1:0-Sensation
Schweiz entzaubert Europameister Spanien
Europameister enttäuscht zum WM-Auftakt, Schweizer feiern Sensation.
Die Schweiz hat zum Abschluss der ersten Runde der Gruppenphase bei der Fußball-WM in Südafrika für die erste Sensation gesorgt. Die "Eidgenossen" feierten gegen Europameister Spanien einen 1:0-(0:0)-Zittersieg. Den einzigen Treffer des Spiels erzielte der 23-jährige St. Etienne-Legionär Gelson Fernandes entgegen den Spielverlauf in der 52. Minute. Die Iberer waren in Durban die gesamte Partie über feldüberlegen, blieben aber im Abschluss glücklos. Xabi Alonso traf bei der besten Chance nur die Latte (70.).
Spanier lernen wieder Verlieren
Für die Spanier, für die es im
Kampf um den ersten Weltmeistertitel gleich zum Auftakt einen Rückschlag
gab, war es erst die zweite Niederlage in den vergangenen 48 Spielen (nach
dem 0:2 gegen die USA im Halbfinale des Confed Cups im Vorjahr). Für die
Schweizer war es der erste Sieg im 19. direkten Duell (1-3-15), sie liegen
damit nach dem ersten Spieltag in der Gruppe H mit Chile gleichauf an der
Spitze. Die Chilenen hatte sich zuvor gegen Honduras ebenfalls mit 1:0
durchgesetzt. Am Montag trifft Chile zuerst auf die Schweiz, im Abendspiel
stehen einander Spanien und Honduras gegenüber.
Europameister klar überlegen
Die Spanier erarbeiteten sich
vor 60.000 Zuschauern im Moses-Mabhida-Stadion von Beginn an an eine
optische Überlegenheit und hatten mit fast 70 Prozent vor der Pause auch
deutlich mehr Ballbesitz. Wirklich Kapital schlagen konnten die Iberer
daraus aber nicht, die Schweizer standen in der Defensive sicher und ließen
kaum effektive Chancen zu. Nur zweimal kam die Truppe von Teamchef Vicente
Del Bosque gefährlich vor das Tor von Diego Benaglio, Pique scheiterte nach
einem schönen Haken aber am Schweiz-Goalie (24.) und ein Villa-Heber aus
spitzem Winkel fand nicht den Weg in Richtung Tor (45.).
Sonst hatten es die Spanier mangels genialer Ideen nur mit Schüssen probiert. Ein Versuch von Silva fiel zu schwach aus (17.), Ramos traf mit links nur das Außennetz (17.) und Iniesta knallte den Ball deutlich drüber (43.).
Überraschende Führung
Nach dem Seitenwechsel änderte
sich nichts am Spielgeschehen, die Spanier zogen wieder ihr "Power-Play"
auf. Wie aus dem Nichts gingen allerdings die Schweizer, die vor der Pause
nur bei einem Ziegler-Freistoß, den Casillas im Nachfassen pariert hatte
(26.), ihre Gefährlichkeit angedeutet hatten, in Führung. Casillas blieb im
1:1-Duell mit dem heranstürmenden Derdiyok zwar noch Sieger, Fernandes
staubte allerdings vor Pique zum 1:0 ab (52.).
Spanisches Powerplay
Der Europameister zeigte sich vom Rückstand
unbeeindruckt und drängte weiter auf den ersten Turniertreffer, Benaglio
rettete aber vor Villa (61.). Del Bosque versuchte daraufhin mit einem
Doppeltausch, bei dem Torres und Navas in die Partie kamen, für neue Impulse
zu sorgen. Und die Chancen häuften sich mit Fortdauer des Spiels.
Zu viele Chancen vergeben
Iniesta schoss unbedrängt von der
Strafraumgrenze genauso am Tor vorbei (63.), wie Torres aus der Drehung
(68.). Zudem hatten die Spanier auch kein Glück. Ein wuchtiger
20-Meter-Schuss von Xabi Alonso landete an der Latte, Benaglio wäre machtlos
gewesen. Der Schweiz-Goalie hielt auch in der Folge gegen Navas (72.) den
Sieg fest. Und auf der anderen Seite wäre fast noch das 2:0 gefallen,
Derdiyok ließ Pique und Puyol aussteigen, traf mit dem Außenrist aber nur
die Stange (74.). Die Schlussoffensive der Spanier blieb unbelohnt.
