Irres Wechsel-Beben in der Formel 1

Mega-Rochade

Irres Wechsel-Beben in der Formel 1

Carlos Sainz löst in der Formel 1 ein verrücktes Wechsel-Beben aus: Der spanische Toro-Rosso-Pilot nimmt laut übereinstimmenden Medienberichten künftig im Renault Platz. Er löst dort den bisher punkt- und glücklosen Jolyon Palmer ab, der heftig in der Kritik steht. Und das offenbar ab dem Grand Prix von Malaysia (1. Oktober).

Sein Abschied zieht jedoch einen Domino-Effekt nach sich: Im Red-Bull-Junior-Team soll entweder GP2-Supertalent Pierry Gasly oder der Japaner Nobuharu Matsuhita die Chance bekommen. Letzterer wäre ein Zugeständnis an Honda, das Toro Rosso ab der neuen Saison wohl mit Antrieben beliefert.

Das ist aber noch lange nicht alles: Ein Deal zwischen Red Bull Racing sowie Honda ab 2019 steht ebenso vor dem Abschluss. Im Gegenzug soll McLaren die dreijährige, erfolglose Liaison mit Honda beenden, künftig auf Renault-Power zurückgreifen. Die Franzosen wiederum sollen bei der Mega-Rochade auf Sainz bestanden haben.

Was will Red Bull mit Honda?

Hintergrund: Red Bull als auch McLaren sind unzufrieden. Mercedes und Ferrari aber weigern sich, einen direkten Konkurrenten mit Motoren auszustatten. So kam es zum Tausch zwischen RBR und dem Traditionsteam aus Woking, das damit mitunter den Verbleib von Fernando Alonso sichert. Der Doppel-Weltmeister bestand nämlich auf eine Trennung von Honda und wird nun vermutlich eine Saison dranhängen.

Bleibt die Frage, was Red Bull mit dem Krisen-Hersteller will? Fakt ist: Renault konnte die Bosse nicht zufriedenstellen, der Unmut ist groß. Nun soll der "Neustart" gelingen - dafür gibt's eine saftige Mitgift. McLaren kassierte bislang eine dreistellige Millionen-Summe. Auch das dürfte für Honda gesprochen haben.

Eine offizielle Bestätigung aller Deals steht aus. Am 17. September macht die Formel 1 in Singapur Halt.

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