Wahnsinn: ÖFB zerfleischt sich selbst

Neue Kritik

Wahnsinn: ÖFB zerfleischt sich selbst

Marcel Koller und Willi Ruttensteiner sind Geschichte. Ein Teamchef-Nachfolger wird von Neo-Sportdirektor Peter Schöttel gesucht. Ruhe möchte im Verband jedoch keine einkehren. Erst kritisierten einige Spieler die Landesfürsten, dann schossen jene mit teils harten Worten zurück.

Nun meldet sich Vize-Präsident Wolgang Bartosch zu Wort. Er kritisiert das Vorgehen in der "Causa Schöttel": "Das war nicht optimal und durchaus kritikwürdig", sagt er der Kleinen Zeitung. Er sieht Leo Windtner unter Druck, die Querschüsse innerhalb des Präsidiums Verband abzustellen.

"Der Präsident ist jetzt gefordert", hält Bartosch fest. Für ihn ist die Trainer-Suche eine große Chance, endlich wieder Einigkeit zu demonstrieren. Man müsse zeigen, "dass wir imstande sind, eine sachlich saubere Lösung zu finden. Ich gehe davon aus, die am besten Qualifizierten stehen zur Auswahl."

"Kritik absolut unangemessen"

Die heftige Wortwahl des niederösterreichischen Landesverband-Präsidenten Johann Gartner, der die Intelligenz der Spieler infrage stellte, verurteilt er: "Kritik an Spielern zu üben, halte ich für absolut unangemessen, das gehört nicht zu unseren Aufgaben."

Generalsekretär Thomas Hollerer pflichtet bei und kanzelt die Außendarstellung des ÖFB als "desaströs" ab. Man habe sich „sehr geschadet. Es dürfen Eigeninteressen niemals über jenen des Verbandes stehen".

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