Hamilton dominiert und entgeht Strafe

Silverstone-Qualifying

Hamilton dominiert und entgeht Strafe

Mercedes-Mann Lewis Hamilton hat seine Favoritenstellung bei seinem Heimrennen in Großbritannien untermauert. Der Brite ließ am Samstag im Silverstone-Qualifying Kimi Räikkönen im Ferrari 54 Hundertstel hinter sich. Es ist die 67. Pole Position in seiner Karriere. Hamilton musste nach seiner beeindruckenden Pole allerdings noch einige Zeit zittern. Die Race Stewards untersuchten einen Vorfall, bei dem Hamilton Haas-Pilot Romain Grosjean behindert hatte. Über eine halbe Stunde nach Quali-Ende gab es erst das Aufatmen bei Mercedes

Hamilton wird nicht bestraft und kann das Rennen aus der ersten Position in Angriff nehmen (ab 14 Uhr im oe24-Live-Ticker). Niki Lauda sagte im RTL-Interview, dass im schlimmsten Fall eine Rückversetzung um drei Plätze möglich gewesen wäre.

+++Ferrari mit Geheim-Update in Silverstone+++

Auf Platz drei im Qualifying kam der WM-Führende Sebastian Vettel im zweiten Ferrari. Spielberg-Sieger Valtteri Bottas klassierte sich dahinter, der zweite Mercedes-Pilot muss in der Startaufstellung wegen eines Getriebewechsels allerdings fünf Platze zurück. Red-Bull-Pilot Max Verstappen belegte den fünften Platz, sein Stallkollege Daniel Ricciardo schied schon im ersten Abschnitt wegen eines technischen Defekts aus.

Hamilton klarer Favorit in Heimrennen
Hamilton strebt am Sonntag seinen insgesamt fünften Silverstone-Sieg und den vierten in Folge an. Der 32-Jährige entschied am Samstag auf zunächst regennasser Strecke auch zum fünften Mal das Qualifying für sich. 54 Hundertstel betrug der Vorsprung auf Räikkönen, der zum dritten Mal heuer in der ersten Startreihe stehen wird. "Ich fühle mich großartig, speziell wenn man so eine tolle Kulisse um die Strecke herum hat wie hier", lobte Hamilton das Publikum.

"Am Ende haben wir das Beste rausgeholt", meinte der WM-Führende Vettel. "Die Bedingungen waren nicht einfach, aber das Auto war gut - nur nicht ganz gut genug für den ersten Platz", gab sich Räikkönen gedämpft zufrieden.

Ein großes Kompliment für Hamilton gab es von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. "Die letzte Runde war wirklich super. Das Auto war nicht so einfach zu fahren, weil der Valtteri keine gute Runde zusammengebracht hat. Insofern war es eine Superleistung", meinte der Wiener im ORF-Interview. "Man hat gesehen, der Lewis war bei weitem der Schnellste da draußen."

Eine Strafe gegen Hamilton hatte Wolff zurecht nicht befürchtet. Der Franzose Grosjean gab an, dass er sich in einer schnellen Runde durch Hamilton gebremst gefühlt habe. Die Jury entschied sich nach kurzen Beratungen dafür, keine weiteren Schritte zu ergreifen.

Bottas wird zurück gereiht
In den vergangenen Tagen war Hamilton nicht zuletzt in britischen Medien unter Kritik gestanden, da er am Mittwoch ein PR-Event der Formel 1 mit allen Fahrern mitten in London geschwänzt hatte. Bottas landete zwar mit einigen Problemen auf Platz vier, rückt in der Startaufstellung aber voraussichtlich fünf Plätze nach hinten auf Position neun, da an seinem Mercedes vor Ablauf der erlaubten Frist von sechs Wochenenden das Getriebe gewechselt wurde.

Red-Bull-Pilot Max Verstappen belegte im Zeittraining den fünften Platz. Sein Teamkollege Daniel Ricciardo musste wegen eines technischen Gebrechens im ersten Quali-Abschnitt aufgeben. "Es könnte der Turbo sein", gab der Australier zu verstehen. Im Anschluss war die Session mittels Roter Flagge für einige Minuten unterbrochen, damit sein Wagen gefahrlos abtransportiert werden konnte.

Ricciardo hatte es seit Monza 2015 immer in Q3 geschafft. Auch für den Red-Bull-Punktelieferanten war schon zuvor wegen eines vorzeitigen Getriebewechsels festgestanden, dass er in der Startaufstellung fünf Plätze zurückversetzt wird.

Alonso bekommt Extra-Applaus
Bei Fernando Alonso wuchs der am Freitag angegebene Verlust von fünf Startplätzen auf 30 an, nachdem an seinem McLaren-Honda regelwidrig weitere Power-Unit-Elemente getauscht wurden. Trotzdem sorgte der Spanier für den Höhepunkt des Q1, als er als Letzter auf der Strecke und als einziger Fahrer mit Trockenreifen Bestzeit fuhr. Das Publikum quittierte das lautstark mit Applaus.

Es war nur der erste Platz im Q1, aber den Leuten hat es offensichtlich gefallen, dass McLaren ganz oben steht", sagte Alonso. In der zweiten Session blieb der 35-Jährige dann auf der Strecke - im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Stoffel Vandoorne, der erstmals in dieser Saison besser abschnitt. Der Belgier kam auf die neuntschnellste Zeit im Qualifying.

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