Video zum Thema Marcel Hirscher spricht über sein Comeback
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Nach Verletzung

Marcel Hirscher peilt Blitz-Comeback an

Als "Achterbahnfahrt", "beinhart" und "aufregende Zeit" hat Marcel Hirscher bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit dem Knöchelbruch im August seinen neuen Alltag beschrieben. Er werde dem linken Fuß sicher die nötige Zeit zur Heilung geben, versprach der Ski-Star am Donnerstag in Wien. "Wenn es ein kleines Wunder gibt", könnte Hirscher aber schon im November in Levi dabei sein.

Zuletzt hatte Hirscher in seinem Blog für die Red-Bull-Internetseite einen Start Anfang Dezember in Beaver Creek angepeilt. Das bleibe auch nach wie vor das primäre Ziel, doch der Levi-Slalom am 12. November sei durchaus eine Option, hieß es dazu vor zahlreichen Medienschaffenden, unter anderem einem Reporter des norwegischen Fernsehens. "Aber das muss wirklich alles tipptipptopp funktionieren", erklärte der Salzburger. "Da darf keine Komplikation dazwischenkommen, dann kann ich dort mitfahren."

Im Moment sei an Schneetraining jedenfalls noch nicht zu denken. Langfristig wolle Hirscher im Jänner "parat sein", also vor den Olympischen Spielen im Februar in Pyeongchang. Bis dahin sollte ein Großteil der Ungewissheit, die ihn aktuell quält, abgebaut sein.

Die Reha verläuft "ziemlich gut"

"Die Fragen, die ihr mir stellt, stelle ich mir derzeit auch", verriet Hirscher. Fragen wie: Wie wird die Bruchstelle den Druck in seinem Skischuh aushalten? Wird der Knöchel wieder so beweglich sein wie vor der Verletzung? Werden Schmerzen bleiben? "Das wird sicherlich für mich eine große Challenge werden, wieder komplett fast hemmungslos zu sein in einem Rennen", gewährte der 28-Jährige Einblick in seine Gedanken. "Es ist schon so, dass ich meine persönliche Erwartungshaltung reduzieren muss."

Aktuell sei er dem groben Plan für den Weg zurück aber sogar einen Schritt voraus. "Es ist ziemlich gut. Es passt", informierte Hirscher, der weder Gips noch Schiene trägt. Am Freitag gebe es einen Röntgentermin, danach, so hoffe er, werde die Trainingsbelastung mit ärztlichem Segen weiter gesteigert.

In etwa einer Woche wolle er Kniebeugen mit Skischuhen machen. "Beinharte" Arbeit sei es allerdings schon bis jetzt gewesen. "Training, Therapie, Training, Therapie, schlafen, essen - das war es. Es ist fast recht stressig gewesen", sagt er.

Hirscher © GEPA

Erwartungen habe Hirscher für die Saison nicht. "Meine größte Erwartung ist, wieder schmerzfrei zu sein", formulierte er das wichtigste Ziel. Eine siebente große Kristallkugel hat er schon im Voraus abgeschrieben. "Die Helden, die Gesamtweltcup-Sieger, werden sicher andere sein heuer", meinte Hirscher. "Unter anderem Henrik (Kristoffersen; Anm.)", hat er vor allem den norwegischen Slalom-Dominator auf seiner Rechnung.

Hirscher mit Material-Rückstand

Eine zusätzliche Herausforderung in diesem Winter ist die Materialumstellung im Riesentorlauf, wo die Herren mit einer geänderten Taillierung unterwegs sind. Der Radius der Ski geht von 35 auf 30 Meter zurück, was Entlastung für den Rücken bringen soll, aber dafür auch wieder mehr Bänderverletzungen bedeuten könnte. Hirscher hat das neue Material bisher kaum getestet. "Wir reden da von 25, 30 Tagen, die manch andere Kollegen schon im Saldo stehen haben, ich habe einen Tag. Das ist echt sicherlich ein Nachteil, gar keine Frage."

Seinen Sturz beim Training mit Kurzstangen auf dem Mölltaler Gletscher ließ Hirscher noch einmal kurz Revue passieren. "Den Skischuh habe ich so schnell ausgezogen... ich bin noch nicht einmal aus dem einen Ski heraußen gewesen, da habe ich den Schuh schon ausgezogen", erzählte er.

"Eigentlich habe ich geglaubt, es sind Bänder im Sprunggelenk. Das war meine Hoffnung. Ich habe mir gedacht, die Bänder werden wir zutapen, dann geht's wieder weiter nach zwei Wochen."

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