Ösi-Spruch: Neureuther veralbert Dreßen

Kitz-Triumph

Ösi-Spruch: Neureuther veralbert Dreßen

Der Kitzbühel-Zielraum, Samstag, 12.29 Uhr: Die Top-Favoriten Hannes Reichelt (am Schluss Dritter) und Aksel Svindal (Achter) sind bereits geschlagen. Weltmeister Beat Feuz wähnt sich schon fast als Sieger und Arnold Schwarzenegger macht sich gerade auf den Weg Richtung VIP-Klub. Da kommt die Sonne raus, und Thomas Dreßen rast mit Startnummer 19 zur Sensations-Bestzeit. 20 Hundertstel vor Feuz!

Die Arena steht kopf - mittendrin Felix Neureuther: Der verletzte Slalom-Artist ließ sich das Spektakel auf der Streif nicht entgehen, fand trotz Saison-Aus und Kreuzbandriss den Weg nach Kitz. Und jubelte mit seinem deutschen Landsmann ausgelassen mit, als hätte er gerade selbst gewonnen.

"Ein neuer Lieblings-Deutscher"

Ein Nobody hat den Topstars die Show gestohlen. Was für eine Story! Für Neureuther war das absehbar: "Thomas hat die ganze Saison so konstante Leistungen gezeigt, es war nur eine Frage der Zeit, bis er ganz oben steht. Dass es ihm ausgerechnet hier in Kitzbühel gelingt, ist genial", betonte er. Es sei der "absolute Wahnsinn".

Als erster Deutscher seit Sepp Ferstel, der 1978 und 1979 gewann, holt er sich den Abfahrts-Triumph auf der Streif. Neureuther hatte - wie immer - einen lustigen Spruch auf den Lippen. "Heute gibt es definitiv einen anderen Lieblings-Deutschen für euch Österreicher", scherzte der langjährige Rivale von Marcel Hirscher.

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