Bitteres Play-off-Aus für Grabner

NHL

Bitteres Play-off-Aus für Grabner

Die New York Rangers sind im Conference-Halbfinale der National Hockey League (NHL) gescheitert. Das Team des Österreichers Michael Grabner verlor am Dienstagabend (Ortszeit) Spiel sechs gegen die Ottawa Senators zu Hause mit 2:4 und damit auch die Serie mit diesem Ergebnis. Für Grabner endete damit zwar eine persönlich sehr gute Saison, der Katzenjammer holte aber auch den Villacher ein.

Denn die Rangers hatten davor in Runde eins die favorisierten Montreal Canadiens eliminiert und im Halbfinale gegen Ottawa in praktisch jedem verlorenem Spiel bis kurz vor Schluss geführt. "Wir hätten eigentlich jedes Match gewinnen müssen", ärgerte sich New Yorks Stargoalie Henrik Lundqvist nach der Niederlage in einem Match, das es deshalb so nie geben hätte sollen. Es verlief im Madison Square Garden zudem von Beginn weg gegen die unter großem Druck stehenden Rangers.

Die Gäste gingen mit 2:0 in Führung. Die mit Buhrufen in die Kabine verabschiedeten "Broadway Blueshirts" schafften danach zwar jeweils die Anschlusstreffer zum 1:2 und 2:3. Am Ende bissen sie sich aber vor allem am Ottawa-Tormann Craig Anderson, der insgesamt 37 Schüsse abwehrte, die Zähne aus. Als Lundqvist im Finish vom Eis ging, fiel das 4:2 für die Gäste aus Kanada, die das beste Match dieser Serie zeigten und deshalb verdient weiterkamen.

Grabner-Saison ohne Happy End

"Wir hatten in der ganzen Serie stets nur ganz kleine Schwächeperioden in den letzten Minuten. Aber die haben verhindert, dass wir mehr Matches gewonnen haben. Nur das hat den Unterschied ausgemacht, das schmerzt mich am meisten", sagte der deprimierte Rangers-Star Rick Nash. "Das wird eine verdammt lange Zeit sehr wehtun", ergänzte Lundqvist nach dem Aus.

Auch für Grabner ist damit die NHL-Saison zu Ende, die Bilanz fällt für den Österreicher dennoch sehr gut aus. Der 29-jährige Stürmer aus Villach traf im Grunddurchgang 27 Mal (dazu kamen 13 Assists) und war damit zweitbester Scorer der Rangers. Dazu kamen weitere vier Tore im Play-off. Am Dienstag im Madison Square Garden war aber auch "Grabs" abgemeldet, in knapp über 13 Minuten Eiszeit gelang kein weiterer Punkt.

Die Rangers, deren letzter Stanley-Cup-Gewinn bereits 23 Jahre zurückliegt, hatten in den vergangenen fünf Jahren drei Mal das Conference-Finale und damit das Stanley-Cup-Halbfinale erreicht. Ottawa hingegen steht zum erst zweiten Mal in der Klub-Geschichte und erstmals seit 2007 in einem Conference-Finale. Dort geht es im Osten gegen Pittsburgh oder Washington, in dieser Begegnung steht es 3:3.

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