11. März 2010 14:01

Bahrain 

Heute startet die F1-Saison

Warten und Spekulieren hat ein Ende: Ab sofort heißt es: Karten am Tisch!

Heute startet die F1-Saison
© GEPA
Heute startet die F1-Saison

Die Spekulationen werden am Wochenende ein Ende haben. Testzeiten, Spritmengen, Favoritenrollen - am Samstag und Sonntag werden in Bahrain erstmals die Karten auf den Tisch gelegt. Die kommende Formel-1-WM verspricht eine der spannendsten in den vergangenen Jahren zu werden. Dafür garantiert nicht zuletzt dank des Sensations-Comebacks von Rekordweltmeister Michael Schumacher ein hochklassiges Fahrerfeld wie lange nicht.

Vier Favoriten-Teams
Der Auftakt auf der Wüsteninsel könnte ein richtungsweisender sein. Vier Teams erheben Anspruch darauf, in dieser Saison um die WM zu fahren. Wer in Bahrain hinterherfährt, dürfte seine Erwartungen zurückschrauben müssen. Als Topfavorit geht Ferrari in die Saison. "Es ist ein wichtiges Rennen, aber es ist nur der Anfang. Wir wollen Weltmeister werden, dafür muss man zehn Monate gut sein", erinnerte Neuzugang Fernando Alonso am Donnerstag.

Die F1-Teams für 2010
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F1-Teams 2010
Mercedes Grand Prix, Teamchef: Ross Brawn. Motor: Mercedes-Benz F0 108X
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F1-Teams 2010
McLaren-Mercedes, Teamchef: Martin Whitmarsh. Motor: Mercedes Benz
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F1-Teams 2010
Lotus, Teamchef: Tony Fernandes. Motor: Cosworth CA2010
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F1-Teams 2010
Hispania Racing Team, Teamchef: Colin Kolles. Motor: Cosworth CA2010
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F1-Teams 2010
Force India, Teamchef: Vijay Mallya. Motor: Mercedes Benz FO 108X
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F1-Teams 2010
Ferrari, Teamchef: Stefano Domenicalli. Motor: Ferrari 056
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F1-Teams 2010
Williams, Teamchef: Frank Williams. Motor: Cosworth CA2010
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F1-Teams 2010
Virgin, Teamchef: John Booth. Motor: Cosworth CA2010
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F1-Teams 2010
Toro Rosso, Teamchef: Franz Tost. Motor: Ferrari 056
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F1-Teams 2010
Sauber, Teamchef: Peter Sauber. Motor: Ferrari 056
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F1-Teams 2010
Renault, Teamchef: Eric Bouillier. Motor: RS27-2010
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F1-Teams 2010
Red Bull, Teamchef: Christian Horner. Motor: Renault RS27-2010

Neuer Kurs
Der Kurs in Sakhir ist im Vergleich zum Vorjahr verlängert worden, weist acht neue, zum Teil sehr langsame Kurven auf. War im Winter noch hauptsächlich im milden europäischen Klima (Spanien) getestet worden, so warten nun knapp 32 Grad auf Mensch und Maschine. Dehydration sei laut Fahrern kein Problem, eher schon der Sand, der aus der umgebenden Wüste auf die moderne Strecke geweht werden kann. Die Autos verlieren dadurch sehr viel an Grip.

Kein Nachtanken
Dazu kommt das veränderte Fahrverhalten durch größere Spritmengen. Das Tankverbot während der Rennen ist neben der Punktevergabe (25 für den Sieger) die signifikanteste Änderung im Reglement. Autos, die im Qualifying schnell sind, müssen daher nicht notwendigerweise auch im Rennen schnell sein und umgekehrt. "Die wahre Stärke der einzelnen Teams wird man ohnehin erst nach ein paar Rennen bewerten können", meinte Ex-Weltmeister Niki Lauda.

Schumis Routine ein Vorteil
Schumacher, der seinen ersten Grand Prix seit 2006 bestreitet, müsse allein schon wegen seiner Routine und fahrerischen Extraklasse auf der Rechnung behalten werden. Die Topfavoriten sind aber andere - neben Alonso und Lewis Hamilton auch Sebastian Vettel. Der Deutsche soll in die Fußstapfen seines großen Landsmannes Schumacher treten, gegen den er erstmals in der Königsklasse antritt.

