Die Liebe gibt Stefan Kraft

Super-Adler

Die Liebe gibt Stefan Kraft

Er fliegt allen davon, schwebt (sportlich) in höheren Sphären. Stefan Kraft konnte am Sonntag eine unglaubliche Saison krönen: Er staubte nach Doppel-WM-Gold mit nur 23 Jahren auch den Gesamt- und den Skiflug-Weltcup ab, katapultierte sich damit in die Herzen aller.

+++ Highlight für Super-Adler Das sagt Kraft zum Mega-Triumph +++

Als erster Österreicher überhaupt triumphierte Kraft zuerst bei der Weltmeisterschaft von beiden Schanzen. Dann segelte er in Vikersund zur neuen Weltrekord-Marke von 253,5 Metern, nun die Krönung mit dem Sieg in Planica, ein satter Kraft-Akt.

Was aber sind die Geheimnisse des Überfliegers des Jahres?

  • 170 groß, 56 Kilo, pure Muskelkraft. Ideale Eckdaten für einen Skispringer. Dazu feine Technik, unglaublicher Mut, enorme Sprungkraft: „1,30 oder 1,40 m hoch aus dem Stand“, so der Salzburger.
  • Enormes Selbstvertrauen. Versteht es perfekt, sich auf Bewerbe zu fokussieren: „Ein toller Mensch, eine gute Mischung aus großem Mut, perfekter Technik und aggressivem Sprungstil“, sagt sein System-Coach Patrick Murnig zu ÖSTERREICH.
  • Ehrlichkeit, Ordnung. Leistungswille. Trotz Popularität hebt er nicht ab, ist bescheiden geblieben. Bei der Umfrage eines Marketinginstituts siegte er in der Kategorie Glaub­würdigkeit klar vor Stars wie Marcel Hirscher oder Niki Lauda. Auch bei den Sympathiewerten liegt er vorne.
  • Beste Noten. Kraft hat sich im Trainerteam unter Chef Heinz Kuttin nochmals weiterentwickelt. Sein Sprungstil passt bei allen Windbedingungen. Entscheidend auch seine Haltungsnoten. Flache Flugkurve und geringes Gewicht ermöglichen bei großer Weite Telemarklandungen.
  • Familie. Den Ehrgeiz hat er von seinen Eltern: Vater Rene und Mutter Margot schickten ihn ins Skigymnasium Stams. Mit Freundin Marisa (Krankenschwester) ist er seit drei Jahren liiert.
  • Team. Springerkollege Michael Hayböck und er sind Freunde, teilen sich ein Zimmer. Gegenseitig pushen sie sich zu Höchstleistungen.

Legende Toni Innauer analysiert die Erfolge des Stefan Kraft

ÖSTERREICH: Was macht Stefan Kraft so stark?

Toni Innauer: Er ist hochtalentiert, ein Bewegungstalent, ist eingebettet in ein hervoragendes Team. Auf der einen Seite der ÖSV mit seinen Trainern. Auf der anderen sein Management, das auch seinen Freund ­Michael Hayböck betreut. Diese beiden Komponenten harmonieren sehr gut.

ÖSTERREICH: Sein größter Vorteil?

Innauer: Er ist ein kleiner, leichter Springer, fliegt stabil, hat hohe Anfahrtsgeschwindigkeit: Das ergibt eine Physik, die ihn so gut macht.

ÖSTERREICH: Wie wichtig ist Mut?

Innauer: Das ist eine Grundkonstante, die muss sein. Kraft traut sich, immer das volle Potenzial auszureizen. Er hat eine flachere Flugkurve, dadurch weniger Druck beim Aufsprung, dadurch kann er höheres Risiko gehen als die meisten anderen.

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