UEFA setzt Milan-Chinesen unter Druck

Financial Fairplay

UEFA setzt Milan-Chinesen unter Druck

Nach dem Verkauf an einen chinesischen Unternehmer und Ausgaben von 230 Millionen Euro für neue Spieler hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) von AC Milan mehr Informationen über den Businessplan angefordert. Das wurde am Dienstag aus dem Umfeld des italienischen Traditionsclubs bekannt, der am Donnerstag in der Europa League Austria Wien empfängt.

Die UEFA-Regeln zum Financial Fairplay (FFP) bedrohen alle Klubs, die mehr ausgeben als einnehmen, mit möglichen Sanktionen bis hin zum Ausschluss aus europäischen Wettbewerben. Allerdings darf im Businessplan ein Defizit einkalkuliert werden, um Investitionen zu ermöglichen. Zudem kann die UEFA das FFP aussetzen, worum Milan angesucht hat.

Der chinesische Geschäftsmann Li Yonghong hat den Verein aus Mailand im vergangenen April von Fininvest, dem Familien-Unternehmen des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, um 740 Millionen Euro gekauft. Im vergangenen Sommer wurden 230 Mio. Euro in neue Spieler investiert, was Auswirkungen auf das Wirtschaftsergebnis das laufenden und nächsten Jahres haben wird. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat der Verein einen Verlust von 33 Mio. Euro bekanntgegeben.

"Eine (UEFA-)Anfrage zu Klarstellung der Wirtschaftlichkeit ist eingegangen", erklärte nun eine Quelle. Bis Jahresende soll eine Entscheidung fallen, ob das FFP für Milan ausgesetzt wird. Milan ist zudem in exklusiven Gesprächen zur Refinanzierung von Schulden in Höhe von 308 Mio. Euro, erklärten zwei Teilhaber vergangenen Woche.

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