Hirscher siegt und holt Gesamtweltcup

RTL in Kranjska Gora

Hirscher siegt und holt Gesamtweltcup

Die irre Hirscher-Show geht weiter! Nach der WM demoliert Marcel Hirscher auch beim RTL in Kranjska Gora die Konkurrenz und holt sich fix den Gesamtweltcup und die RTL-Kugel!

Hirscher hat seinen Siegeszug in Kranjska Gora fortgesetzt. Der Salzburger Ski-Star gewann am Samstag bei Nebel und Nieselregen den Riesentorlauf und sicherte sich, da der Franzose Alexis Pinturault schon im ersten Durchgang ausfiel, den Gewinn der kleinen Kristallkugel in dieser Disziplin. Zudem steht Hirscher zum sechsten Mal in Folge als Gewinner des Gesamtweltcups fest.

+++Ski-Legende Moser-Pröll: Deshalb ist Hirscher der Größte+++

Der Doppelweltmeister von St. Moritz, der sich bei seinem 44. Weltcup-Sieg vor dem Norweger Leif Kristian Haugen (+0,46 Sek.) und dem Schweden Matts Olsson (0,67) durchsetzte, führt im Gesamtranking fünf Rennen vor Schluss 504 Punkte vor Henrik Kristoffersen aus Norwegen, der nur Elfter wurde. Als nächstbester Österreicher landete in Slowenien Manuel Feller auf Rang vier. Roland Leitinger schaffte mit Platz neun die Qualifikation für das Weltcupfinale in Aspen.

Morgen findet in Kranjska Gora noch ein Slalom statt. Da fährt Hirscher auch noch um die Slalom-Kugel.

Historischer 6. Gesamtweltcupsieg
Rekorde sind dazu da, gebrochen zu werden. Jener von Marcel Hirscher aufgestellte dürfte aber einer sein, der für eine halbe Ewigkeit hält. Der beste Alpinskiläufer der Gegenwart holte sich zum sechsten Mal in Folge die große Kristallkugel für den Gewinn des Gesamtweltcups, rangiert damit alleine an der Spitze. Wie bei den Damen Landsfrau Annemarie Moser-Pröll mit ebenfalls sechs.

Der anders als potenzielle Kugel-Anwärter wie der Norweger Aksel Lund Svindal seit Jahren verletzungsfrei durch die Winter gekommene Hirscher, stellt sich den sportlichen Herausforderungern, meistert sie und peilt neue an. Gerade erst in St. Moritz Doppelweltmeister geworden und mit nun sechs Gold- und drei Silbermedaillen zum zweiterfolgreichsten Skirennläufer der Geschichte hinter Toni Sailer (sieben Titel) aufgestiegen, ließ er am Samstag in Kranjska Gora den nächsten Coup folgen.

Österreichs dreifacher Sportler des Jahres und auch dreifacher Welt-Skifahrer hält bei 44 Siegen im Weltcup - 20 im Slalom, 21 im Riesentorlauf, einem im Super-G und zwei bei City Events (Parallel-Slaloms) - und liegt damit im vom Schweden Ingemar Stenmark angeführten Herren-Ranking (86 Siege) an fünfter Stelle. Er gewann vier Kristallkugeln für die Riesentorlaufwertung und drei im Slalom - mit der Chance auf ebenfalls eine vierte noch in der laufenden Saison.

Nur Olympia-Gold fehlt in Sammlung
Zur Vollendung fehlt dem Absolventen der Hotelfachschule Bad Hofgastein, dessen Mutter Sylvia Niederländerin und Vater Ferdinand unterstützend bei den meisten Rennen mit dabei ist, noch eine Goldmedaille bei Olympischen Spielen. Der Motocross-Fan will dies 2018 in Pyeongchang nachholen und seine Bilanz im Kreise der Fünf Ringe von einer Slalom-Silbernen 2014 in Sotschi/Krasnaja Poljana entscheidend aufbessern.

"Es wäre schön, wenn es klappt. Aber ich werde mich deshalb nicht hineintheatern. Ich werde es versuchen. Wenn's klappt, dann ist es der i-Punkt", sagte der 28-Jährige zuletzt bei der WM in St. Moritz, wo er nicht nur zum zweiten Mal in seiner Karriere Slalom-Weltmeister wurde, sondern auch das ersehnte Riesentorlauf-Gold einfuhr. Die weiteren Goldmedaillen hatte er 2015 in der Kombination sowie 2013 und 2015 im Teambewerb errungen.

Vertrauenstrainer Michael "Mike" Pircher ist einer von vielen Stücken im Erfolgspuzzle des Annabergers. "Unglaublich, dass er jetzt über sechs Jahre so eine Leistung bringt. Konstanz und Stabilität sind echt einzigartig, und das verwundert auch mich. Jeder verlangt es, jeder erwartet es. Und er bringt es", betonte Pircher. Hirscher sei auf einem Level "ganz, ganz hoch oben. Ich würde sagen, da gibt es kaum noch eine Steigerung. Schauen wir, dass wir das halten."

Hirscher funktioniert seit Jahren fast immer, unter Druck aber nachweislich besonders gut. So machte er sich nach dem eingefangenen medialen Spott nach seiner Niederlage im WM-Teambewerb gegen einen Belgier Luft ("Tritt von hinten"), krönte sich zum Doppelweltmeister und sprach von Genugtuung: "Es war für mich so, dass ich mir gedacht habe: 'Echt, so wenig bin ich wert für Österreichs Sport?' Das war irgendwie echt eine von hinten mitgeben. Ich habe mich nicht unbedingt wertgeschätzt gefühlt, was meine letzten sechs Jahre betrifft."

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