Red-Bull-Boss attackiert Niki Lauda

Formel 1

Red-Bull-Boss attackiert Niki Lauda

Liberty Media feilt an der Formel 1 der Zukunft. Man will mehr Konkurrenzkampf, mehr Spektakel, dadurch die Faszination wiederbeleben. Niki Lauda sieht die Pläne jedoch kritisch. "Die Amerikaner brauchten natürlich Zeit, um zu verstehen, was diesen Sport ausmacht, aber diese Zeit läuft jetzt langsam ab“, sagte er kürzlich zur Gazzetta dello Sport.

Er hielt fest: "Es ist Quatsch zu denken, dass verschiedene Sieger in jedem Rennen mehr Attraktivität bringen. In der Formel 1 geht's um Wettbewerb. Die Entwicklung der Autos ist ein Grundpfeiler." In der Motorsport-Königsklasse schlug das Interview hohe Wellen.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner schlägt nun zurück. Er empfinde die "Aussagen etwas unfair und unfundiert". Der Ansatz von Liberty Media sei richtig. Um aber an den großen Stellschrauben zu drehen, hatten die Neo-Besitzer zu wenig Zeit: "Es ist unfair, hart mit ihnen ins Gericht zu gehen, wenn sie erst neun Monate dabei sind und ihren ganzen Plan noch nicht präsentiert haben."

Steiner unterstützt Horner

Dass die Formel 1 in den ersten drei Quartalen des Jahres 2017 satte 160 Millionen US-Dollar Verlust schrieb, sei laut Horner eine logische Konsequenz: "Sie investieren in das Geschäft. Es ist ein anderes Modell als das, an das wir gewöhnt waren. Jetzt gibt es ein Marketingteam, eine Geschäftsstruktur. Wer nicht investiert, der wächst auch nicht", betont er gegenüber Formel1.de.

Unterstützung erhält er von seinem Pendant bei Haas, Günter Steiner: "Es ist immer einfach, wenn man weitermacht wie immer. Im normalen Leben will auch keiner was verändern. Niki und Bernie (Anm.: Ecclestone) waren 60 Jahre zusammen, da ist der Wandel für ihn wohl schwieriger zu akzeptieren als für andere."

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