Damit sind die Schweizer, die ohne die verletzten Frei und Behrami auskommen mussten, bei einer WM bereits 484 Minuten ohne Gegentreffer. In Deutschland hatten sie sich im Achtelfinale erst im Elfmeterschießen der Ukraine geschlagen geben müssen. Das bisher letzte WM-Tor kassierten die Schweizer bei der WM 1994 in den USA - beim 0:3 gegen Spanien.
Spanien - Schweiz 0:1 (0:0), Endstand
Durban,
Moses-Mabhida-Stadion, 60.000, SR Howard Webb (England)
Tor: Fernandes
(52.)
Spanien: Casillas - Ramos, Pique, Puyol, Capdevila - Busquets (62.
Torres), Xabi Alonso - David Silva (62. Navas), Xavi, Iniesta (77. Pedro) -
Villa
Schweiz: Benaglio - Lichtsteiner, Senderos (36. Von
Bergen), Grichting, Ziegler - Barnetta (92. Eggimann), Huggel, Inler,
Fernandes - Nkufo, Derdiyok (79. H. Yakin)
Gelbe Karten: keine bzw. Grichting, Ziegler, Benaglio, H. Yakin
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17.53 Uhr: Und da ist der Schlusspfiff. SENSATION! Die Schweiz schlägt Spanien 1:0!
17.52 Uhr: DIe letzte Chance? Noch eine Ecke für die Spanier. Xavi zieht volley aus 16 m ab - klar drüber!
17.51 Uhr: Xavi Alonso führt den Freistoß aus, aber ganz schlecht, die Schweiz klärt.
17.51 Uhr: Gelb für Yakin nach Handspiel, Freistoß für Spanien knapp außerhalb des Strafraums.
17.50 Uhr: Die Spanier versuchen es mit allen Mitteln - allerdings nur untaugliche Mittel.
17.49 Uhr: Benaglio kann eine hohe Freistoßflanke der Spanier wegfausten.
17.49 Uhr: Rodriguez geht links durch, die Schweizer können ins Out klären.
17.48 Uhr: Wechsel bei der Schweiz: Barnetta raus, Eggimann rein.
17.47 Uhr: Gelbe Karte für den Schweizer Keeper, wegen Spielverzögerung.
17.47 Uhr: Ecke Spanien, der "Trick" führt lediglich zu einem Abstoß für die Schweiz.
17.47 Uhr: 5 Minuten werden nachgespielt!
17.46 Uhr: Die letzte Minute der regulären Spielzeit läuft an.
17.45 Uhr: Outeinwurf für Spanien, nahe der Cornerfahne. Die rot-blauen werfen alles nach vor.
17.44 Uhr: Torres legt sich wieder den Ball zu weit vor, Benaglio kann das Spiel beruhigen.
17.43 Uhr: Die Schweizer liefern einen aufopfernden Abwehrkampf. Die Belohnung in Form von 3 Punkten ist schon ganz nahe.
17.42 Uhr: Noch 5 Minuten in der regulären Spielzeit.
17.41 Uhr: Die Spanier immer wieder über rechts, wo seit seiner Einwechslung Navas wirbelt. Villa und Torres kommen an Kopfbälle, aber viel zu ungefährlich.
17.39 Uhr: Yakin tritt die Ecke, Barnetta kommt im Strafraum zum Schuss - geblockt.
17.39 Uhr: Eckball für die Schweiz, die jetzt natürlich viel Platz für Konter bekommt.
17.38 Uhr: Im schweizer Strafraum wird es aber natürlich immer enger, die Eidgenossen verteidigen jetzt mit Mann und Maus. Barnetta probiert's bei einem Konter aus der Distanz, nur knapp über die Latte.
17.37 Uhr: Die Spanier probieren es jetzt immer öfter mit hohen Bällen in den Strafraum. Nur mehr 10 Minuten zu spielen!
17.36 Uhr: Auch die Schweiz wechselt: Altstar Hakan Yakin kommt rein, Derdiyok, der zuvor die Stange getroffen hat, geht raus.
