Österreich verpasst hauchdünn Sensation

Eishockey-WM

Österreich verpasst hauchdünn Sensation

Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft hat zum Auftakt der Eishockey-WM in Dänemark überraschend einen Punkt geholt. Die ÖEHV-Auswahl musste sich am Samstag in Kopenhagen nach beherztem Kampf der favorisierten Schweiz mit 2:3 nach Verlängerung (0:1,1:1,1:0;0:1) geschlagen geben.

Nino Niederreiter (19.) und Gaetan Haas (25.) brachten die Eidgenossen 2:0 in Führung, dank Treffern von WM-Debütant Dominic Zwerger im Powerplay (35.) und Manuel Ganahl (47.) schaffte die Mannschaft von Teamchef Roger Bader aber das Comeback und holte zumindest einen Punkt. In der Verlängerung sorgte Enzo Corvi nach einem Wechselfehler für die Entscheidung (64.). Österreich geht mit einem Punkt und viel Moral in die nächste Partie am Sonntag (12.15 Uhr) gegen Olympiasieger Russland.

Österreichs Team stand gegen den Vize-Weltmeister von 2013 in der Anfangsphase gehörig unter Druck. Mit einer engagierten Defensivarbeit und einem über die gesamte Spielzeit herausragenden Bernhard Starkbaum im Tor hielt die ÖEHV-Auswahl zunächst dagegen und hatte durch Patrick Spannring in Unterzahl sogar die größte Chance auf eine frühe Führung (3.).

Nach rund einer Viertelstunde konnte sich das Team von Roger Bader ein bisschen befreien, geriet aber doch noch vor der ersten Pause in Rückstand. Nach einem Fehlpass von Stefan Ulmer ließ Niederreiter, einer von drei Schweizer NHL-Spielern auf dem Eis, Starkbaum keine Chance (19.).

Haas erhöhte mit einem Backhand-Schuss auf 2:0 (25.), doch das brach die Mannschaft um Kapitän Thomas Hundertpfund nicht. Nach einem Kniecheck von NHL-Stürmer Sven Andrighetto wurde Steven Strong mit einer Trage vom Eis gebracht, der Schweizer musste mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe ebenfalls in die Kabine. Das fünfminütige Powerplay nützten die Österreicher zum Anschlusstreffer. Schweiz-Legionär Zwerger schob einen Abpraller nach Haudum-Schuss zum 1:2 über die Linie (35.).

Damit war für ein spannendes Schlussdrittel gesorgt. Die rot-weiß-roten Außenseiter lieferten einen beherzten Kampf und wurden mit dem 2:2 durch Ganahl (47.) belohnt.

Schweiz: Genoni - Müller, Diaz; Kukan, Untersander; Frick, Fora; Genazzi - Hofmann, Corvi, Niederreiter; Scherwey, Haas, Andrighetto; Moser, Vermin, Riat; Rod, Schäppi, Baltisberger

Österreich: Starkbaum - Schumnig, Unterweger; Heinrich, Ulmer; Schlacher, Viveiros; Strong, Altmann - Schneider, Hundertpfund, Ganahl; Hofer, Komarek, Lebler; Haudum, Rauchenwald, Zwerger; Woger, Obrist, Spannring

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