11. Juli 2018 18:13
oe24.TV-Lokalaugenschein
Kroaten feierten wilde Karo-Party in Wien
Nach dem geschichtsträchtigem Sieg verwandelten Kroaten Ottakringer Straße in Mega-Party.
Kroaten feierten wilde Karo-Party in Wien
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Tanzen, singen, jubeln! Ottakring wurde gestern zu „Little Zagreb“. Hunderte Kroatien-Fans feierten den erstmaligen Finaleinzug der Kroaten gestern Nacht auf der Wiener „Balkan-Meile“. Die Ottakringer Straße glich einem kroatischen Fahnenmeer. Die Polizei stand in akuter Alarmbereitschaft.

Insgesamt waren 350 Polizisten der Einsatzeinheit, der Bereitschaftseinheit, der Diensthundestaffel und des Sonderkommandos WEGA sowie sprengstoffkundige Beamte im Einsatz, um befürchtete Ausschreitungen bereits im Keim zu ersticken und um für die nötige Sicherheit zu sorgen. „Sollte es nötig sein, könnten Straßen auch gesperrt werden“, sagte Polizeisprecher Harald Sörös.

Kurz vor Schlusspfiff war das schließlich auch der Fall. Denn nach dem Kroatien-Tor von Mario Mandzukic in der 109. Minute strömten Hunderte Fans auf die Ottakringer Straße, um ausgelassen zu feiern. Ausschreitungen blieben – nicht zuletzt wegen der kompletten Sperre von 350 Metern bis zur Hernalser Straße – aus. Bis in die Morgenstunden wurde in Ottakring gefeiert.

Hintergrund des polizeilichen Großaufgebots waren die Ausschreitungen vergangenen Samstag, bei denen zwei Frauen und vier Polizisten verletzt wurden. Damals waren rund 100 Beamte im Einsatz.
 
 
Beim ÖSTERREICH-Lokalaugenschein im Szenelokal Styxx blieb die Lage bis zum Abpfiff ebenfalls entspannt. Zu sehr waren die Kroaten mit Mitfiebern beschäftigt, als sich mit der Polizei anzulegen. Nach dem nervenaufreibenden Spiel hielt es aber niemanden mehr auf den Stühlen. Schon kurz nach Schluss, um 23 Uhr feierten Hunderte Fans ihre Mannschaft auf der Straße.

"Meine Jubel-Nacht mit den Kroaten in Ottakring"

oe24.TV-Chefredakteur Wolfgang Fürweger feierte mit den Kroaten-Fans in Ottakring: "Mit dem Schlusspfiff beginnt die Fußball-Party: Die Ottakringer Straße bebt. Hunderte Fans springen in die Luft, singen und grölen. Viele Männer reißen sich die T-Shirts vom Leib. Die Stimmung ist am Kochen. Es ist das Gegenteil der Ausschreitungen von vorigem Samstag – alles bleibt friedlich. Kurz gibt es einen Schock-Moment als zwei oder drei Bengalen gezündet werden. Doch die Polizei hat alles unter Kontrolle. Mein TV-Auftritt sorgt für Lacher, als ich ein Bussi auf den Kopf bekomme."