17.35 Uhr: Rodriguez stellt sich gleich mit einem gefährlichen Aufsitzer ein. Nur ganz knapp am langen Eck vorbei.
17.34 Uhr: Für Iniesta ist das Spiel vorbei, für ihn wird Pedro Rodriguez eingewechselt.
17.33 Uhr: Iniesta muss kurz vom Platz, es geht weiter mit Einwurf für die Spanier.
17.32 Uhr: Auf der anderen Seite hat sich Iniesta verletzt. Der Spanier greift sich im Schweizer Strafraum am Boden liegend an den Oberschenkel - kurze Unterbrechung.
17.31 Uhr: Fast das 2:0 für die Schweiz! Derdiyok trifft die Stange! Der Leverkusen-Legionär lässt in Brazilo-Manier drei spanische Verteidiger aussteigen, der Schlenzer dann um einen Spur zu ungenau.
17.30 Uhr: Hohe Flanke in den Schweizer Strafraum, Piqué bekommt den Ball an den Oberschenkel, von dort geht er aufs Tor Benaglio hält.
17.30 Uhr: Gelb für den Schweizer Ziegler nach wiederholtem Foulspiel.
17.29 Uhr: Navas aus 10 m - Benaglio hält sicher!
17.28 Uhr: Die Spanier haben den Ernst der Situation erkannt, geben mächtig Gas.
17.27 Uhr: Xavi Alonso bekommt nach der Ecke den Ball, der zieht von der Strafraumgrenze direkt ab und trifft NUR DIE LATTE!!!
17.26 Uhr: Wieder Torres im Strafraum - Eckball.
17.25 Uhr: Nkufo mit einem Kopfball - neben das spanische Tor.
17.24 Uhr: Torres versucht einen Schupfer über Benaglio aus der Drehung, der Ball geht klar übers Tor.
17.24 Uhr: Zwischendurch wieder einmal ein zaghafter Angriff der Schweizer, der aber in den Armen von Casillas endet.
17.23 Uhr: Die Ecke bringt nichts ein.
17.22 Uhr: Torres mit einem Kopfball, ein Schweizer war noch dran - Eckball.
17.20 Uhr: Erstmals Navas über rechts, abgespielt auf Torres, der hechtet in den Strafraum, bekommt den angestrebten Elfer nicht. Dafür verfehlt Iniesta das Tor mit einem geschickten Schlenzer von der Strafraumgrenze nur haarscharf.
17.18 Uhr: Doppeltausch bei Spanien: Torres und Navas kommen, Busquets und Silva müssen raus.
17.17 Uhr: Große Chance für Spanien, aber Benaglio eilt rechtzeitig heraus, kommt einen Moment früher an den Ball als Villa.
17.16 Uhr: Ramos! Der Ball geht aber auf statt ins Tor.
17.16 Uhr: Nächster Eckball für Spanien, das jetzt mächtig Gas gibt.
17.15 Uhr: Eckball für Spanien. Schweiz kann klären.
17.14 Uhr: Villa scheitert mit einer Direkabnahme von der Strafraumgrenze.
17.13 Uhr: Gefährlicher Konter der Schweizer über Lichtsteiner, Casillas kann abfangen.
17.12 Uhr: Bei den Spaniern werden die Ersatzspieler zum Aufwärmen geschickt - auch Superstar Fernando Torres.
17.11 Uhr: Jetzt sind die Spanier gefordert. Werden sie diese Partie noch drehen können? An der Charakteristik des Spiels wird sich kaum etwas ändern, denn noch defensiver können die Schweizer nicht mehr spielen.
17.09 Uhr: Hektische Szenen im Strafraum der Schweiz, Stürmer und Goalie prallen zusammen, der Ball kullert Richtung Torlinie und dort drückt Fernandes das Leder im zweiten Versuch zum 1:0 für die Schweiz über die Linie.
