09. Jänner 2018 14:20
Keine Spiele
Darum pfeift das ÖFB-Team auf Wien
ÖFB-Team im März mit Tests gegen Slowenien und Luxemburg.
Darum pfeift das ÖFB-Team auf Wien
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Die ersten Gegner der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft im neuen Jahr heißen Slowenien und Luxemburg. Gegen die Slowenen testet die ÖFB-Auswahl am 23. März in Klagenfurt. Vier Tage später steht ein Gastspiel in Luxemburg auf dem Programm.

Im zweiten Lehrgang des Jahres warten in Innsbruck WM-Gastgeber Russland (30. Mai) und erneut in Klagenfurt Weltmeister Deutschland (2. Juni). Den Terminplan gab der ÖFB am Montag im Rahmen der offiziellen Antritts-Pressekonferenz von Teamchef Franco Foda bekannt. Seine erste Partie im November gegen Uruguay (2:1) hatte der Deutsche noch als karenzierter Trainer von Sturm Graz absolviert.

Die Spiele im ersten Halbjahr haben Testcharakter. Dass sie allesamt nicht in Wien stattfinden, wollte ÖFB-Präsident Leo Windtner nicht überbewerten. Bei Russland und Deutschland hätten in deren WM-Vorbereitung "logistische Gründe" für eine Austragung in den Bundesländern gesprochen. "Auch bei Slowenien war naheliegend, dass Klagenfurt besser ist." Alleine des Zuschauerzuspruchs wegen.

Beim Foda-Debüt gegen Uruguay waren lediglich 11.700 Zuschauer ins Ernst-Happel-Stadion gekommen. Die Debatte um die Spielorte ist auch dem neuen Teamchef nicht entgangen. "Aber es wäre trotzdem gut, wenn wir in Wien ein neues Stadion bauen würden", trug Foda zur Diskussion bei.

Heiße Stadiondebatte erwartet

Windtner will das Projekt Nationalstadion auch mit der neuen Bundesregierung vorantreiben. Im Regierungsprogramm ortet er ein klares Bekenntnis zu "Maßnahmen in Richtung Infrastruktur". Demnächst steht ein Termin bei Vizekanzler und Sportminister Heinz-Christian Strache auf dem Programm. Windtner hofft auf den Tatendrang des FPÖ-Chefs. Entscheidend sei für ein neues Stadion aber auch die Stadt Wien. Mit dieser sollen noch im Jänner weitere Gespräche folgen.

"Wir haben einen guten Mix gefunden", sagte Windtner über die Testgegner, mit denen die bestmögliche Vorbereitung auf die Nations League im Herbst gewährleistet werden soll. Die Auslosung für den neuen Bewerb, über den auch EM-Tickets vergeben werden, erfolgt am 24. Jänner in Lausanne. Foda freut sich darauf, wenn es im Herbst endlich zählt. "Ich liebe es, wenn es um etwas geht.

Allerdings sind dem Neo-Teamchef neben der Weiterentwicklung auch in der Vorbereitung die Ergebnisse wichtig. Gegen Russland und Deutschland will er schon eine Mannschaft haben, "die gut miteinander funktioniert". Auf die Qualität der Gegner im Frühsommer freut sich Foda. "Wir wollen uns mit den Besten messen. Wir wollen auch dort Leistung zeigen und, wenn möglich, auch die Spiele gewinnen. Das muss auch unser Anspruch sein, wenn wir in ein Spiel gehen."

Vor allem das Duell mit Deutschland wird für den zweimaligen DFB-Internationalen etwas Besonderes. Unter dem deutschen Bundestrainer Joachim Löw spielte Foda einst für den VfB Stuttgart, mit dessen Assistenzcoach Thomas Schneider spielte er dort selbst noch zusammen. "Es wird einen regen Austausch geben - vor und nach dem Spiel", sagte Foda. "Aber ich bin jetzt Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft."

Als solcher geht es im März gegen Slowenien und Luxemburg. "Das sind zwei interessante Gegner", meinte der neue ÖFB-Coach. "Slowenien steht in der Defensive sehr kompakt im 4-4-2. Und auch Luxemburg hat in den letzten Jahren gezeigt, dass sie extrem aufgeholt haben." Im September etwa mit einem torlosen Remis in Frankreich.