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Ägypten-Teamchef löst Salah-Rätsel

Ägypten - Uruguay

Ägypten-Teamchef löst Salah-Rätsel

Mohamed Salah soll laut Ägyptens Teamchef Hector Cuper für das WM-Auftaktspiel der Nordafrikaner gegen Uruguay am Freitag zur Verfügung stehen. "Ich kann zu fast 100 Prozent versichern, dass er spielen wird. Unvorhergesehene Dinge ausgenommen", sagte der Argentinier bei einer Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag.

"Mo hat sich sehr schnell erholt, wir haben uns sehr um ihn gekümmert", meinte Cuper weiter. Man müsse allerdings noch abwarten, wie der Stürmer die letzten Trainingseinheiten überstehe. "Aber er hat sicherlich keine Angst zu spielen." Salah könne einer der besten Spieler des Turniers werden, sagte Ägyptens Trainer.

Uruguay hofft auf Suarez

Ein weiterer möglciher WM-Star spielt bei Uruguay. Der unrühmliche Abgang nach seiner spektakulären Beißattacke bei der WM 2014 verfolgt Luis Suarez allerdings immer noch. "Der Stachel sitzt noch tief", bekannte Uruguays Stürmerstar unlängst in einem "kicker"-Interview. In Russland kehrt der Barcelona-Torjäger nun voller Tatendrang auf die Weltbühne des Fußballs zurück - und hat nur ein Ziel: "Ich habe mir vorgenommen, den Stachel der letzten WM zu ziehen.

Rückblende auf den 24. Juni 2014. Im letzten WM-Gruppenspiel gegen Italien (1:0) biss Suarez seinem Gegenspieler Giorgio Chiellini bei einem Zweikampf im Strafraum in die Schulter. Ein bisher einmaliger Vorfall in der WM-Geschichte, den der Schiedsrichter nicht sah - dafür aber Millionen von Zuschauern an den Fernsehgeräten.

Der Weltverband FIFA reagierte mit einer drakonischen Strafe. Suarez wurde für vier Monate von allen Fußball-Aktivitäten ausgeschlossen. Dazu musste er eine Strafe von 100.000 Schweizer Franken (86.100 Euro) zahlen. Ohne ihn scheiterte Uruguay schon im Achtelfinale an Kolumbien. "Ich habe gelitten. Es war einer der schwierigsten Tage meines Lebens", beschrieb Suarez später seine Gefühlslage nach dem bis dahin härtesten FIFA-Urteil gegen einen Spieler.

Seiner Familie gegenüber verheimlichte "El Pistolero" (Der Pistolenschütze), wie Suarez wegen seiner entsprechenden Handbewegungen beim Torjubel genannt wird, lange die Wahrheit. "Ich habe meine Frau Sofia angelogen", beichtete der 31-Jährige im Vorjahr in einem Interview des spanischen Radiosenders El Transistor. "Sie fragte mich, ob ich es getan habe, und ich stritt es ab."

Suarez gab Lüge zu

Seinen Kindern Delfina und Benjamin schwindelte Suarez ebenfalls etwas vor, als diese sich darüber wunderten, warum ihr Papa nach seinem etwa 82 Millionen Euro teuren Transfer von Liverpool zum FC Barcelona im Sommer 2014 wochenlang nicht zur Arbeit ging. Und auch in der Öffentlichkeit gerierte er sich als Unschuldslamm. "Um ehrlich zu sein, es tat deshalb besonders weh, weil ich gar nicht so ein Typ bin. Ich bin ein Softie, und meine Familie weiß das", betonte Suarez.

Für sein Privatleben, in dem er einen freundschaftlichen Umgang mit Weltstar Lionel Messi pflegt, mag dies zutreffen. Doch auf dem Rasen ist Suarez in seiner Karriere schon oft in eine Rambo-Rolle geschlüpft. Bereits als 16-Jähriger streckte er 2003 einen Schiedsrichter mit einem Kopfstoß nieder, weil der ihn des Feldes verwiesen hatte. Die Folge: elf Spiele Sperre.

Im Trikot von Ajax Amsterdam prügelte er sich 2007 in der Halbzeit mit seinem Teamkollegen Albert Luque. Dafür gab es eine Geldstrafe. 2010 folgte die erste Beißattacke, als er seinem Gegenspieler Otman Bakkal vom PSV Eindhoven die Zähne in die Schulter rammte. Sieben Spiele Sperre. Ein Jahr später musste Suarez - nun schon in Diensten von Liverpool - wegen einer angeblich rassistischen Beleidigung von Manchester-United-Profi Patrice Evra acht Spiele zuschauen. 2013 gab es sogar zehn Spiele, nachdem er Chelsea-Spieler Branislav Ivanovic gebissen hatte.

Bei seiner dritten WM-Endrunde will Suarez nun endlich seiner Vorbildrolle gerecht werden. "Mir fällt schon auf, dass mich die jüngeren Spieler beobachten", weiß der Angreifer. Sollte Suarez sein Konto von 51 Länderspieltoren weiter aufstocken, könnte es für die Himmelblauen durchaus weit gehen. "Träumen darf und tut man immer groß", betonte der umstrittene Star. "Aber wir müssen viele gute Tage haben, um die WM gewinnen zu können."

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