17.08 Uhr: 1:0 für die Schweiz!!!
17.07 Uhr: Der Eckball bringt nichts ein.
17.07 Uhr: Xavi Alonsos Schuss wird gefährlich abgefälscht, streicht knapp am Tor vorbei - Ecke. Corner wieder kurz abgespielt. Dann kommt die Flanke, Benaglio kann mit den Fingerspitzen zur nächsten Ecke klären.
17.06 Uhr: Ein Angriff der Schweizer wird wieder einmal problemlos gestoppt.
17.05 Uhr: Wieder Corner Spanien. Die Schweiz kann sich nur kurz befreien, dann kommt Silva im Strafraum zu fallen - kein Elfmeter.
17.04 Uhr: Die kleinen Spanier sind nicht nur unglaublich quirrlig und technisch stark, sondern im Mittelfeld auch extrem kampfkräftig.
17.03 Uhr: Xavi Alonso probiert es mit einem Gewaltschuss aus der Distanz - drüber.
17.03 Uhr: Spanien gleich wieder im Vorwärtsgang. Silva holt einen Eckball heraus.
17.02 Uhr: Die zweite Hälfte startet jetzt mit Ankick Spanien.
17.01 Uhr: Es kann gleich mit der zweiten Hälfte weiter gehen.
16.47 Uhr: In einer knappen Viertelstunde geht's weiter.
16.47 Uhr: Fazit: Die Spanier drückend überlegen, die Schweizer mit dem grausigen Mourinho-Konzept - alle hinten reinstellen und vorne auf einen Lucky Punch hoffen.
16.46 Uhr: Und da ist auch schon der Pausenpfiff - 0:0 zur Pause zwischen Spanien und der Schweiz.
16.45 Uhr: 45 Minuten sind vorbei, wieviel wird nachgespielt? Eine Minute!
16.44 Uhr: Konter, Villa ganz alleine im Strafraum, er schupft den Ball über den Goalie zur Mitte, aber dort ist kein Spanier, der ins leere Tor einnetzen kann.
16.43 Uhr: Herrlicher 50-m-Pass auf Villa, der spielt auf Iniesta ab, aber der knallt die Kugel klar übers Tor.
16.42 Uhr: Noch drei Minutenin der ersten Hälfte zu spielen.
16.41 Uhr: Die Offensivbemühungen der Eidgenossen lassen dennoch mehr als zu wünschen übrig.
16.39 Uhr: Die Schweiz hat sich ein wenig erholt: Spanien "nur" mehr mit 69 Prozent Ballbesitz.
16.38 Uhr: Auf der anderen Seite holen sich die Schweizer ihren zweiten Eckball. Der bringt aber nichts ein.
16.37 Uhr: Corner für Spanien, Ramos' Kopfball aus 11 m viel zu schwach.
16.36 Uhr: Fehler der Spanier im Mittelfeld, Nkufo kommt genau 10 m, dann holen sich die Spanier wieder den Ball.
16.35 Uhr: Für den Schweizer Senderos ist die Partie zu Ende, mit einer Verletzung muss er raus. Für ihn kommt Von Bergen.
16.34 Uhr: Iniesta links, spielt auf Capdevila ab, der flankt zur Mitte, Villas Kopfstoß zu schwach.
16.32 Uhr: Wieder Freistoß für Spanien, diesmal aus 30 m, nahe der linken Outlinie. Die Flanke kommt gefährlich in den Strafraum, die Schweizer bekommen das Leder mit viel Mühe doch noch weg.
16.31 Uhr: Die Ecke von Xavi wird von den Schweizern geklärt.
16.31 Uhr: Villa probiert's direkt - von der Mauer geht der Ball zum Eckball.
16.30 Uhr: Grichting kassiert für das Trikotzupfen auch noch die gelbe Karte.
16.30 Uhr: Schneller Angriff der Spanier, Iniesta holt einen Freistoß an der Strafraumgrenze heraus.
16.28 Uhr: Der Schwiezer Senderos wird außerhalb des Platzes verarztet.
16.27 Uhr: Iniesta kassiert im Zweikampf - unabsichtlich - einen Schlag ins Gesicht. Freistoß für Spanien in der eigenen Hälfte.
