23. Juli 2013 15:31

Spielberg 

Anrainer-Obmann gegen F1-Comeback

Karl Arbesser kann sich nicht vorstellen, dass nächstes Jahr die F1 in Spielberg gastiert.

Anrainer-Obmann gegen F1-Comeback
© GEPA

Es wird nicht nur gejubelt in Spielberg : Anrainer-Ombudsmann Karl Arbesser zeigte sich überrascht und unterstrich bereits geäußerte Bedenken: Er wisse nicht, wie der Grand Prix mit dem aktuellen Bescheid für den Red Bull Ring "funktionieren" soll. Beschränkungen beim Lärm sowie Zuschauerzahlen sind zu berücksichtigen. Die Behörden rechnen mit entsprechenden Änderungsanträgen.

Arbesser, der am Dienstag gerade am Rückweg von seinem Anwalt war, hatte auch noch ein anderes brisantes Detail auf Lager: "Das Land Steiermark hat gerade ein höchstgerichtliches Verfahren im Zusammenhang mit dem Ring verloren."

Arbesser unterstellt Red Bull "Fehler"
Dem Ombudsmann zufolge haben die Anrainer nun Parteienstellung erhalten, die Betriebsgenehmigung müsse aufgehoben werden: "Red Bull hat einen Erdwall errichtet, wo eigentlich ein Gebäude mit Tribünen gebaut werden sollte. Das Land hat das erst im Nachhinein genehmigt, ohne uns Anrainer beizuziehen. Das war ein Fehler. Ich weiß nicht, ob sie 2014 überhaupt eine Betriebsgenehmigung haben werden."

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Derzeit maximal 40.000 Zuschauer erlaubt
Ungeachtet des Urteils des VwGH (vom 20. Juni 2013) und dessen mögliche Konsequenzen gibt es für den Red Bull Ring einen bestehenden Bescheid: Demnach sind pro Veranstaltungstag maximal 40.000 Zuschauer erlaubt und das auch nur an zehn Tagen pro Jahr. Dazu kommen noch Beschränkungen bei den Veranstaltungstagen an sich, die jedoch laut Arbesser gut eingehalten würden.

Lärm als größtes Problem
Problematisch sei dagegen der Lärm: Bei der DTM beispielsweise waren an bestimmten Immissionspunkten Pegelspitzen von etwa 84 Dezibel erlaubt. Der Ombudsmann will 92 Dezibel gemessen haben. Inwieweit die Lärmkulisse bei der Formel 1 mit den Beschränkungen kompatibel sei, könne er sich nicht vorstellen: "Die Auflagen werden sicher nicht einfach zu erfüllen."

Red Bull muss neues Konzept vorlegen
Harald Schnedl, Leiter des Anlagenreferats der Bezirkshauptmannschaft Murtal, erklärte, dass erst das genaue Betriebskonzept für die Formel 1 in Spielberg von Red Bull vorgelegt werden müsse. Danach erwarte er sich Änderungsanträge, vor allem was die Besucherzahl betrifft.

Denkbar sei die Errichtung des bereits genehmigten Gebäudes anstelle des Erdwalls, mobile Tribünen oder Stehplätze, um zusätzliche Zuschauer unterzubringen. Je nachdem wo die Plätze entstehen sollen, sei die Bezirkshauptmannschaft oder die UVP-Behörde des Landes Steiermark für die Prüfung zuständig.

Gespräche geplant
Ein komplettes UVP-Verfahren unter Einbeziehung der Anrainer sei laut Schnedl in der kurzen Zeit nicht machbar, weshalb wohl eher ein Konzept mit Änderungen zu erwarten sei. Gespräche mit den Verantwortlichen des Rings seien in den kommenden Tagen geplant. Bezüglich des Lärms war der Referatsleiter positiver eingestellt als Arbesser: "In jedem Fall muss Red Bull auch ein schall-, emissions-und verkehrstechnisches Konzept vorlegen." Danach erwarte sich Schnedl das entsprechende Änderungsgesuch.

