Doping-Zoff: ARD trennt sich von Scholl

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Doping-Zoff: ARD trennt sich von Scholl

Die ARD und Mehmet Scholl haben sich auf eine einvernehmliche Trennung geeinigt. Nachdem es vor dem Halbfinale der DFB-Elf beim Confederations Cup gegen Mexiko zum Doping-Zoff kam und der Ex-Bayern-Spieler zwei Live-Übertragungen schwänzte, sollte er eigentlich vor die Kamera zurückkehren.

Nun jedoch der große Knall - und das nach neunjähriger Kooperation. "Ich bedanke mich für tolle und ereignisreiche Jahre als Experte, es hat mir immer sehr viel Spaß gemacht", lässt Scholl ausrichten.

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky bedankt sich für die "großartige Zeit mit einem meinungsstarken, streitbaren, originellen Experten, der unsere TV-Sendungen extrem bereichert hat. Er hat den Zuschauern einen tiefen Einblick in den Fußball ermöglicht und sie bestens unterhalten."

Die Hintergründe

Warum kam es überhaupt soweit? Scholl war mit der geplanten Vorberichterstattung zu Dopingvergehen der Russen bei der WM 2014 nicht einverstanden, befand sie vor dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft als unpassend. Er wollte das Thema streichen, die ARD weigerte sich - und Scholl verließ das Studio.

Am Dienstag kündigte Balkausky dann an, mit Scholl weiterarbeiten zu wollen: "Wir hatten eine Reihe von Gesprächen. Wir haben klar abgesprochen, wie die Regularien sind. Die Redaktionen sind für den Inhalt zuständig, die Experten für die Meinung. Er muss den Inhalt und die redaktionelle Hoheit akzeptieren."

Gegenüber dem BR erneuerte Scholl am selben Tag die Kritik. "Das Thema hatte in dem Moment überhaupt keine Relevanz", sagte er. Womöglich brachte das das Fass zum Überlaufen.

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