Dreierkette? Das plant Foda mit Alaba

Taktik-Hammer

Dreierkette? Das plant Foda mit Alaba

13 Fußballspiele hat Franco Foda in den ersten beiden Monaten des Jahres 2018 bereits im Stadion gesehen, dazu zahlreiche Gespräche geführt. Selbst steht der neue ÖFB-Teamchef erst Ende März gegen Slowenien (23. März) und in Luxemburg (27. März) an der Seitenlinie.

Das Testspiel-Doppel ist der Auftakt in ein Jahr, in dem sich das neu formierte ÖFB-Team finden soll. Im Interview mit der APA sprach der 51-jährige Deutsche über seine Taktik- und Personalplanung, die Bildung einer neuen Hierarchie und ein ausführliches Gespräch mit David Alaba.

Foda spielt mit dem Gedanken an ein neues Spielsystem. In der Defensive ist zumindest einmal eine Dreierkette angedacht. "Es kann sein, dass wir vom System her einmal etwas anderes probieren - etwa Dreierkette statt Viererkette. Wir wollen variabel sein. Flexibilität ist wichtig. Wir haben einen Pool von 40 bis 50 Spielern, die für uns in Zukunft interessant sind. Ich kann aber nur 23 nominieren. Es herrscht das Leistungsprinzip. Wir sind beim Nationalteam. Ich werde immer die Spieler nominieren, die im Moment am besten sind", so der Deutsche über seine taktischen Pläne. Seinen Kader benennt er am 13. März.

Foda sprach lange mit Alaba

Vergangene Woche hatte Foda ein erstes längeres Gespräch mit David Alaba geführt. Die große Frage: Ging es darin auch um Alabas immer wieder diskutierte bevorzugte Spielposition? Foda: "Es heißt Einzelgespräch, daher sollten die Inhalte unter uns bleiben. Wir haben generell über alles gesprochen, auch über private Themen. (...) Es war wichtig, dass er weiß, wie ich funktioniere, wie ich den Fußball sehe. Ich habe eine klare Linie und klare Vorstellungen." Zur Positions-Debatte: "David kann auf mehreren Positionen spielen. Das hat er gerade unter Guardiola gezeigt, da wurde er nicht nur als linker Verteidiger eingesetzt, sondern auch im Mittelfeld und sogar in der Dreierkette. Er kann alles spielen, er hat einfach diese Spielintelligenz. Wichtig ist, dass er jetzt fit ist. Er hat wieder einen super Rhythmus. Und er spielt supergerne für Österreich, das war für mich das Wichtigste aus dem Gespräch.

Foda legt sich also weiterhin nicht fest, ein Einsatz in einer neu formierten Dreierkette erscheint aber durchaus realistisch. Bei der Foda-Premiere hatte der Bayern-Star noch verletzungsbedingt gefehlt.

Neu gestaltet wird im nächsten Team-Lehrgang in drei Wochen auf jeden Fall der Spielerrat. Mit Zlatko Junuzovic und Martin Harnik haben zwei arrivierte Kräfte im Herbst ihre Nationalteamkarrieren beendet. Den Kapitän wird Foda selbst bestimmen. Er wird wieder Julian Baumgartlinger heißen. "Es gibt keinen Grund, auf dieser Ebene etwas zu ändern", meinte der ÖFB-Coach. "Aber man braucht nicht nur einen Kapitän." An der Hierarchie darunter wird im Camp in Klagenfurt gearbeitet.

Beim nächsten Doppeltest gegen Russland (30. Mai) und Deutschland (2. Juni) soll die Mannschaft bereits fit für die Premiere der Nations League im Herbst sein. Die dortigen Gruppengegner Bosnien und Nordirland sind zwar keine WM-Starter, Foda wird beim Turnier im Sommer in Russland dennoch wie Kristl und Szabics vor Ort sein. Zehn bis zwölf Spiele will das Trio beobachten - hauptsächlich mit europäischen Teams. Im Dezember erfolgt die Auslosung der EM-Qualifikation für 2020. Foda: "Da wollen wir einfach gut vorbereitet sein."

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