Olympia: Gasser mit kuriosem Vergleich

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Olympia: Gasser mit kuriosem Vergleich

Dick eingemummt bei minus 17 Grad und mit Wärmepads in den Handschuhen hat Anna Gasser am Dienstag im "Bokwang Phoenix Park" den olympischen Slopestyle-Kurs inspiziert. Während Snowboarder aus anderen Ländern mehrere Male über die Anlage fuhren, gingen die Kärntnerin und ihr Teamkollege und Freund Clemens Millauer sehr akribisch vor und nahmen sich vor allem bei den Rails viel Zeit.

Der erste Blick auf die Anlage mit den mächtigen Kickern und das erste Abtasten begeisterten die 26-Jährige. "Es schaut nicht real aus, der ganze Kurs schaut mehr aus wie ein Videospiel, weil alles so perfekt gemacht worden ist", sagte Gasser.

Als regierende Weltmeisterin, X-Games-Siegerin und Weltcup-Saisondominatorin ist Gasser eine der Topfavoritinnen im Big Air bei den Winterspielen. "Der Sieg in Aspen bei den X-Games hat mir ja noch gefehlt. Das war jetzt eine richtig coole Sache. Es war schön, mit so einem Gefühl hierher zu reisen." Doch auch im vorher stattfindenden Slopestyle will sie es am kommenden Sonntag ins Finale schaffen.

ÖOC-Hoffnung schwärmt von Kurs

"Ich habe mir alles genau angeschaut, es gibt sehr viele verschiedene Optionen, besonders oben. Deshalb wollte ich mir jede Option einmal durch den Kopf gehen lassen. Ich hoffe, dass beim Training das, was ich mir in den Kopf gesetzt habe, aufgeht", sagte die Olympia-Zehnte von 2014.

Eine genaue Besichtigung des Olympia-Kurses, bei dem besonders die Rails (Geländer/Anm.) anspruchsvoll seien, ist notwendig. "Bei den meisten Kursen im Weltcup gibt es gar nicht so viele Optionen, deshalb brauche ich auch nicht so viel Zeit. Es ist wichtig, bei einem schweren Kurs auch mehrere Trainingstage zu haben, damit das Level raufgeht. Ich glaube, wir alle können die drei Tage, die uns bevorstehen, gut gebrauchen."

 

Außerdem hat sie in diesem Winter noch keinen Slopestyle absolviert. "Es wird sicher für mich eine Challenge, einen kompletten Run runterzubringen. Die einzelnen Abschnitte weiß ich, dass ich die kann, aber jetzt heißt es, die alle zusammenzufügen. Die Tricks werden die ähnlichen sein wie im Big Air."

Gasser spürt den Medaillen-Druck

Österreichs Snowboard-Freestyler trafen erst am Montagabend in Bokwang ein, trotzdem standen sie bereits Dienstagfrüh auf dem Board. "Gott sei Dank haben wir heute nur Inspektion und noch kein Training. Ein bisschen müde bin ich, aber ich bin mir sicher, dass das in den nächsten Tagen verfliegt."

Vor dem auf ihr lastenden Druck will sich Gasser schützen. "Ich werde versuchen, es so zu sehen wie jeden anderen Bewerb. Den meisten Druck werde ich mir selbst im Slopestyle in der Quali machen, denn die würde ich sehr gerne schaffen. Im Finale heißt es dann eh nur Vollgas geben, entweder es geht mir auf oder es geht halt leider nicht."

Mit dem Rummel um sich habe sie mittlerweile gelernt umzugehen. "Aber Olympia ist doch Olympia, das spürt man ein bisschen. Ich habe von den Winterspielen vor vier Jahren viel gelernt und hoffe, dass mir das hier jetzt hilft, damit besser umzugehen."

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