Alle F1-Fahrer 2010
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F1-Piloten 2010
Mark Webber (AUS/33), Team: Red Bull Racing
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F1-Piloten 2010
Sebastian Vettel (GER/22), Team: Red Bull Racing
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F1-Piloten 2010
Nico Rosberg (GER/24), Team: Mercedes GP
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F1-Piloten 2010
Michael Schumacher (GER/41), Team: Mercedes GP
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F1-Piloten 2010
Lewis Hamilton (GBR/25), Team: McLaren-Mercedes
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F1-Piloten 2010
Jenson Button (GBR/30 Jahre): McLaren-Mercedes
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F1-Fahrer 2010
Witali Petrow (RUS/25), Team: Renault
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F1-Fahrer 2010
Robert Kubica (POL/25), Team: Renault
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F1-Fahrer 2010
Nico Hülkenberg (GER(/22), Team: Williams
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F1-Fahrer 2010
Rubens Barrichello (BRA/37), Team: Williams
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F1-Fahrer 2010
Fernando Alonso (ESP/28), Team: Ferrari
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F1-Fahrer 2010
Felipe Massa (BRA/28), Team: Ferrari
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F1-Fahrer 2010
Heikki Kovalainen (FIN/28), Team: Lotus
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F1-Fahrer 2010
Jarno Trulli (ITA/35), Team: Lotus
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F1-Fahrer 2010
Jaime Alguersuari (ESP/20), Team: Toro Rosso
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F1-Fahrer 2010
Sebastian Buemi (SUI/21), Team: Toro Rosso
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F1-Fahrer 2010
Vitantonio Liuzzi (ITA/28), Team: Force India
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F1-Fahrer 2010
Adrian Sutil (GER/27), Team: Force India
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F1-Fahrer 2010
Lucas di Grassi (BRA/25), Team: Virgin Racing
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F1-Fahrer 2010
Timo Gloc (GER/27), Team: Virgin Racing
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F1-Fahrer 2010
Pedro de la Rosa (ESP/39), Team: Sauber
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F1-Fahrer 2010
Kamui Kobayashi (JPN/23), Team: Sauber
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F1-Fahrer 2010
Bruno Senna (BRA/26), Team: Hispania Racing
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F1-Fahrer 2010
Karun Chandok (IND/26), Team: Hispania Racing

Vettel steckt nicht zurück
Vettel offenbarte zwar Respekt für den Rekordchampion, auf der Strecke soll er aber ein Gegner sein wie jeder andere. "Ich werde sicher nicht rechts ranfahren und ihn vorbeilassen", kündigte Vettel seinem Kindheitsidol einen Kampf an. "Zuerst muss man einmal abwarten, wie konkurrenzfähig sein Auto ist." Ferrari, Red Bull und McLaren hatten bei den Tests zuletzt in Barcelona schneller ausgesehen als das neue Mercedes-Werksteam.

Bullen wollen WM-Titel
Bei Red Bull sind die Ansprüche aufgrund der mit sechs Siegen und WM-Platz zwei so erfolgreichen Vorsaison deutlich gestiegen. Druck kommt nicht nur aus der Konzernzentrale in Österreich, sondern für Vettel auch von der deutschen Öffentlichkeit. "Mittlerweile verstehe ich aber, mit diesen Erwartungen umzugehen", erklärte der 22-Jährige. "Die höchsten Erwartungen habe ich sowieso an mich selbst - ich will Weltmeister werden und Rennen gewinnen."

Wichtige Aufschlüsse erwarten sich die Rennställe in den Freien Trainings am Freitag, am Samstag wird es dann erstmals ernst. Das Qualifying wurde aufgrund des auf 24 Piloten angewachsenen Feldes angepasst, pro Phase scheiden je sieben aus. Die neuen Teams Lotus, Virgin und Hispania haben noch deutlichen Rückstand, dürften pro Runde mehr als drei Sekunden verlieren. Dafür könnte BMW-Nachfolger Sauber überraschen. "Einiges ist neu, die Vorfreude ist sehr groß", versicherte Vettel. Bei allen Beteiligten.


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