16.26 Uhr: Ziegler tritt den Freistoß direkt, der Ball kommt kurz vor Casillas auf, der spanische Goalie kann erst im Nachgreifen klären. Beste und bisher einzige Torchance für die Schweiz.
16.25 Uhr: Freistoß für die Schweiz aus guter Distanz. Sehr zentral, ca. 20 m vom spanischen Tor entfernt.
16.24 Uhr: Senderos legt Xavi, verletzt sich dabei selbst ein wenig. Freistoß für Spanien, Entfernung aber wieder groß. Nur kurz abgespielt, der Angriff dann über links, die Flanke von den Schweizern zuerst geklärt, auf einmal aber Piquè alleine vor Benaglio im Strafraum, der Schweizer Keeper verhindert mit tollem Reflex den fast sicheren Rückstand.
16.22 Uhr: Die Spanier kombinieren sich schön in den Strafraum, Silvas Querpass findet keinen Abnehmer.
16.21 Uhr: Iniesta probiert's aus 22 m, Benaglio hält sicher.
16.20 Uhr: 20 Minuten sind gespielt, noch keine Höhepunkte. Spanien klar überlegen, aber vor dem Tor noch zu einfallslos.
16.20 Uhr: Die Schweizer mit einigen zarten Offensivversuchen, viel dabei rausgekommen ist noch nicht.
16.18 Uhr: Eine Einlage fürs Publikum: Piqué klärt im eigenen Strafraum mit der Ferse.
16.17 Uhr: Ramos wird rechts herrlich freigespielt, er zieht in den Strafraum, nimmt Maß und schießt klar am kurzen Eck vorbei - leichtfertig vergeben.
16.16 Uhr: Quasi umgehend geht der Ball wieder an die Spanier, Silva mit dem ersten Torschuss des Spiels, Benaglio hält sicher.
16.15 Uhr: Ein seltener technischer Fehler von Silva ermöglicht den Schweizern einen Einwurf und ein paar Sekunden zum Durchatmen.
16.14 Uhr: Silva verliert im Strafraum einen Zweikampf mit Senderos. Ein bisschen hat der Schweizer angeschoben, aber kein Pfiff.
16.13 Uhr: Die Spanier defensiv sehr diszipliniert. Sobald ein Schweizer auch nur in die Nähe des Strafraums kommt, wird der Spieler von zwei, drei Spaniern attackiert.
16.12 Uhr: Die Spanier probieren es mit einer Flanke in den Rücken der Abwehr, das funktionierte aber gar nicht.
16.10 Uhr: Nach knapp 10 Minuten Spielzeit hält Spanien bei 78 Prozent Ballbesitz... Die Schweizer mussten auch schon einen Kilometer mehr laufen.
16.10 Uhr: Silva kommt gegen den Schweizer Keeper Benaglio um einen halben Schritt zu spät. Schönes Solo von Silva zuvor.
16.09 Uhr: Eher zufällig kommt die Schweiz zu ihrem ersten Eckball. Egal, erstmals Gefahr für das spanische Tor. Barnetta mit der Cornerflanke, aber die Spanier klären per Kopf, starten den schnellen Konter.
16.08 Uhr: Jetzt einmal eine Unachtsamkeit der Spanier, der Fehlpass quer durch den Mittelkreis überrascht aber auch den einsamen Schweiz-Stürmer - Spanien wieder im Ballbesitz.
16.07 Uhr: Die Spanier haben sich in der Hälfte der Schweizer festgesetzt. Bis zum 16er wird flüssig kombiniert, dann trifft man auf eine rot-weiße Menschenmauer.
16.05 Uhr: Bei den Spaniern läuft der Ball wie am Schnürchen, die Eidgenossen können nur hinterher laufen.
16.04 Uhr: Ramos begeht ein Stürmerfoul, Freistoß für die Schweiz.
16.04 Uhr: Senderos kann die Freistoßflanke mit dem Kopf klären, den Konter fangen die Spanier umgehend an der Mittellinie ab.
16.03 Uhr: Die Schweizer attackieren im Mittelfeld sehr aggressiv - zu aggressiv. Freistoß für die Spanier aus gut 35 m, relativ zentral vor dem Tor.
