F1-Skandal? Betrugsverdacht um Ferrari

Ärger droht

F1-Skandal? Betrugsverdacht um Ferrari

Vier Rennen vor Ende der Formel-1-Saison hat Sebastian Vettel 59 Punkte Rückstand auf WM-Leader Lewis Hamilton - die Situation scheint fast aussichtslos. Aufgeben will der Deutsche jedoch nicht. "Wir haben noch eine Chance. Die Punkte werden erst am Ende zusammengerechnet. Aber es ist nicht mehr so sehr in unserer Hand."

Auch Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene lässt mit einer Kampfansage aufhorchen: "Diese WM ist noch nicht vorbei. Wir kämpfen bis zur letzten Runde und bis zur letzten Kurve. Das garantiere ich." Deshalb holte man auch die spanische Ingenieurin Maria Mendoza ins Team. Sie gilt als Expertin und soll die zuletzt aufgetretenen technischen Probleme lösen.

Der Scuderia droht jedoch schon neues Ungemach: Man steht unter Betrugsverdacht. Laut Auto Motor und Sport soll man in drei unterschiedlichen Tanks drei verschiedene Ölsorten lagern, um mit dem daraus entstehenden Gemisch die Leistung zu steigern. Verdächtige Details kamen beim Vettel-Chaos in Suzuka ans Licht.

Verdächtiger Behälter

Die Mechaniker hatten damals noch in der Startaufstellung versucht, die Zündkerzen-Probleme zu lösen. Vergeblich, wie sich danach herausstellte. Nachdem sie dafür die Motorenabdeckung entfernen mussten, konnte die Konkurrenz das sehen, was sonst im Verborgenen bleibt. Verdächtig: ein länglicher Behälter an der Chassis-Rückwand mit Flüssigkeit.

Die FIA hatte in Monza festgelegt, dass künftig nur noch 0,9 Liter Öl pro 100 Kilometer verbrannt werden dürfen. Um Öl-Trickserein zu verhindern. Verstößt Ferrari dagegen, wäre dies ein Skandal. Bei den technischen Abnahmen durch die FIA traten bislang keine Unregelmäßigkeiten auf.

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