Dann wären die Nationalspieler erst spät zum ÖFB-Team gestoßen." So mussten sich viele Fans Urlaub nehmen, um der Partie beiwohnen zu können. Andere verzichten wiederum auf die Reise.

Insgesamt kamen nur rund 20.000 Zuschauer in das Wörthersee-Stadion (Kapazität: 32.000). Künftig wird es jene Diskussion gar nicht mehr geben: Im Zuge der Bundesliga-Reform einigte man sich darauf, das Finale immer am 30. April oder dem 1. Mai auszutragen.

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