Das war der letzte Österreich Grand-Prix
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Letzter F1-GP in Ö 2003
Michael Schumacher (Ferrari), der große Dominator der damaligen Zeit...
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Letzter F1-GP in Ö 2003
...und sein Stall-Kollege und Konkurrent Rubens Barrichelo.
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Letzter F1-GP in Ö 2003
Kimi Raikkönen (McLaren-Mercedes) konnte Michael Schuhmacher bis zum Schluss ärgern, musste sich allerdings mit dem 2. Platz zufrieden geben.
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Letzter F1-GP in Ö 2003
Juan Pablo Montoya (BMW Williams) schied im weiteren Rennverlauf aus.
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Letzter F1-GP in Ö 2003
Auch Nick Heidfeld (Sauber) wurde zum Opfer eines technisches Defektes.
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Letzter F1-GP in Ö 2003
Jenson Button (Honda) im Vordergrung, im Duell mit Ralf Schumacher (BMW).
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Letzter F1-GP in Ö 2003
Der glückliche Sieger Michael Schuhmacher verwies Kimi Raikkonen und Rubens Barrichelo auf die Plätze.
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Letzter F1-GP in Ö 2003
Der große Sieger hatte zurecht allen Grund zu feiern.

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16 Postings
jagenau meint am 25.07.2013 16:09:11 ANTWORTEN >
aber für die vermietung nehmen sie gerne stattliche preise!!! heuchler!!!
pro Spielberg (GAST) meint am 25.07.2013 10:21:22 ANTWORTEN >
An die Anwohner wird nicht gedacht?!?!!?!?! In welcher Welt lebt ihr bitte, die gesamte Obersteiermark ist ein Abwanderungsgebiet, wenn nicht bald etwas passiert ist die Region in 20 bis 30 Jahren veraltert und stirbt aus! Jeder redet nur von Beeinträchtigung für die armen Anreiner, vielleicht sollte man diese armen Anrainer bis aufs letzte Hemd verklagen, wenn sie ihren Rasenmäher anstarten oder die Luft mit Feinstaub beim Holzkohlegrillen verschmutzen oder wenn sie selbst mit dem bösen Auto fahren und die Luft verschmutzen. Wie kann man eigentlich so ein krankes Hirn haben und immer gegen alles sein??? Abgesehen davon, wie kann jemand sowenig Rückgrad haben und ein Vermögen für etwas annehmen und bei der nächsten Gelegenheit wieder dagegen protestieren. Es sollte auch nicht vergessen werden, dass seit den 70er Jahren in dieser Region Rennen stattfinden und die meisten die sich angesiedelt haben, sind noch nicht seit den 70er Jahren in dieser Region. Wer hat also eher das Bleibereicht. Vielleicht sollte man ja, durch die Einnahmen das öffentliche Interesse in den Vordergrund rücken und gewisse Leute einfach umsiedeln.
wulf1972 (GAST) meint am 24.07.2013 09:56:34 ANTWORTEN >
ich kann mich nur gast 89 anschliessen. Endlich haben wir in Österreich die Möglichkeit die Königsklasse zu Gast zu haben und dann wird wieder von einigen wenigen Leuten gesudert. Diese fühlen sich berufen die Weltverbesserer zu sein. Spielberg ist nun mal schon seit jahrzenten eine Rennstrecke und jeder der dort wohnt oder neu gebaut hat hat das im vorhinhein gewusst. Also was soll das Herr Obmann Arbesser. Für was stehen sie eigentlich ein??? Ich denke auch das es für die Region wichtig ist solche Veranstaltungen durchzuführen. 2-3 Großveranstaltungen im Jahr sind keine allzu große Beeinträchtigung und ist sicher auch mehrheitlich im Einklang mit den Anrainern. Also Herr Mateschitz weiter so, danke dafür.
gast3580 (GAST) meint am 24.07.2013 09:15:04 ANTWORTEN >
sollten die anrainer nochmals viele arbeitsplätze vernichten und verhindern dann soll herr mateschitz das gelände abreissen die Produktion in Österreich einstellen und wo anders produzieren und stattdessen ein rießiges asyllager mit ein paar tausend Unterkünften errichten.... mal sehen was die anrainer dann stören wird?????? hört endlich auf und seit froh dass arbeitsplätze geschaffen werden ihr ewigen suderanten!!!!!!!!!!1