16.02 Uhr: Erstmals die Spanier im Angriff. Der Europameister geht es gemächlicher an, schaut sich das Ganze mal an. Viele Seitenverlagerungen, plötzlich sind die Spanier in Strafraumnähe, die hohe Flanke findet aber keinen Abnehmer.
16 Uhr: Gleich der erste stürmische Angriff der Schweizer, kurz vorm Fünfer ist Endstation.
16 Uhr: Die Spanier in klassischen roten Leibchen und blauen Hosen, die Schweiz in weißen Jerseys und roten Hosen.
16 Uhr: Und los geht es. Die Schweiz mit dem Anstoß.
15.58 Uhr: Wimpeltausch an der Mittellinie und Münzwurf.
15.57 Uhr: Riesenstimmung im Stadion. Die Teams klatschen gegenseitig ab, es folgen noch die Teamfotos.
15.56 Uhr: Zuerst die - textlose - Hymne der Spanier. Die Fans machen dazu ein lautstarkes Lalalalalala. So geht's auch... Als zweite Hymne jene der Schweiz.
15.55 Uhr: Die Teams nehmen Haltung an, die Hymnen werden abgespielt.
15.54 Uhr: Es wird laut im Stadion, die Teams kommen aufs Spielfeld.
15.53 Uhr: Die Ersatzspieler haben schon auf den Bänken Platz genommen, die Startelf beider Teams wartet im Kabinengang.
15.52 Uhr: Die Schweiz läuft so auf: Benaglio im Tor, dann Lichtsteiner, Senderos, Huggel, Barnetta, Inler, Nkufo, Grichting, Fernandes, Ziegler, Derdiyok.
15.51 Uhr: Die Aufstellung Spaniens: Casillas im Tor, dann Pique, Puyol, Iniesta, Villa, Xavi, Capdevila, Alonso, Ramos, Sergio, Silva.
15.50 Uhr: Es ist dies das letzte Vorrundenspiel der ersten Runde. Heute Abend steigt mit Südafrika - Uruguay bereits der Auftakt zur zweiten Runde.
15.45 Uhr: Schiedsrichter dieser Partie ist zur Abwechslung mal ein bekannter Mann - nämlich der Engländer Howard Webb.
15.40 Uhr: Gespielt wird im Durban Stadium zu Durban. Die äußeren Bedingungen sind auch im zweiten Siel des Tages sehr angenehm: 20 Grad Plus, dazu weht ein Wind mit der Stärke von 5 m/s, die Luftfeuchtigkeit beträgt 55 Prozent.
13.20 Uhr: Heute steigt auch erstmals Europameister Spanien ins Turnier ein. Mit der Schweiz wartet ab 16 Uhr eine durchaus harte Nuss auf die stolzen Iberer.
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Als letzte Mannschaft steigt am Mittwoch um 16.00 Uhr einer der ganz großen Favoriten der Fußball-WM in Südafrika ins Turniergeschehen ein. Spanien hat vor zwei Jahren bei der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz den zweiten EM-Titel geholt und will sich in Südafrika nun erstmals auch zum Weltmeister küren. Im Auftaktspiel gegen die Schweiz im Moses-Mabhida-Stadion von Durban sind die Spanier wie immer ganz auf Sieg eingestellt.
Nur der Titel zählt
Die Erwartungshaltung in der Heimat ist
enorm, auch die Stars von Barcelona und Real Madrid haben den WM-Pokal
offiziell zum Ziel erklärt. "Niemand von uns hat im Kopf, ohne den
WM-Pokal nach Hause zu kommen", sagte etwa Torhüter Iker Casillas. Als
lautstarker Warner betätigte sich in den vergangenen Wochen Teamchef Vicente
del Bosque, der sich mit der "Furia Roja" in Vorarlberg auf die WM
vorbereitet hat.
"Unsere Resultate der jüngeren Vergangenheit waren tatsächlich fantastisch. Aber es ist eben auch so, dass es nichts Schwierigeres gibt, als eine WM zu gewinnen. Wir dürfen auf keinen Fall glauben, schon vor dem WM-Auftakt etwas gewonnen zu haben. Man darf Selbstvertrauen nicht mit Überheblichkeit verwechseln. Ich möchte daran erinnern, dass Spanien die WM noch nie gewonnen hat. Es wird unheimlich schwierig, auch wenn dies ein paar in unserem Land nicht wahrhaben möchten", erklärte er unlängst.
