Missbrauch: ÖSV-Boss empört mit Sager

Peter Schröcksnadel

Missbrauch: ÖSV-Boss empört mit Sager

In einem Interview mit dem Standard schildert die heute 59-jährige Nicola Werdenigg - damals noch Nicola Spieß - ihre unfassbaren Erlebnisse aus ihrer aktiven Zeit als junge Skirennsportlerin (1975 war sie österreichische Meisterin im Abfahrtslauf): "Es hat Übergriffe gegeben."

Noch vor der erfolgreichen Weltcup-Saison als 16-Jährige hätte sie sich mit einem Ski-Fabrikanten getroffen. "Ein unappetitlicher, alter Mann." Er habe sie auf sein Knie gesetzt und unsittlich berührt. "Als ich 16 Jahre alt war, haben mich zwei Männer unter Alkohol gesetzt, einer der beiden hat mich vergewaltigt."

Sie habe lange geschwiegen, denn der Vergewaltiger sei ein Teamkollege gewesen. Auch andere Läuferinnen wären missbraucht worden: "Wer nicht mitspielte, brachte seinen Startplatz in Gefahr." Zuletzt kandidierte Werdenigg übrigens auf der Liste Pilz in Wien für die Nationalratswahl!

"Das ein oder andere Pantscherl"

Inzwischen hat der ÖSV zu den Vorwürfen Stellung genommen. Peter Schröcksnadel weiß von keinen derartigen Vorfällen. Der 76-Jährige möchte aber nicht ausschließen, dass es "das ein oder andere Pantscherl" gab. "Aber ein Pantscherl ist ja auch kein Übergriff", so der Tiroler gegenüber dem Standard. Eine Aussage, die für mächtig Wirbel sorgen dürfte.

Zu den Ausführungen von Werdenigg stellte Schröcksnadel fest: "Das waren damals sicher andere Zeiten."

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