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Akt aufgetaucht

Schwere Vorwürfe gegen Toni Sailer

Toni Sailer gehört zu den größten Skistars der österreichischen Sportgeschichte. Der Tiroler holte bei den Olympischen Winterspielen 1956 in Cortina drei Goldmedaillen und wurde anschließend als nationaler Held gefeiert. Im August 2009 verstarb Sailer schließlich mit 73 Jahren in Innsbruck.

Ein nun aufgetauchter Akt aus dem Jahr 1974 sorgt nun allerdings für Schlagzeilen. Der österreichische Skistar wurde damals in Zakopane im kommunistischen Polen vor einem Weltcuprennen festgenommen. Der Verdacht lautete Vergewaltigung. Die ganze Geschichte ist nicht neu, bisher galt Sailer aber als "freigesprochen" bzw. "rehabilitiert". Ein nun aufgetauchter Akt zeichnet allerdings ein anderes Bild.

Regierung interveniert

Wie Ö1 und der Standard berichten, intervenierte die Bundesregierung damals unter Bruno Kreisky. Ein Akt des Justizministeriums zeigt demnach, wie die österreichische Politik einen fallenden Star erfolgreich auffing. Sailer wurde im März 1954 verhaftet, er stand unter Verdacht, im Hotel eine Prostituierte vergewaltigt zu haben. Dem Skifahrer wurde der Dienstpass abgenommen, Sailer bat daraufhin die Botschaft um Hilfe.

Der Akt zeigt nun, wie Außenminister Rudolf Kirchschläger telefonisch Weisung erteilt hat, um die Kaution zu übernehmen. Beim polnischen Außenministerium wurde auch interveniert und so die Kaution von 15.000 auf 5.000 Dollar gesenkt. Sailer erhielt den Pass wieder und konnte Polen verlassen. 

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