Doch die Bilanz in den vergangenen Jahren ist tatsächlich beeindruckend. In den vergangenen 47 Spielen bezogen die Spanier eine einzige Niederlage. Die passierte ausgerechnet in Südafrika mit einem 0:2 gegen die USA im Halbfinale des Confederations Cup im Vorjahr.
Beeindruckende Bilanz
Allerdings ist nicht nur die Bilanz
beeindruckend, sondern auch die Art und Weise, wie die Siege zustande kamen.
Das Mittelfeld um Xavi, bei der EURO 2008 zum besten Spieler des Turniers
gewählt, und Iniesta zieht regelmäßig das "Tiqui Taca"
genannte Kurzpassspiel auf, das die Gegner zu Statisten degradiert. Im
Angriff sorgen in der Regel EM-Torschützenkönig David Villa und Fernando
Torres für die Tore. Del Bosque wird allerdings voraussichtlich auf Torres
verzichten, der nach einer Knieoperation im April noch Trainingsrückstand
hat. Iniesta dagegen sollte seine Muskelverletzung im Oberschenkel, die er
bei der WM-Generalprobe gegen Polen (6:0) erlitten hatte, auskuriert haben.
"Wir hatten schon in der Vergangenheit ein paar gute bis sehr gute Generationen. Aber im Vergleich zu damals ist die jetzige Equipe unglaublich. Sie hat Siege zur fast selbstverständlichen Gewohnheit gemacht", gab sich aber auch Del Bosque selbstbewusst. Die übliche Respektbezeugung dem Konkurrenten gegenüber ließ er gleich folgen.
Lob von Hitzfeld
Die Schweiz ist gegen Spanien allerdings noch
ohne Sieg und hat 15 der bisher 18 Länderspiele verloren. Entsprechend hoch
lobte der Schweizer Teamchef Ottmar Hitzfeld die Iberer. "Spanien ist
derzeit die beste Mannschaft der Welt. Wenn die Umstände passen, ist dieses
Team für mich der Titelfavorit Nummer eins", sagte der Deutsche
der Sportzeitung "As". Beeindruckend sei das spanische Team vor
allem, weil es die perfekte Mischung von "Effizienz" und "Brillanz"
darstelle.
Für eine "bescheidene Equipe" wie die Schweiz sei es äußerst schwierig gegen die "stärkste Mannschaft des Planeten" anzutreten, erklärte der frühere Erfolgstrainer bei Borussia Dortmund und Bayern München. Um gegen diesen Gegner bestehen zu können, müssten alle "unsere Spieler auf höchstem Niveau spielen und total überzeugt sein, dass eine Sensation möglich ist." Von zehn Spielen gegen Spanien würde die Schweiz derzeit wohl "acht verlieren", räumte der 61-jährige Deutsche ein, "aber es gibt immer noch diese beiden Möglichkeiten."
Ungleiches Duell
Während Spanier für ihn praktisch auf allen
Positionen optimal besetzt sei, wäre es für die Schweiz schon ein großer
Erfolg, die Gruppenphase zu überstehen. "Aber soweit dürfen wir
gar nicht denken. Zuerst müssen wir danach trachten, eine gute Arbeit
abzuliefern." Der Einzug in das Achtelfinale ist den Schweizern bei der
WM 2006 in Deutschland gelungen, wo sie sich erst im Elfmeterschießen der
Ukraine geschlagen geben musste. Das Turnier absolvierten die Eidgenossen
ohne Gegentor, sie sind bei einer WM daher schon seit 394 Minuten ohne
Gegentreffer. Das bisher letzte WM-Tor kassierten die Schweizer bei der WM
1994 in den USA - beim 0:3 gegen Spanien.
Gegen Spanien muss Hitzfeld auf Topstürmer Alexander Frei und Valon Behrami verzichten. Frei laboriert an einer Verstauchung im Sprunggelenk, Behrami muss wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel passen.
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