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Night-Race

Raich wieder Planai-König

Pitztaler gewinnt zum vierten Mal in Schladming. Mario Matt auf Rang drei, knapp hinter Kitz-Dominator Byggmark.

50.000 Fans in Schladming bekamen eine wahre Slalom-Demonstration der derzeit drei weltbesten Stangen-Artisten zu sehen: Schon nach dem ersten Durchgang hatten sich Matt, Raich und Byggmark (in dieser Reihenfolge) vom Rest des Feldes abgesetzt. Im zweiten Durchgang brannten die drei dann ein richtiges Feuerwerk ihres Könnens ab.

Byggmark legt vor
Den Anfang machte Kitz-Doppelsieger Jens Byggmark. Hatte sich bei den Läufern davor noch ein Hundertstelkrimi abgezeichnet, distanzierte der Schwede die Konkurrenz gleich einmal um knapp 1,5 Sekunden. Da blieb auch den 50.000 im Planai-Stadion der Jubel-Schrei im Hals stecken. Wer sollte diese entfesselte Fahrt von "Big Mac" noch überbieten.

Raich eiskalt
Ganz klar: Benni Raich, Österreichs Planai-König, der hier in seiner Karriere bereits drei Mal gewinnen konnte. Der Pitztaler blieb vom Weltklasse-Lauf Byggmarks völlig unbeeindruckt. Von seinen 0,42 Sekunden Vorsprung verlor Raich lediglich 0,04 Sekunden - mehr als genug, um den Schweden nach zwei Siegen vom obersten Treppchen zu stoßen. "Es war sehr schwierig, weil der Lauf vor allem unten extrem gedreht hat. Aber mit der Unterstützung der Fans ist es leichter. Ich hab gewusst, dass der Byggmark vorne ist, aber nicht wie weit. Letztendlich muss man eh immer auf sich selber schauen. Und heute hat es geklappt", zeigte sich Raich nach dem Rennen mit seiner Leistung zufrieden.

Matt mit Schmerzen
Weniger gut ging es dem Halbzeit-Führenden, Mario Matt. Bis zur Halbzeit konnte der Flirscher seinen Vorsprung auf Raich zwar sogar um eine Hundertstel ausbauen, kurz danach aber ein schwerer Fehler. Damit fiel Matt sogar noch hinter Byggmark zurück. Für den Slalom-Weltmeister von 2001 war Platz drei aber wie ein Sieg: "Ich bin froh, dass ich heute den dritten Platz gemacht habe. Ich habe extreme Schmerzen im Rücken. Ich habe oben alles mitbekommen. Ich habe alles probiert - aber es ist sich heute nicht ganz ausgegangen. Es war heute ein extrem schwieriges Rennen, da ist man nicht richtig auf Zug gekommen."

Klammer eingeholt
Für Raich war es heuer nach Levi der zweite Slalomsieg, insgesamt schon der 26. Weltcupsieg in seiner Karriere - damit hat der Pitztaler "Kaiser Franz" Klammer in der ewigen Bestenliste eingeholt und fährt nun auch als einer der Favoriten zur WM nach Aare. Im Slalom-Weltcup ist Raich hinter Byggmark Zweiter, im Gesamtweltcup liegt der Tiroler nach seinem Sieg nur mehr 75 Punkte hinter Leader Aksel Lund Svindal (NOR).

Herbst fährt nach Aare
Von den restlichen Österreichern konnten in Schladming nur Reinfried Herbst und Manfred Pranger überzeugen. Herbst wurde in seinem dritten Rennen nach dem Comeback sensationeller Elfter und dürfte damit der fünfte Starter im WM-Slalom sein. Manfred Pranger zeigte sich von seinem Ausfall in Kitzbühel gut erholt und wurde Neunter. Alexander Koll kam diesmal nicht über Rang 20 hinaus, die restlichen ÖSV-Starter schieden aus, oder konnten sich nicht für den zweiten Lauf qualifzieren.

Endstand
1. Benjamin Raich AUT 1:42,55
2. Jens Byggmark SWE 1:42,93
3. Mario Matt AUT 1:43,15
4. Marc Berthod SUI 1:44,48
5. Giorgio Rocca ITA 1:44,52
6. Manfred Mölgg ITA 1:44,58
7. Andre Myhrer SWE 1:44,60
8. Jean-Baptiste Grange FRA 1:44,77
9. Manfred Pranger AUT 1:44,81
10. Martin Hansson SWE 1:44,89
11. Reinfried Herbst AUT 1:44,98

Gesamt-Weltcup (nach 24 Rennen)
1. Aksel Lund Svindal (NOR) 780
2. Benjamin Raich (AUT) 705
3. Didier Cuche (SUI) 677
4. Bode Miller (USA) 640
5. Peter Fill (ITA) 570
6. Mario Matt (AUT) 440
7. Jens Byggmark (SWE) 439
8. Kalle Palander (FIN) 429
9. Marco Büchel (LIE) 407
10. Marc Berthod (SUI) 395

Slalom-Weltcup (nach 7 Rennen)
1. Jens Byggmark (SWE) 423
2. Benjamin Raich (AUT) 365
3. Mario Matt (AUT) 320

4. Markus Larsson (SWE) 271
5. Giorgio Rocca (ITA) 213
6. Marc Berthod (SUI) 200
7. Felix Neureuther (GER) 184
8. Kalle Palander (FIN) 183
9. Michael Janyk (CAN) 174
10. Manfred Mölgg (ITA) 169

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