Ramos-Drama bei bitterer Real-Pleite

Schwarzer Abend

Ramos-Drama bei bitterer Real-Pleite

Aus eigener Kraft kann Real Madrid in der spanischen Fußball-Meisterschaft nicht mehr auf Platz zwei vorstoßen. Ohne zahlreiche Stars verloren die Madrilenen am Mittwoch das Nachtragsspiel beim FC Sevilla 2:3, die Andalusier rückten damit auf Platz sieben der Tabelle vor. Bleibt es dabei, darf der diesjährige Champions-League-Viertelfinalist im Sommer in der Europa-League-Qualifikation antreten.

In der Primera Division sind die Verhältnisse zwei Runden vor Schluss im Wesentlichen geklärt. Der immer noch ungeschlagene FC Barcelona hat den Titel in der Tasche, die drei Absteiger La Coruna, Las Palmas und Malaga stehen gleichermaßen fest. Spannung bietet lediglich die Frage, welcher Club aus Madrid am Ende Vizemeister wird: Champions-League-Finalist Real oder Europa-League-Finalist Atletico. Noch nicht fix ist ebenso der letzte Europacup-Platz, den aktuell Sevilla besetzt.

Die Rot-Weißen machten im Nachtragsspiel der 34. Runde jedenfalls einen wichtigen Schritt, um die erste Saison ohne Europacup seit 2012/13 zu vermeiden. Unter dem neuen Trainer Joaquin Caparros gewann Sevilla auch das zweite Spiel, nun hat man am Samstag im Derby gegen den verhassten Lokalrivalen Betis die Chance, zumindest Platz sieben abzusichern.

Bitterer Abend für Sergio Ramos

Real ließ allerdings viel von dem Spirit vermissen, der noch am Sonntag im Clasico gegen Barcelona (2:2) zu sehen war. Besonders Kapitän Sergio Ramos erwischte einen schwarzen Abend. In der 58. Minute vergab der Abwehrchef vom Elfmeterpunkt, in der 84. Minute unterlief ihm ein Eigentor. Was für Ramos spricht, ist, dass er tief in der Nachspielzeit noch einmal zum Penalty antrat und diesmal zum 2:3-Endstand verwertete.

"Ich glaube, dass uns auf den letzten 30 Metern einiges gefehlt hat, wir haben nichts zustande gebracht", analysierte Trainer Zinedine Zidane nachher. Der Franzose musste auf Cristiano Ronaldo, der sich im Clasico am rechten Sprunggelenk verletzt hatte, ebenso verzichten wie auf den an der Schulter angeschlagenen Isco und den gesperrten Gareth Bale. Freiwillig verzichtete Zidane auf Toni Kroos, Luka Modric, Keylor Navas, Marcelo und Raphael Varane - allesamt Stammspieler.

Kritik an seinen Entscheidungen wischte er nachher eher nonchalant beiseite. "Alle Spieler, die ich habe, haben es verdient zu spielen, und manchmal haben einige eine Pause verdient", sagte Zidane und verwies auf das Champions-League-Finale gegen Liverpool. "Wir haben ein Finale zu spielen am 26. Mai, und bei allem, was die Leute denken, der Trainer bin immer noch ich. Ich bin es, der die Entscheidungen trifft."

Im Rennen um die Vizemeisterschaft ist Real nun auf Ausrutscher von Atletico Madrid angewiesen. Die Mannschaft von Trainer Diego Simeone hat drei Punkte Vorsprung, jedoch auch die schlechtere Tordifferenz. Die "Königlichen" treffen noch zu Hause auf Celta Vigo und auswärts in der letzten Runde auf Villarreal, das am Mittwoch 1:5 in Barcelona unterging. Atletico tritt in Getafe an sowie drei Tage nach dem Europa-League-Finale gegen Salzburg-Bezwinger Olympique Marseille (16. Mai) gegen Eibar.

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