Schröcksnadel:

ÖSV-Boss

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Schröcksnadel: "Hirscher hat ein Problem"

Wenn das kein gutes Omen ist: In Kranjska Gora feierte Marcel Hirscher den ersten Weltcup-Podestplatz seiner Karriere. Am 9. März 2008 landete er im Slalom auf Platz drei. Am Wochenende kann er in der slowenischen Skistation (RTL am Samstag, ab 9:30 im oe24-LIVE-TICKER) wieder Schlagzeilen schreiben.

Läuft alles nach Plan, ist ihm auch rechnerisch der sechste Gesamtweltcupsieg nicht zu nehmen. Dann könnte Hirscher befreit und völlig entspannt zum Weltcup-Finale nach Aspen (15.-19.3.) reisen. Es wird eine triumphale Saison für den ÖSV-Superstar. Allein ÖSV-Boss Schröcksnadel weiß: "Jetzt hat Marcel ein Problem."

Ein Luxus-Problem. Hirscher hat alles gewonnen, was man beim Skifahren gewinnen kann, es fehlt ihm nur noch Olympia-Gold. Wie sehr wurmt das den Mega-Star? "Das wurmt ihn nicht, das wird er noch vorhaben. Das Problem ist der Gesamtweltcup. Der erzeugt Druck. Sollte er ihn in der nächsten Saison nicht gewinnen, wird es heißen, jetzt lässt er nach. Ich rate ihm, ausgesuchte Rennen zu fahren und von vornherein zu sagen, dass es ihm nicht mehr um den Gesamtsieg geht," so Schröcksnadel.

Die Hand an der großen Kugel

Diese Saison brennt nichts mehr an. Gesamtweltcup und WM-Erfolge ließen sich perfekt vereinbaren. Sechs Rennen vor Saisonschluss liegt der Doppel-Weltmeister 404 Punkte vor dem Norweger Kjetil Jansrud. Alexis Pinturault (FRA) und Henrik Kristoffersen (NOR) haben ex aequo 432 Zähler Rückstand. Hat Hirscher am Samstag nach dem RTL 500 Punkte Vorsprung auf seinen ersten Verfolger oder am Sonntag nach dem Slalom 400 Punkte, steht er vorzeitig als Gesamtsieger fest.

"Bisher bin ich in Kranjska Gora immer ganz gut gefahren. Hoffen wir, dass es auch diesmal so sein wird", sagt Hirscher. Zur Erinnerung: Schon im Vorjahr kürte sich der Salzburger in Slowenien vorab zum Gesamtweltcupsieger. In den Jahren zuvor war es jeweils in der Finalwoche der Fall - 2012 in Schladming, 2013 und 2014 in Lenzerheide, 2015 in Meribel.

Marcel hat schon die Hand an der großen Kristallkugel und steht damit kurz vor dem Weltrekord. Sechsmal in Folge konnte im Skizirkus niemand den Gesamtweltcup gewinnen.

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