Lauda schlägt nach Vettels Sieg Alarm

Alarmstufe Rot

Lauda schlägt nach Vettels Sieg Alarm

"Ein großes Ferrari-Fest", titelte die Gazzetta dello Sport nach dem Ostersieg von Sebastian Vettel in Bahrain. Da zog auch Mercedes-Teamaufsichtsrat Niki Lauda seine Kappe: "Sie haben eine perfekte Leistung geboten." Bei Lauda ("Wir haben viele kleine Fehler gemacht.") hingegen schrillen die Alarmglocken: "Wir müssen uns etwas einfallen lassen."

Vettel hat gegen den spätestens nach 5-Sekunden-Strafe (Behinderung) chancenlosen Hamilton auf 2:1 Siege gestellt und führt jetzt allein die WM an. Valtteri Bottas, in Bahrain sensationell aus Pole gestartet, kam nach Problemen (falscher Reifendruck, zu langer Stopp) über Platz drei nicht hinaus.
 

Lauda: "Bei uns schrillen die Alarmglocken"

Österreich: Herr Lauda, warum war Mercedes in Bahrain gegen Vettel chancenlos?

Niki Lauda: Weil Ferrari eine perfekte Leistung gebracht hat: Auto schnell, Vettel super, Strategie in Ordnung - sie haben verdient gewonnen.

Österreich: Und was war bei Mercedes los?

Lauda: Da haben sich viele kleine Fehler summiert, damit kannst du gegen eine perfekt funktionierende Ferrari-Mannschaft nicht gewinnen: Bei Bottas funktionierte die Heizdecke vor dem Start nicht, damit war der Druck bei einem Reifen falsch. Im Rennen war eine Gunmachine defekt, da hat der Boxenstopp über 6 Sekunden gedauert. Dazu die 5-Sekunden-Strafe von Lewis.

Österreich: Hätte Hamilton ohne Strafe gesiegt?

Lauda: Nein, das wäre sich nicht ausgegangen. Vettel hat seine Führung im Finish nur mehr verwaltet.

Österreich: ORF-Experte Klien meinte, die Strafe gegen Hamilton wäre zu hart ausgefallen.

Lauda: Blödsinn. Lewis hat ganz klar gegen das Reglement verstoßen. Diese 5 Sekunden gegen ihn gehen vollkommen in Ordnung, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Wie gesagt, mit der Kombination aus vielen kleinen Fehlern kann man gegen Ferrari nicht gewinnen.

Österreich: Bei Ihrer RTL-Analyse meinten Sie, das Duell Ferrari gegen Mercedes wäre das Beste, was der Formel 1 passieren kann. Sind Sie so entspannt, weil bei 7 Punkten Rückstand auf Vettel noch nix passiert ist?

Lauda: Hallo?! Es steht 2:1 für Ferrari. Und für mich als Chairman von Mercedes ist natürlich was passiert. Bahrain war für mich immer richtungsweisend. Wer da gewinnt, hat einen gewissen Puffer für die nächsten drei Rennen. Wir haben das leider nicht geschafft. Deswegen schrillen bei uns die Alarmglocken. Bis zum nächsten Grand Prix in Sotschi müssen wir da rauskommen.

Österreich: Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko meinte sinngemäß, in der WM würde er sein Geld auf Vettel setzen.

Lauda: Vettel ist ja sein Ex-Fahrer. Ich hoffe, der Doktor setzt viel auf Vettel - ich werde alles dafür tun, dass er's verliert.
 

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