08. Februar 2010 13:08

Probleme 

"Armuts-Olympia" in Vancouver

Obdachlose und Aktivisten protestieren gegen Olympia in Vancouver.

"Armuts-Olympia" in Vancouver
© APA/DPA

Fünf Handschellen anstelle der olympischen Ringe, die Flamme aus Pappmache und Plakate wie "Homes not Games" - Unterkünfte statt Spiele: Obdachlose und Olympia-Gegner haben am Sonntag in Vancouver bei den "Poverty Olympics" (Armuts-Spielen) gegen das Wintersportspektakel und gegen soziale Missstände in der kanadischen Hafenstadt protestiert.

Problemviertel Downtown Eastside
Etwa 500 Personen hatten sich nach Veranstalterangaben nach dem alternativen Fackellauf im Problemviertel Downtown Eastside versammelt. "Die Besucher kommen in eine Stadt, die mehr Obdachlose hat als Olympia-Teilnehmer", verkündete die Poverty-Organisation fünf Tage vor Olympia-Beginn.

Geld in Armutsbekämpfung stecken
"Ganz Kanada und British Columbia bezahlen für die Olympischen Spiele. Sie sollten die Milliarden von Dollar lieber für etwas anderes ausgeben", sagte Bruce Triggs, der in einer Obdachlosenunterkunft wohnt und sich für die Aktion in sein weiß geschminktes Gesicht Dollarzeichen gemalt hatte. "Wenn die Leute entscheiden könnten, ob das Geld für diese zwei Wochen Olympia ausgegeben werden soll oder für alles andere, dann würden sie sagen: Natürlich für etwas anderes. Olympia - das ist Kommerz. McDonald's und so..."

Licht und Schatten
Vancouver zählt zu den lebenswertesten Städten der Welt - für diejenigen, die einen guten Job haben oder als Touristen anreisen. Die Schattenseiten wirken hier besonders dunkel, weil die "Perle am Pazifik" mit ihrer Skyline und ihren Jachthäfen nur so glitzert und strahlt. Downtown Eastside liegt nur ein paar Häuserblocks vom Zentrum und vom BC Place Stadium, wo die Winterspiele am Freitag mit Riesenpomp eröffnet werden. Es ist das ärmste Viertel ganz Kanadas.

Probleme ohne Ende
Die UN hatte die Stadtverwaltung schon lange aufgefordert, dringend etwas gegen die hohe AIDS-Rate, gegen Prostitution, Kriminalität und Drogenhandel in dem Quartier mit seinen etwa 16.000 Bewohnern zu tun. Die Poverty-Organisation berichtete, dass sich die Zahl der Personen, die im Großraum Vancouver auf der Straße leben, zwischen 2002 und 2005 verdoppelt habe. Heute würden über 2.000 Menschen in Notunterkünften oder auf der Straße wohnen. Behörden sprechen von 1600 Wohnsitzlosen 2008. Seitdem seien 750 Personen untergebracht worden.

"Baut Sozialwohnungen", forderten die Demonstranten auf Plakaten. "Erhöht die Sozialhilfe" und: "Beendet die Armut - das ist kein Spiel". Als in der Japanese Hall in Sketchen, Reden und Liedern friedlich, aber deutlich gegen die Kommerz-Spiele gewettert wurde, waren ein paar Teilnehmer der Kundgebung schon nicht mehr dabei: Sie schliefen in den umliegenden Hauseingängen.


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Monaco GP
1. Webber, Mark Red Bull Racing-Renault 1:46:06.557
2. Rosberg, Nico Mercedes AMG-Mercedes +0.643
3. Alonso, Fernando Ferrari +0.947
4. Vettel, Sebastian Red Bull Racing-Renault +1.343
5. Hamilton, Lewis McLaren-Mercedes +4.101
6. Massa, Felipe Ferrari +6.195
7. Di Resta, Paul Force India-Mercedes +41.537
8. Hülkenberg, Nico Force India-Mercedes +42.562
9. Räikkönen, Kimi Lotus F1 Team-Renault +44.036
10. Senna, Bruno Williams-Renault +44.516
Ergebnis
1. Alonso, Fernando 76.00
2. Vettel, Sebastian 73.00
3. Webber, Mark 73.00
4. Hamilton, Lewis 63.00
5. Rosberg, Nico 59.00
6. Räikkönen, Kimi 51.00
7. Button, Jenson 45.00
8. Grosjean, Romain 35.00
9. Maldonado, Pastor 29.00
10. Pérez, Sergio 22.00
Ergebnis
1. Red Bull Racing 146.00
2. McLaren 108.00
3. Ferrari 86.00
4. Lotus F1 Team 86.00
5. Mercedes AMG 61.00
6. Williams 44.00
7. Sauber 41.00
8. Force India 28.00
9. Scuderia Toro Rosso 6.00
10. Caterham F1 Team .00
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