Spielberg (GAST) meint am 24.07.2013 08:32:55 ANTWORTEN >
Ich wohne ganz dicht beim Red Bull Ring und mich stört der Lärm nicht !!!!! Bin froh das endlich wieder Leben in die Region kommt ( Daumen hoch) Weiter so !
gast89 (GAST) meint am 24.07.2013 08:29:35 ANTWORTEN >
typisch österreich querolanten und suderer..
bin zwar kein F1 fan aber wenn ich mich nicht täusche fährt die F1 ja nicht jeden tag dort,max.ein we lang.
desweiteren ist die gegend nicht gerade der hot spot von österreich also würde eine belebung mit kompromissen besser für die gegend sein als pure verhinderung und nein sage taktik..
aber so is nu mal unser land von perspektiven und offenheit geprägtes land versinkt im nelei system des irrwahnns..(nelei=negative lebenseinstellung)
rmax (GAST) meint am 24.07.2013 07:40:52 ANTWORTEN >
jeder der gegen diese Veranstaltung ist, ist in meinen Augen der grösste Sturrschädl den es gibt. Gerade diese Region braucht das Geld und die Arbeitsplätze die dadurch enstehen. Man sollte Didi ein Denkmal bauen.
m.kd. (GAST) meint am 24.07.2013 07:09:43 ANTWORTEN >
Es wird höchste Zeit, daß sich das Volk endlich gegen die Querulanten zur Wehr setzt!
Es kann doch nicht sein, daß wegen einigen wenigen, keine Veranstaltungen durchgeführt werden können, egal ob A1-Ring, Festveranstaltungen, Musik-Night und vieles andere mehr.
Irgendwann reichts einmal, die Rechte der Querulanten gehören endlich eingeschränkt. Heißt es nicht, daß Recht geht vom Volke aus? Ein paar Kasperl sind nicht das Volk!
alex1476 (GAST) meint am 24.07.2013 06:47:55 ANTWORTEN >
War eh logisch, dass bei uns wieder jammerer und nörgler gibt. Es ist natürlich nicht zumutbar, dass ein GANZES WOCHENENDE so blöde Rennautos die die Umwelt kaputt machen und sooooo laut sind im Kreis fahren!!!!! SKANDAL!!!! ;-) Mich wundert ja, dass genau an dem Rennwochenende nicht zufällig ein ganz seltener Kanarienvogel genau in der Boxengasse seine Eier legt und das immerhin schon seit 3 Jahren... kommt aber sicher noch... Also: F1 - nicht bei uns - pfui :-D
gb (GAST) meint am 23.07.2013 21:47:10 ANTWORTEN >
das braucht kein Mensch, nur eine gratis Werbeplattform für RB. An die Anwohner wird nicht gedacht....
filz?? (GAST) meint am 23.07.2013 20:32:42 ANTWORTEN >
Gegen die Eurofighter ist die F1 ein Lercherlfurz. Warum stellt die Region nicht eine Schadenersatzklage gegen die Verhinderer?
ben1739 (GAST) meint am 23.07.2013 20:19:17 ANTWORTEN >
Wieso nicht... spannender als Fußball wo dauernt das gleiche passiert
seltsame Sache (GAST) meint am 23.07.2013 18:44:38 ANTWORTEN >
ist das nicht der Typ, der vom Land fleißig Kohle für die Renovierung seines Schlosses bekommen hat? Der gegen RedBull hetzt, aber 5000 Euro kassiert, damit er für Land und/oder Redbull Lärmmessungen macht? Habe ich gehört, von Anrainern des Rings, die schon zu Österreichring Zeiten bei allen Rennen waren. Ich kenne auch keinen Anrainer, den der Ring stört. In der Region gibt es so gut wie keine neuen Arbeitsplätze, es wird jeder Cent für die verschuldeten (roten) Gemeinden gebraucht, siehe Beispiel Fohnsdorf. Es gilt die Unschuldsvermutung.
jacob meint am 23.07.2013 16:00:17 ANTWORTEN >
kein Mensch braucht die Kreisfahrer und de Dauergrinser Dosenchef
@jacob (GAST) meint am 23.07.2013 19:10:11
Neidisch auf den Erfolg der anderen? Trauriger Mensch
Karliuropa (GAST) meint am 23.07.2013 15:51:03 ANTWORTEN >
Ich pack schon meinen Reserve Liegestuhl ein, und freu mich auf den GP. Querulanten gibts immer!
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